Gast des ilb 2018.

Bibliographie

Zu Hause redet das Gras
Carlsen
Hamburg, 2012
[Ü: Henning Ahrens]
Sophie auf den Dächern
Carlsen
Hamburg, 2015
[Ü: Henning Ahrens]
Feo und die Wölfe
Carlsen
Hamburg, 2017
[Ü: Henning Ahrens]
Mitten im Dschungel
Carlsen
Hamburg, 2018
[Ü: Henning Ahrens]

Katherine Rundell [ Großbritannien ]

Katherine Rundell, geboren 1987 im britischen Kent, verbrachte als Kind durch die Diplomatentätigkeit ihres Vaters zehn Jahre in Simbabwe. Der Umzug der Familie nach Brüssel in ihrem 14. Lebensjahr war für sie ein einschneidender Umbruch, den sie später in ihrem literarischen Debüt verarbeitete. Rundell studierte von 2005 bis 2008 am St. Catherine’s College in Oxford und entdeckte in dieser Zeit ihre Leidenschaft für das Dachklettern, beeinflusst von dem Buch »The Night Climbers of Cambridge« (1937) über die Studentenabenteuer an der dortigen Universität. Sie wurde Fellow für Englische Literatur am All Souls College von Oxford und promovierte schließlich über den englischen Dichter und Kleriker John Donne.
2011 erschien Rundells erstes Buch »The Girl Savage« (dt. »Zu Hause redete das Gras«, 2012): die Geschichte von Wilhelmina, einem burschikosen Mädchen, das auf einer Farm in Simbabwe aufwächst, nach dem Tod des Vaters in ein nobles Internat nach London geschickt wird und dort einen Kulturschock erlebt. In den USA erschien 2014 eine leicht überarbeitete Version des Buchs unter dem Titel »Cartwheeling in Thunderstorms«, die mit dem Boston Globe-Horn Book Award 2015 ausgezeichnet wurde. Rundells zweites Buch »Rooftoppers« (2013; dt. »Sophie auf den Dächern«, 2015) erzählt von den Abenteuern von Sophie, die durch eine Schiffskatastrophe angeblich verwaist ist, später dennoch nach ihrer Mutter sucht, weil sie überzeugt ist, dass diese das Unglück überlebt hat. Sie folgt der einzigen Spur, die sie hat, und gelangt nach Paris, wo sie mithilfe von Matteo eine aufregende Suche auf den Dächern von Paris erlebt und dabei vor der strengen Miss Eliot flieht, die sie in ein britisches Waisenhaus stecken will. Für dieses Buch erhielt Rundell den Waterstones Children’s Book Prize und den Blue Peter Book Award. Der historische Abenteuerroman »The Wolf Wilder« (2015; dt. »Feo und die Wölfe«, 2017) erzählt von einem zwölfjährigen Mädchen namens Feo, das mit seiner Mutter zur Zarenzeit in einer kleinen Waldhütte lebt. Beide verdienen ihren Lebensunterhalt mit Wölfen, die sich die Sankt Petersburger Oberschicht als Haustier und Glücksbringer hält und die sie, wenn sie zu groß und zu wild geworden sind, wieder zu ihnen als »Wolfwilder« zurückbringen. Als sie dann getötet werden sollen, weigert sich Feos Mutter und wird daraufhin von einem General gefangen genommen. Feo kann fliehen und macht sich mit einem kleinen Wolfrudel und einigen Kindern auf den Weg, um die Mutter zu retten. Rundells jüngster Abenteuerroman »The Explorer« (2017; dt. »Mitten im Dschungel«, 2018), das den Kinderbuchpreis bei den Costa Book Awards 2017 gewann, handelt von drei Freunden und einem kleinen Bruder, die in der Wildnis zu überleben versuchen, nachdem ihre Propellermaschine im Regenwald des Amazonas abgestürzt ist.