Gast des ilb 2010, 2019.

Bibliographie

Aufsteiger – Absteiger

Ch. Links

Berlin, 1992

 

Das Jahr eins

Volk und Welt

Berlin, 1992

 

Die stumpfe Ecke

Ch. Links

Berlin, 1994

 

Das Buch der Versuchungen

Ch. Links

Berlin, 1996

 

Tamara Danz

Ch. Links

Berlin, 1997

 

Hannelore auf Kaffeefahrt

S. Fischer

Frankfurt a. M., 1998

 

Ankunft in der neuen Mitte

Ch. Links

Berlin, 1999

 

Die Nachrichten

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2000

 

Schöne neue Welt

Ch. Links

Berlin, 2001

 

Neunundachtzig

Ch. Links

Berlin, 2002

 

Lunkebergs Fest

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2003

 

Berlin–New York

Ch. Links

Berlin, 2004

 

Lennon ist tot

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2007

 

Im nächsten Leben

Ch. Links

Berlin, 2010

 

Königstorkinder

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2010

 

Wo warst Du? Ein Septembertag in New York

[Mit Anja Reich]

Piper

München, 2011

 

Comeback

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2015

 

Winterschwimmer

Aufbau

Berlin, 2017

 

Die Leben der Elena Silber

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2019

Alexander Osang [ Deutschland ]

Alexander Osang wurde 1962 im Ostteil Berlins geboren. Er studierte in Leipzig Journalistik und arbeitete in den Jahren nach der Wiedervereinigung für die »Berliner Zeitung«, bei der er nach kurzer Zeit zum Chefreporter avancierte. 1999 ging er als Berichterstatter für den »Spiegel« nach New York und war dort sieben Jahre tätig, bevor er wieder in seine Heimatstadt zurückkehrte. Osang, mittlerweile einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands, veröffentlichte 1992 seine erste Reportagensammlung »Aufsteiger – Absteiger«. Seine seither regelmäßig in Buchform erscheinenden Berichte und Kolumnen befassen sich vor allem mit den gesellschaftlichen Entwicklungen in Ostdeutschland seit 1989. Ganz von diesem Interesse geprägt ist auch Osangs erster Roman »Die Nachrichten« (2000), der 2005 mit großem Erfolg verfilmt wurde. Berichtet wird hier vom Schicksal des im Osten aufgewachsenen Fernsehsprechers Jan Landers, der es zwar bis zur »Tagesschau« in Hamburg gebracht hat, dort allerdings feststellen muss, dass er seinen Platz im westdeutschen (Medien-)System nie wirklich gefunden hat. Landers muss sich mit dem Gerücht herumschlagen, er habe früher für die Stasi gearbeitet. Dadurch erlebt er nicht nur,

wie wacklig sein Status als »westlicher« Ostdeutscher ist, sondern auch, wie intrigant in der Medienbranche gearbeitet wird. In seinen nachfolgenden literarischen Werken, dem Erzählungsband »Lunkebergs Fest« (2003) und seinem zweiten Roman »Lennon ist tot« (2007), entfernt sich Osang von der Ost-West-Thematik. Was aber bestehen bleibt, ist seine Vorliebe für Figuren, die Gefahr laufen, an unverhofften Entwicklungen zu scheitern oder sich darin zu verlieren. So beschäftigt sich »Im nächsten Leben« (2010), eine Sammlung

von erstmals im »Spiegel« erschienenen Reportagen, mit den biografischen Brüchen, die einem menschlichen Leben – sei es das der Bundeskanzlerin, sei es das eines unbekannten amerikanischen Kriegsveteranen – seine unverkennbaren Spuren einschreiben. Osang wurde bisher mehrfach für seine journalistische Arbeit ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er den Theodor-Wolff-Preis, dreimalig den Egon-Erwin-Kisch-Preis für die beste deutschsprachige Reportage, und 2009 wurde er zum »Reporter des Jahres« gekürt. Osang lebt in Berlin.