Portrait Hohler
(c) Ali Ghandtschi

Gast des ilb 2018.

Bibliographie

Tschipo
[Ill. Arthur Loosli]
Luchterhand
Darmstadt, 1978
Der Riese und die Erdbeerkonfitüre
[Ill. Nikolaus Heidelbach]
Ravensburger
Ravensburg, 1993
Der grosse Zwerg und andere Geschichten
[Ill. Nikolaus Heidelbach]
Dtv
München, 2003
Vom richtigen Gebrauch der Zeit
Luchterhand
München, 2006
Es klopft
Luchterhand
München, 2007
Wenn ich mir etwas wünschen könnte
[Ill. Rotraut Susanne Berner]
Hanser
München, 2008
Der Geisterfahrer
Luchterhand
München, 2013
Es war einmal ein Igel
[Ill. Kathrin Schärer]
Hanser
München, 2011
Gleis 4
Luchterhand
München, 2013
Die Nacht des Kometen
[Ill. Kathrin Schärer]
Hanser
München, 2015
Am liebsten aß der Hamster Hugo Spaghetti mit Tomatensugo
[Ill. Kathrin Schärer]
Hanser
München, 2018

www.franzhohler.ch

Franz Hohler [ Schweiz ]

Franz Hohler wurde 1943 in Biel geboren und wuchs in der Solothurner Stadt Olten auf. Nach seinem Schulabschluss 1963 studierte er Germanistik und Romanistik an der Universität Zürich. Zu dieser Zeit präsentierte er mit großem Erfolg sein erstes Kabarettprogramm »Pizzicato« (1965). Er brach sein Studium ab und widmete sich fortan ausschließlich seinem künstlerischen Schaffen. Bei seinen Kabarettprogrammen begleitete er sich meist auf unterschiedlichen Instrumenten, vor allem aber dem Cello.
1967 gab Hohler mit »Das verlorene Gähnen und andere nutzlose Geschichten« sein literarisches Debüt. Über dreißig literarische Publikationen (darunter über ein Dutzend Kurzgeschichtensammlungen, Romane und Lyrikbände), über zwanzig Kinderbücher, sechzehn Theaterstücke, nahezu ebenso viele Kabarettprogramme sowie zahlreiche Platten und Arbeiten für Radio, Film und Fernsehen zeugen von Hohlers enormer Produktivität. Zu seinem siebzigsten Geburtstag erschien die Anthologie »Der Geisterfahrer« (2013), eine vollständige Sammlung seiner längeren Erzählungen. Über vier Jahrzehnte hinweg präsentiert sich hier Hohlers charakteristische Erzählkunst, die sich versiert zwischen Alltäglichem und Fantastischem bewegt und das Skurrile im Gewöhnlichen findet. Stets angetrieben von einer, wie er sagt, im Grunde kindlichen Neugier, gehöre es für ihn »zu den Grundaufgaben des Autors, das Vertraute nicht als vertraut anzusehen und sich über das Normale zu wundern«. 2014 erschien »Der Autostopper«, eine Sammlung seiner kurzen Erzählungen, 2018 »Sommergelächter«, eine Sammlung seiner Gedichte.
Seine Kinderbücher, beginnend mit seinem ersten »Tschipo«-Buch 1978, wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Schweizer Jugendbuchpreis und dem Prix Enfantaisie. »Wenn ich mir etwas wünschen könnte« (2008) erzählt – ausgehend vom Märchen mit den drei Wünschen für Kinder ab vier Jahren – davon, wie man lernen kann, seine Wünsche zu formulieren; »Es war einmal ein Igel« (2011) ist eine Sammlung von Nonsense-Gedichten für Kinder ab fünf Jahren; »Die Nacht des Kometen« (2015) erzählt für kleine Kinder von der Geburt Jesu. Seine jüngsten Tiergedichte erscheinen 2018 unter dem Titel »Am liebsten aß der Hamster Hugo Spaghetti mit Tomatensugo«.
Hohler erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen, u. a. den Gesamtwerkpreis der Schweizerischen Schillerstiftung (1991), den Liederpreis des SWF (1997), den Kunstpreis der Stadt Zürich (2005), den Salzburger Stier für sein Lebenswerk (2008), einen Ehrendoktor der Universität Fribourg (2009), den Ehrenpreis der Schweizer ktv (2013), den Solothurner Literaturpreis (2013), den Alice Salomon Poetik Preis (2014) und den Johann-Peter-Hebel-Preis (2014). Seine Werke wurden in mehr als dreißig Sprachen übersetzt. 2015 brachte Martin Hauzenberger seine Biografie »Franz Hohler. Der realistische Fantast« heraus. Hohler lebt in Zürich.