Tayari Jones
© Nina Subin

Gast des ilb 2021.

Bibliographie

Leaving Atlanta
Warner Books
New York, 2002

The Untelling
Warner Books
New York, 2005

In guten wie in schlechten Tagen
Arche
Zürich/Hamburg, 2019
[Ü: Britt Somann-Jung]

Das zweitbeste Leben
Arche
Zürich/Hamburg, 2020
[Ü: Britt Somann-Jung]

Tayari Jones [ USA ]

Tayari Jones wurde 1970 in Atlanta, Georgia, geboren. Sie studierte an der University of Iowa und der Arizona State University. Mit dem Schreiben begann sie bereits auf dem Spelman College, wo sie auf die Autorin Pearl Cleage traf, die ihr bei der Veröffentlichung ihrer ersten Erzählung »Eugenics« (Ü: Eugenik) im »Catalyst Magazine« half. Als ihr literarisches Vorbild nannte sie die erste afroamerikanische Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison.
In ihrem Romandebüt »Leaving Atlanta« (2002; Ü: Atlanta verlassen), das Jones während ihrer Studienzeit an der Arizona State University schrieb, erzählt sie eine dreiteilige Coming-of-Age-Geschichte vor dem Hintergrund der Atlanta Child Murders von 1979 bis 1981 und bezieht eigene Kindheitserfahrungen mit ein. Jonesʼ Roman wurde mit dem Hurston/Wright Legacy Award for Debut Fiction 2003 ausgezeichnet. Die Handlung ihres zweiten Romans »The Untelling« (2005; Ü: Widerrufen) spielt ebenfalls in Atlanta und zeigt die Identitätssuche einer jungen Frau, die versucht, den Verlust wichtiger Mitglieder ihrer Familie zu verarbeiten und mit Mitte zwanzig eine eigene Familie aufzubauen. Das Buch wurde mit dem Lillian Smith Book Award ausgezeichnet. »Silver Sparrow« (2011; dt. »Das zweitbeste Leben«, 2020), Jones' dritter Roman, handelt von einem Mann, der sich zwischen seinen beiden in derselben Stadt lebenden Familien aufteilt: Er hat neben seiner »offiziellen« Tochter eine zweite, von deren Existenz niemand etwas erfahren soll. Beide sind gleich alt und wohnen nicht weit voneinander entfernt. Doch ihr Leben könnte unterschiedlicher nicht sein: Während Erstere in einer heilen Welt aufwächst, muss Letztere um Anerkennung kämpfen. Ein Zusammentreffen beider Familien führt schließlich zum Umbruch. Ihren bisher größten Erfolg feierte Jones mit ihrem vierten Roman »An American Marriage« (2018; dt. »In guten wie in schlechten Tagen«, 2019). Er handelt von einem jungen afroamerikanischen Paar, dessen Leben aus den Fugen gerät, als der Ehemann wegen eines Verbrechens verhaftet wird, das er nicht begangen hat. Jones erzählt diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven – zunächst von Roy und Celestial selbst, später kommen zwei weitere Versionen von Freunden des Paares hinzu. Dadurch enthält sich Jones einer eindeutigen Parteinahme und überlässt es den Leser*innen, eigene Schlüsse zu ziehen. »So ist der Liebesroman auch ein politischer Roman: über die immer noch andauernde Rassendiskriminierung in den USA. Und das ist die Stärke dieses Romans: Die Autorin konzentriert sich voll und ganz auf ihre Figuren. Deren Gefühle wirken echt« (SRF 2 Kultur). Das Buch wurde 2018 für Oprah Winfreys Buchclub ausgewählt und gewann 2019 den Womenʼs Prize for Fiction.
Jones lehrt am College of Arts and Sciences der Emory University. Nach mehreren Jahren in New York City lebt sie nun wieder in ihrer Heimatstadt.

http://www.tayarijones.com/