Torun Lian Portrait
© Aschehoug

Gast des ilb 2019.

Bibliographie

Frida mit dem Herzen in der Hand
Schneider
München, 1993
[Ü: Angela Djure]
Frida
Kleiner Bachmann-Verlag
Bensheim, 1999
[Ü: Janine Klein]
Es sind die Wolken, die die Sterne bewegen
Kleiner Bachmann-Verlag
Bensheim, 2000
[Ü: Janine Klein]
Adams gesammelte Katastrophen
Dressler
Hamburg, 2005
[Ü: Gabriele Haefs]
Undrene i vår familie
Aschehoug
Oslo, 2008
Alice Andersen
[Ill: Øyvind Torseter]
Aschehoug
Oslo, 2014
Alice svømmer ikke
[Ill: Øyvind Torseter]
Aschehoug
Oslo, 2016
Alice og alt du ikke vet og godt er det
[Ill: Øyvind Torseter]
Aschehoug
Oslo, 2017
Alice, die Notfallprinzessin
[Ill: Øyvind Torseter]
Gerstenberg
Hildesheim, 2019
[Ü: Gabriele Haefs]

Torun Lian [ Norwegen ]

Torun Lian wurde 1956 in Norwegen geboren. Sie besuchte das Forsøksgymnaset in Oslo, dann die Landwirtschaftsschule. Ab 1978 arbeitete sie als Requisiteurin und Bühnenbildnerin an verschiedenen Theatern in Norwegen und unterrichtete u. a. Szenisches Schreiben an der norwegischen Filmschule und am staatlichen Studienzentrum für Film.

In den achtziger Jahren produzierte Fjernsynsteatret, eine Abteilung des Norwegischen Rundfunks NRK, drei Theaterstücke von Lian zur Ausstrahlung im Fernsehen, »Colaengelen« (Ü: Cola Engel), »Sand« und »Natt/Hotell« (Ü: Nacht/Hotel), die auch in Buchform veröffentlicht wurden und Lian den Tarjei-Vesaas-Debütantenpreis einbrachten. Später wurde Lian bekannt mit ihren Fernsehserien für Kinder. Aus der Zusammenarbeit mit der Regisseurin Berit Nesheim entstanden die ebenfalls verfilmten Jugendbücher »Frida« (1990) und »Frida – med hjertet i hånden« (1991; dt. »Frida – mit dem Herzen in der Hand«, 1993), die mit dem Prix Jeunesse auszeichnet wurden. Thematisiert wird hier vor allem die schwierige Zeit der frühen Pubertät. Die elfjährige Frida muss sich zudem gegen ihre ältere Schwester behaupten, die offenbar nur noch Jungs im Kopf hat, sich ständig schminkt und neue Klamotten bekommt. Einfühlsam und witzig beschreibt Lian die verwirrenden Gefühle der Heranwachsenden in einer kleinen Familie mit einer alleinerziehenden Mutter. Für »Bare skyer beveger stjernene« (1991; dt. »Es sind die Wolken, die die Sterne bewegen«, 2000) erhielt Lian den Nordischen Kinderliteraturpreis. Sie schrieb auch hier das Drehbuch für die Verfilmung und debütierte als Regisseurin; der Film wurde u. a. mit dem Gläsernen Bären bei der Berlinale 1999 und dem Hauptpreis der 40. Nordischen Filmtage in Lübeck ausgezeichnet. Im Mittelpunkt der Handlung steht die elfjährige Maria, deren kleiner Bruder stirbt, was zunächst dazu führt, dass Maria sich zurückzieht. Ihre Trauer kann sie erst überwinden, als sie den gleichaltrigen Jakob kennenlernt. 2008 veröffentlichte Lian ihren ersten Roman für Erwachsene »Undrene i vår familie« (Ü: Die Wunder unserer Familie). Ab 2014 erschien eine Buchreihe für Kinder ab acht Jahren über »Alice Andersen« – ein schüchternes kleines Mädchen, das mit seinen Ängsten kämpft und mit einiger Mühe ihre Position in der Schule und unter ihren Freund*innen behaupten muss. 2015 folgte »Reserveprinsesse Andersen« (2015; dt. »Alice, die Notfallprinzessin«, 2019), ausgezeichnet mit dem Brage-Preis. Bislang erschienen vier Bände, die jeweils vom Träger des Deutschen Jugendliteraturpreises Øyvind Torseter illustriert wurden.

Von 2004 bis 2006 war Lian Beraterin für Spielfilme im norwegischen Filmfonds. Sie lebt in Oslo, Norwegen.