Gast des ilb 2020.

Bibliographie

Jene

DVA

Stuttgart, 1975

[Ü: Isabella Nadolny]

Lieben, verlieren, lieben

DVA

Stuttgart, 1980

[Ü: Charlotte Franke]

Engel des Lichts

DVA

Stuttgart, 1984

[Ü: Elisabeth Schnack]

Letzte Tage

Erzählungen

DVA

Stuttgart, 1986

[Ü: Eva Bornemann]

Über Boxen

Manesse

Zürich, 1987

[Ü: Ursula Locke-Gross]

Das Rad der Liebe

DVA

Stuttgart, 1988

[Ü: Barbara von Bechtolsheim u. Barbara Henninges]

Im Zeichen der Sonnenwende

DVA

Stuttgart, 1990

[Ü: Barbara Henninges]

Die unsichtbaren Narben

DVA

Stuttgart, 1992

[Ü: Rüdiger Hipp]

Amerikanische Begierden

DVA

Stuttgart, 1993

[Ü: Renate Orth-Guttmann]

Foxfire

Die Geschichte einer Mädchenbande

DVA

Stuttgart, 1995

[Ü: Rüdiger Hipp]

Wofür ich gelebt habe

DVA

Stuttgart, 1997

[Ü: Renate Orth-Guttmann]

Der Zorn des Engels

Goldmann

München, 1997

[Ü: Antje Althans]

Zombie

DVA

Stuttgart, 2000

[Ü: Renate Orth-Guttmann]

Wir waren die Mulvaneys

DVA

Stuttgart, 2003

[Ü: Renate Orth-Guttmann]

Beim Schreiben allein

Handwerk und Kunst

Autorenhaus

Berlin, 2006

[Ü: Kerstin Winter]

Ausgesetzt

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2007

[Ü: Silvia Morawetz]

Niagara

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2007

[Ü: Silvia Morawetz]

Geheimnisse

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2010

[Ü: Silvia Morawetz]

Meine Zeit der Trauer

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2011

[Ü: Silvia Morawetz]

Vergewaltigt

Eine Liebesgeschichte

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2012

[Ü: Uda Strätling]

Die Verfluchten

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2014

[Ü: Silvia Morawetz]

Zwei oder drei Dinge, die ich dir nicht erzählt habe

Hanser

München, 2014

[Ü: Brigitte Jakobeit]

Der Mann ohne Schatten

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2018

[Ü: Silvia Morawetz]

Verfolgung

Osburg

Hamburg, 2020

[Ü: Ilka Schlüchtermann]

 

Joyce Carol Oates [ USA ]

Joyce Carol Oates wurde 1938 in Lockport, New York, geboren und wuchs in Millersport, einer von der Landwirtschaft geprägten Gemeinde auf. Sie begann in jungen Jahren zu lesen und nennt Lewis Carrolls »Alice im Wunderland« ihr prägendstes Lektüreerlebnis. Als Jugendliche lernte sie die Werke von Fjodor Dostojewski, der Schwestern Brontë, von William Faulkner, Henry David Thoreau und Ernest Hemingway kennen, was ihr künftiges Schreiben beeinflussen sollte. Mit 14 Jahren verfasste sie ihre ersten eigenen Texte. Mit einem Stipendium studierte Oates ab 1956 in Syracuse und der University of Wisconsin Englisch und Philosophie und erwarb 1960 den Bachelor of Arts und 1961 den Master of Arts. Die in ihrer Studienzeit entstandenen ersten Romane vernichtete sie. Nachdem sie mit 19 Jahren einen Short-Story-Wettbewerb gewonnen hatte, erschien 1963 Oates’ erster Band mit Kurzprosa »By the North Gate« (Ü: Beim Nordtor).

Als sie 26 Jahre alt war, erschien ihr erster Roman »With Shuddering Fall« (1964; Ü: Schaudernder Sturz). Seither entwickelte sie sich zu einer vielseitigen und bedeutenden Autorin, die in der amerikanischen Gegenwartsliteratur ihresgleichen sucht. Sie verfasste eine Vielzahl von Romanen, außerdem Theaterstücke, Novellen, Kurzprosa, Lyrik, Essays, teilweise unter den Pseudonymen Rosamond Smith und Lauren Kelly publiziert. In ihren Texten konzentriert sie sich gleichermaßen auf sozialkritische Themen wie auf Fantastik. »Eine Schriftstellerin von außergewöhnlicher Kraft […], immer wieder behandelt sie das wahrscheinlich größte Thema der Amerikaner – das Streben danach, sich selbst zu erschaffen […]. Ihr größtes Thema ist natürlich die Liebe«, resümiert »The Guardian« ihr literarisches Schaffen, und der Kritiker Henry Louis Gates Jr. schrieb in »The Nation«: »Ein Archäologe der Zukunft könnte, allein mit ihrem Werk ausgestattet, leicht das gesamte Amerika der Nachkriegszeit rekonstruieren.« Seit einigen Jahren wird sie als Anwärterin auf den Nobelpreis für Literatur gehandelt. Zu den Auszeichnungen, die sie erhielt, gehören der National Book Award für den Roman »them« (1969; dt. »Jene«, 1975), der O. Henry Award, die National Humanities Medal, der Jerusalem-Preis und der Prix mondial Cino Del Duca für ihr Lebenswerk. Zudem war Oates mehrmals für den Pulitzer Prize nominiert.

Von 1961 bis 1967 unterrichtete Oates an der University of Detroit, 1968 nahm sie eine Professur an der University of Windsor in Ontario an. Zusammen mit Raymond J. Smith gründete sie 1974 in Kanada das Literaturmagazin »The Ontario Review«, dessen Mission darin bestand, die literarische und künstlerische Kultur der USA und Kanadas zu verbinden. 1978 zog sie nach Princeton, New Jersey, wo sie von 1987 bis 2014 an der Princeton University Kreatives Schreiben lehrte. Seit 2016 unterrichtet sie an der University of California Berkeley.