Guus Kuijer Portrait
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2007.

Bibliographie

Rose, met vrome wimpers.
Meulenhoff
Amsterdam, 1971

Het dochtertje van de wasvrouw.
Meulenhoff
Amsterdam, 1973

De man met de hamer
De Arbeiderspers
Amsterdam, 1975

Met de poppen gooien
Querido
Amsterdam, 1975

Drie verschrikkelijke dagen
Querido
Amsterdam, 1976

Een gat in de grens
Querido
Amsterdam, 1976
[Ill: The Tjong Khing]

Grote mensen, daar kan je beter soep van koken
Querido
Amsterdam, 1976
[Ill. Mance Post]

Ich stell mich auf ein Rahmbonbon
Oetinger
Hamburg, 1977
[Ü:Hans Georg Lenzen]
[Ill. Mance Post]

Op je kop in de prullenbak
Querido
Amsterdam, 1977

Pappa is een hond
Querido
Amsterdam, 1977

Vernagelte Fenster, da wohnen Gespenster
Oetinger
Hamburg, 1979
[Ü:Hans Georg Lenzen]

Daisy's new head
Kestrel Books
Harmondsworth, 1980

Het geminachte kind
Arbeiderspers
Amsterdam, 1981

Kopfstehn und in die Hände klatschen
Oetinger
Hamburg, 1980
[Ü:Hans Georg Lenzen]
[Ill. Mance Post]

Crisis en kaalhoofdigheid
Arbeiderspers
Amsterdam, 1983

Mal sehen, ob du lachst
Oetinger
Hamburg, 1983
[Ü:Hans Georg Lenzen]
[Ill. Mance Post]

De jonge prinsen
Querido
Amsterdam, 1986
[Ill. Mance Post]

Der Turm der schwarzen Steine
Maier
Ravensburg, 1987

Izebel van Tyrus
De Arbeiderspers
Amsterdam, 1988

De redder van Afrika
Arbeiderspers
Amsterdam, 1989

Tina und die Kunst, sich zu verlaufen
O. Maier
Ravensburg, 1989
[Ü: Hanni Ehlers und Regine Kämper]
[Ill. Jan Jutte]

Ich fühle mich wie Apfelmus
O. Maier
Ravensburg, 1990
[Ü: Hanni Ehlers und Regine Kämper]
 
Tina und der Schatz von Zweibeinland
O. Maier
Ravensburg, 1990
[Ü: Hanni Ehlers und Regine Kämper]
[Ill. Jan Jutte]

Im Land der Nashornvögel
Otto Maier
Ravensburg, 1991
[Ü: Hanni Ehlers und Regine Kämper]

Het vogeltje van Amsterdam
Arbeiderspers
Amsterdam, 1992

Mensch, Olle!
Maier
Ravensburg, 1996
[Ü: Hanni Ehlers, Regine Kämper]

De tranen knallen uit mijn kop
Querido
Amsterdam, 1980
[Ill: Mance Post]

Met de wind mee naar de zee 
Querido
Amsterdam, 2001
[Ill. Alice Hoogstad]

Olle
Querido
Amsterdam, 2001

Tin Toeval in de onderwereld 
Querido
Amsterdam, 2001
[Ill. Jan Jutte]

Tin Toeval en het geheim van Tweebeens-eiland 
Querido
Amsterdam, 2001
[Ill. Jan Jutte]

Erzähl mir von Oma
Oetinger
Hamburg, 2002
[Ü: Hans Georg Lenzen]
[Ill: Mance Post]

Es gefällt mir auf der Welt
Oetinger
Hamburg, 2002
[Ü. Sylke Hachmeister]
[Ill. Alice Hoogstad]

Met de poppen gooien
Querido
Amsterdam, 2004
[Ill: Mance Post]

Het grote boek van Madelief
Querido
Antwerpen, Amsterdam, 2004
[Ill: Mance Post]

Wunder kann man nicht bestellen
Oetinger
Hamburg, 2004
[Ill. Alice Hoogstad]

De grote Tin Toeval 
Querido
Amsterdam, 2004
[Ill. Jan Jutte]

Polleke
Querido
Amsterdam, 2004
[Ill. Alice Hoogstad]

Ich bin Polleke!
Oetinger
Hamburg, 2005
[Ü: Sylke Hachmeister]
[Ill. Alice Hoogstad]

Das Buch von allen Dingen
Oetinger
Hamburg, 2006
[Ü: Sylke Hachmeister]
[Ill: Michael Sowa]

Florian Knol
Querido
Amsterdam, 2006

Hoe een klein rotgodje God vermoordde 
Athenaeum-Polak & Van Gennep 
Amsterdam, 2006

Wir alle für immer zusammen
SZ Junge Bibliothek
München, 2006
[Ü: Sylke Hachmeister]
[Ill: Alice Hoogstad]

Das Glück kommt wie ein Donnerschlag
Random House
München, 2006
[Ü: Sylke Hachmeister]
[Ill: Alice Hoogstad]

Ein himmlischer Platz
Oetinger
Hamburg, 2007
[Ü: Sylke Hachmeister]
[Ill: Michael Sowa]

Übersetzer: Hanni Ehlers, Regine Kämper, Sylke Hachmeister, Hans Georg Lenzen

Guus Kuijer [ Niederlande ]

Guus Kuijer, Schöpfer literarischer Figuren wie »Madelief« und »Polleke«, gehört zu den herausragenden Kinderbuchschriftstellern der Niederlande. Er wurde 1942 in Amsterdam geboren und arbeitete als Lehrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. In mehr als dreißig Romanen, Erzählungen, Theaterstücken und Drehbüchern hat er international Maßstäbe gesetzt für eine Literatur, die Kinder als Leser ernst nimmt. Nachdem Kuijer zunächst für Erwachsene schrieb, erschien 1975 »Met de poppen gooien« (Ü: Mit den Puppen werfen), sein erstes »Madelief«-Kinderbuch. Mit der Übersetzung des vierten Bands, »Erzähl mir von Oma« (OT: »Krassen in het tafelblad«, 1978), eroberte die beliebte Mädchen-Figur 1981 den deutschsprachigen Kinderbuchmarkt.

In einer unverwechselbaren Mischung aus leisem Humor und warmherziger Respektlosigkeit öffnet Guus Kuijer dem Leser »eine ganze Schatztruhe von Dingen, die die Welt bewegen« (»Süddeutsche Zeitung«). Gekonnt siedelt er seine Romane zwischen heiteren Alltagsepisoden und der Tragik des Lebens an und versteht es, auch den Schrecken mit einem Lächeln zu bannen. Glasklar und tiefgründig schildert Kuijer, wie seine jungen Protagonisten in das Leben hineinwachsen und einen amüsierten Blick auf die Welt der Erwachsenen werfen.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören die preisgekrönten »Polleke«-Romane. Den Auftakt der fünfteiligen Serie machte 1999 »Voor altijd samen, amen« (1999; dt. »Wir alle für immer zusammen«, 2001). Mit leichter Hand und entwaffnender Komik porträtiert Kuijer ein heranwachsendes Mädchen zwischen chaotischer Patchworkfamilie und multikulturellem Schulalltag. Voller Sympathie lässt er die elfjährige Polleke schnoddrig ihre turbulenten Erlebnisse ausbreiten, zu denen auch die liebevoll-komplizierte Beziehung zu ihrem Vater Spiek gehört, der sich als Dealer durchs Leben schlägt und sie immer wieder enttäuscht. Mit herzerfrischender Zuversicht geht Polleke auf alle Gefühlsverwirrungen zu und erlebt, wie sich hinter Zorn und Aggression oftmals Liebe und Zärtlichkeit verbergen. Kuijers »großartige Identifikationsfigur« – wie das Fachmagazin »Eselsohr« schrieb – führt dem Leser vor, dass Kinder eine eigene Meinung haben und selbst Entscheidungen treffen können. »Wir alle für immer zusammen« erhielt u.a. den Deutschen Jugendliteraturpreis (2002).

Mit »Het boek van alle dingen« (2004; dt. »Das Buch von allen Dingen«, 2006), ausgezeichnet mit dem Luchs des Jahres 2006, legte Guus Kuijer erneut einen Roman vor, der Kindern etwas zumutet, aber auch zutraut: Der neunjährige Thomas wächst im Amsterdam der fünfziger Jahre auf, mit einem gewalttätigen Vater, der als religiöser Eiferer die Familie unterdrückt. Als er die Nachbarin Frau Amersfoort kennen lernt, geht ihm eine neue Welt voller Bücher und Musik auf, und langsam wagt er erste Schritte hinaus aus der strengen grauen Welt. »So viel Kluges über Liebe und Glaube, Freiheit und Glück in alltägliche Szenen zu packen und in Dialoge, die auch mal Purzelbäume schlagen, das ist Guus Kuijers ganz große Kunst«, befand die »Neue Zürcher Zeitung«.

Guus Kuijer, dessen literarisches Werk nur vier Jahre nach der Veröffentlichung seines erstes Kinderbuchs mit dem Niederländischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur (1979) gewürdigt wurde, erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen und war zweimal für den ALMA Astrid Lindgren Memorial Award nominiert.

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