Specials beim 19. ilb

Decolonizing Worlds II:

Das Ende des Kolonialismus bedeutet nicht das Ende kolonialer Machtstrukturen, denn Kolonialgeschichte setzt sich in vorgeprägten Denkmustern fort und nicht nur die ehemals Kolonisierten sind betroffen.
Diese Reihe geht mittels literarischer Lesungen und Diskussionsrunden den aktuellen Spuren des Kolonialismus in Wissenschaft, Literatur und Alltag nach und fragt u.a. wie sich der Anspruch der Dekolonisierung mit den Forderungen und Kämpfen für soziale Gerechtigkeit und gegen Rassismus verbinden kann. Auch die aktuelle Frage zur Restitution von Kunst wird hier aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Hauptveranstaltungsort: James-Simon-Galerie in Mitte

About: Sex
Das Special »About: Sex« bringt Schriftsteller*innen und Intellektuelle zusammen, die sich in ihrem Schreiben mit Sexualität beschäftigen. Kulturhistorische und neurowissenschaftliche Ansätze treffen auf die #MeToo Debatte und eine Lesung interessanter Sex-Szenen in Romanen. Es wird danach gefragt, was in unserem Gehirn geschieht, wenn wir begehren? Welche Rolle der Sex in der Literatur spielt? Wie sich Sexualität historisch entwickelt hat und wie sie sich in verschiedenen Kulturen unterscheidet? Hauptveranstaltungsort des Specials ist das silent green Kulturquartier im Wedding.

Automatic Writing 2.0
In dieser visionären Reihe setzen sich Literat*innen und Expert*innen mit den Herausforderungen und Chancen der künstlichen Intelligenz für unsere Zukunft auseinander. Wo verlaufen die Verbindungslinien zwischen Literatur, Ideengeschichte und Künstlicher Intelligenz? Wo liegen die strukturellen Hürden und prospektiven Qualitäten maschineller Übersetzung, brauchen automatisch generierte Texte eine Poetologie? Können Algorithmen den Gesellschaftswandel beeinflussen und wird es eine Superintelligenz geben? Diese Reihe findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2019 „Künstliche Intelligenz“ im HAU Hebbel am Ufer (HAU2) statt. Der Eintritt ist frei.