Im Schulunterricht wird abstrahierend vom »Judentum« gesprochen, die jüdische Identität wird auf ihren religiösen Aspekt verkürzt. Zu groß ist die Angst, etwas Falsches zu sagen, zu schwer lastet das »Schuld-Erbe« auf den Schultern der Deutschen. Viola Roggenkamp beschreibt in ihrem Essay, wie sie nach dem Besuch einer achten Klasse zu dem Ergebnis kommt, dass ein echter Dialog nur möglich ist, wenn die Juden wieder in ihrem Selbstverständnis ernst genommen werden. Gegenseitiges Vertrauen muss erarbeitet und kann nicht eingefordert werden.

Eintritt frei