Annet Schaap
© Bonnita Postma

Gast des ilb 2020.

Bibliographie

Die Nacht der roten Katzen

[Text: Liesbeth van der Jagt]

Picus

Wien, 1998

[Ü: Daniel Löcker]

Ich bin ein Meermädchen, aber das ist ein Geheimnis

[Text: Sabine Wisman]

Urachhaus

Stuttgart, 2006

[Ü: Monica Barendrecht u. Thomas Charpey]

Wie überlebe ich die Pubertät?

[Text: Francine Oomen]

Ravensburger

Ravensburg, 2013

[Ü: Sonja Fiedler-Tresp]

Emilia und der Junge aus dem Meer

Thienemann

Stuttgart, 2019

[Ü: Eva Schweikart]

De boom met het oor

[Ill: Philip Hopman]

Querido

Amsterdam, 2019

www.annetschaap.com

Annet Schaap [ Niederlande ]

Die niederländische Illustratorin und Kinderbuchautorin Annet Schaap wurde 1965 in Ochten geboren. Sie studierte an der Kunstschule in Kampen und an der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten in Den Haag. Zwischen 1995 und 1999 besuchte sie außerdem die Schrijversvakschool ʼt Colofon in Amsterdam und arbeitete einige Jahre im Jugendtheater. Zu dieser Zeit schrieb sie eine Reihe von Jugendtheaterstücken, Lieder und das Libretto für eine Kinderoper. 1988 illustrierte Schaap ihr erstes Kinderbuch, »Jokel, Jula und Jericho« von Christine Nöstlinger. Seitdem schuf Schaap Illustrationen für über zweihundert Bücher von zahlreichen Autor*innen, darunter Francine Oomen, Jacques Vriens, Mieke van Hooft, Thea Dubelaar, Janneke Schotveld, Liesbeth van der Jagt, Paul Biegel und Astrid Lindgren. Ihre Bilder zeichnet sie mit Bleistift vor und arbeitet sie dann in Tusche oder mit Aquarellfarben aus.

2017 debütierte Schaap als Autorin mit dem Buch »Lampje« (dt. »Emilia und der Junge aus dem Meer«, 2019). Das Buch für Mädchen bis zehn Jahre handelt von Emilia, der Tochter des einbeinigen Leuchtturmwärters, die jeden Abend das Licht im Turm entzündet. Als ihr eines Tages die Streichhölzer ausgehen und in der Nacht ein Schiff zerschellt, muss ihr Vater ins Gefängnis. Emilia arbeitet die Schuld im Schwarzen Haus des Admirals ab, wo angeblich ein Monster haust. Sie versucht, hinter sein Geheimnis zu kommen, und öffnet eines Tages mutig eine verschlossene Tür. »Der spröde Erzählton, rau wie die See, voller aufwühlender Spannungs-Schaumkronen, passt kongenial zu der traurig-fesselnden Geschichte von Unterdrückung und Hineingeworfensein, von verlorenen Lieben, Streit und Versöhnung und nicht zuletzt von selbstbestimmten Entscheidungen, verborgene Pfade freizulegen« (STUBE). Für ihr Debüt als Autorin wurde Schaap in den Niederlanden mit allen wichtigen Kinderbuchpreisen ausgezeichnet – dem Nienke van Hichtum- und dem Woutertje Pieterse Prijs, dem Gouden Griffel sowie dem flämischen Boekenleeuw. Zusammen mit der Musikerin Fredrike de Winter entwickelte sie außerdem eine Storytelling-Performance von »Lampje«. In ihrem jüngsten Kinderbuch »De boom met het oor« (2019; Ü: Der Baum mit dem Ohr), illustriert von Philip Hopman, erzählt sie von einem kleinen Jungen, der etwas entdeckt, was sonst nur die Tiere wissen: Mitten im Stamm eines riesigen Baums im Stadtpark befindet sich ein Ohr, das wirklich zuhört. Durch den Park bewegt sich ein Trauerzug für die Käferfrau Trude, die von einer Krähe totgepickt wurde. Angeführt von Trudes trauerndem Ehemann, nähert sich die Prozession dem Baum, und der Junge hört, was die Tiere zu sagen haben. Inspiriert wurde Schaap für diese Geschichte, die im Auftrag eines Kammermusikfestivals entstand, von der Musik von Modest Mussorgskis »Bilder einer Ausstellung«.

Die Autorin lebt in Utrecht.