Pico Iyer Portrait
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2006, 2019.

Bibliographie

Video Night in Kathmandu

Knopf

New York, 1988

The Lady and the Monk

Knopf

New York, 1991

Falling Off the Map

Knopf

New York, 1993

Cuba and the Night

Knopf

New York, 1995

Tropical Classical

Knopf

New York, 1997

Sushi in Bombay, Jetlag in L.A.

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2002

[Ü: Carl Freytag]

Abandon

Knopf

New York, 2003

Sun After Dark

Knopf

New York, 2004

Der Dalai Lama

Politiker, religiöser Führer und Mystiker

Goldmann

München, 2008

[Ü: Erika Ifang]

The Man Within My Head

Knopf

New York, 2012

Die Kunst des Innehaltens

Ein Plädoyer für Entschleunigung

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2016

[Ü: Irmengard Gabler]

Autumn Light

Knopf

New York, 2019

A Beginner’s Guide to Japan

Knopf

New York, 2019

Pico Iyer [ Großbritannien ]

Pico Iyer wurde 1957 als Sohn indischer Eltern im englischen Oxford geboren und wuchs in England und Kalifornien auf. Er studierte Englische Literatur in Oxford und Harvard. Während der Semesterferien arbeitete er für die Reiseführer-Serie »Let’s Go«, in deren Auftrag er Dutzende griechischer, italienischer, englischer und französischer Orte besuchte. Nach seinem zweiten Magisterabschluss unterrichtete er zwei Jahre in Harvard, bevor er als Essayist, Kritiker und Redakteur für das »Time Magazine« über internationale Angelegenheiten und Kultur zu schreiben begann. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert verfasst er Essays, Reportagen, Titelgeschichten und Kritiken für internationale Zeitungen wie »The New York Review of Books«, »The Times Literary Supplement«, »Lettre International« und »Granta«.

Iyers Bücher sind Analysen der Globalisierung. Sie verbinden die Erfahrungen des Globetrotters, journalistische Akribie und umfassende Bildung mit feinsinnigem Humor, sensibler Aufnahmebereitschaft für den Geist fremder Orte und einem leidenschaftlichen Gefühl für Missverhältnisse. Sein erstes Buch »Video Night in Kathmandu« (1988) beschreibt in Berichten über zehn asiatische Länder die tragikomischen Auswirkungen des westlichen Einflusses auf den Osten. Trotz leiser Trauer über die neue Heimatlosigkeit wirft »The Global Soul« (2000; dt. »Sushi in Bombay, Jetlag in L.A.«, 2002) sowohl staunende als auch amüsierte Blicke auf die Globalisierung in Ost und West und registriert, wie Kulturen verschmelzen, ohne sich doch ganz aufzulösen. In »The Lady and the Monk« (1991; Ü: Die Frau und der Mönch) sowie in seinen beiden Romanen »Cuba and the Night« (1995; Ü: Kuba und die Nacht) und »Abandon« (2003; Ü: Abkehr) beschreibt er, wie ganze Kulturen Liebesaffären miteinander eingehen, trotz der Unsicherheit, wie sehr sie sich eigentlich voneinander angezogen fühlen. Iyer, der seit 1974 mit dem 14. Dalai Lama in Kontakt steht, lieferte mit »The Open Road« (2008; dt. »Der Dalai Lama. Politiker, religiöser Führer und Mystiker«, 2008) eine meditative Studie der globalen Reise des tibetischen Oberhaupts. »The Art of Stillness« (2014; dt. »Die Kunst des Innehaltens«, 2016) ist ein Plädoyer für Klarheit, Langsamkeit und Erdung im Zeitalter posthumaner Geschwindigkeit. Mit seinen jüngsten Büchern »Autumn Light« (2019; Ü: Herbstlicht) und »A Beginner’s Guide to Japan« (2019; Japan für Anfänger) liefert Iyer, der seit 32 Jahren in Japan lebt, einen ebenso berührenden wie amüsanten Einblick in seine Wahlheimat.

Der Autor war zweimal Fellow des Weltwirtschaftsgipfels in Davos und wurde 1995 vom Magazin »Utne Reader« mit Noam Chomsky und Václav Havel zu denjenigen hundert Persönlichkeiten gezählt, deren Visionen stark genug seien, unser Leben zu verändern. 2019 war er Ferris Professor of Journalism in Princeton, seine letzten vier TED Talks sahen sich mehr als acht Millionen Menschen an.


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