Portrait Tredinnick
(c) Hartwig Klappert

Gast des ilb 2018.

Bibliographie

The Land’s Wild Music
Trinity
San Antonio, 2005
The Road South
[CD]
River Road Press
Sydney, 2008
Fire Diary
Puncher & Wattmann
Sydney, 2010
The Lyrebird
Picaro
Warners Bay, 2011
Bluewren Cantos
Pitt Street Poetry
Sydney, 2013


www.marktredinnick.com.au

Mark Tredinnick [ Australien ]

Der australische Lyriker, Essayist und Literaturdozent Mark Tredinnick wurde 1962 in Epping, New South Wales, geboren. Er studierte Kunst und Jura an der Sydney University und belegte zusätzlich Kurse in Philosophie. Ab dem letzten Studienjahr arbeitete er als Assistent für verschiedene Rechtsanwaltskanzleien in Sydney. Kurz darauf wechselte er den Beruf und arbeitete in den Verlagen Butterworths, Allen & Unwin sowie HarperCollins als Redakteur und Herausgeber. Nachdem er dort fast zehn Jahre lang Erfahrungen mit Textarbeit gesammelt hatte, begann Tredinnick zu schreiben und zu unterrichten.

2003 folgte seine erste Publikation als Herausgeber, die Essaysammlung »A Place on Earth« (2003) über Australien und Nordamerika, das er bereist hatte, während er an seiner Dissertation schrieb. In den folgenden Jahren erschienen verschiedene Essaybände wie »The Land’s Wild Music« (2005), in dem er, ausgehend von Interviews mit vier namhaften Schriftstellern, deren Beziehung und die Fokussierung ihrer Texte auf Landschaft und Sprache untersucht. Publikationen wie »The Little Red Writing Book« (2006), »The Little Green Grammar Book« (2008) oder »Writing Well« (2008) widmen sich der Kunst des sprachlichen Ausdrucks. Als Lyriker debütierte Tredinnick 2008 in auditiver Form mit der CD »The Road South«. Seit 2010 veröffentlichte er insgesamt vier Gedichtsammlungen und publizierte seine lyrischen Texte auch in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften. Seine Gedichte weisen zumeist eine sorgfältig konstruierte, komplexe und teilweise weit ausholende Syntax auf – in ihrer treibenden Linearität erforschen sie die formalen Grenzen des Genres. Für Tredinnick entsteht Poesie aus der Reibung von Klang und Form. In seinem lyrischen Schaffen sieht er sich beeinflusst von Dichtern wie John Keats, Gerard Manley Hopkins, Emily Dickinson, Robert Gray, Charles Wright u. a. Bezüge zu Kunst (van Gogh, Matisse) und Musik (Bach, Mozart, Debussy) finden sich auch in den klanglich wie visuell ausdrucksstarken Gedichten in dem Band »Bluewren Cantos« (2013). In einer Art bukolischer Meditation feiert er die australische Landschaft und Vogelwelt um den Wingecarribee River, zitiert Rumi, erforscht seine eigene Existenz sowie die Überlebensfunktion von Lyrik.

Tredinnick erhielt u. a. den Montreal Poetry Prize (2011), den Cardiff Poetry Prize (2012) und den Wildcare Nature Writing Prize (2005). Er ist Mitbegründer von ASLEC-ANZ, einer kreativen Vereinigung für Literatur- und Umweltforschung, sowie der Kangaloon Group von Schriftstellern, Künstlern und Umweltwissenschaftlern, die sich Themen wie Klimawandel und ökologischer Krise widmen. Tredinnick lebt in der Nähe des Wingecarribee River südwestlich von Sydney.