Eliot Weinberger [ USA ]
Biographie
Eliot Weinberger wurde 1949 in New York geboren, wo er auch heute lebt. Zu seinen jüngsten literarischen Veröffentlichungen zählen der Essay »An Elementary Thing« (2007), der von der »Village Voice« zu einem der »20 Best Books of the Year« gewählt wurde, und »Oranges & Peanuts for Sale« (2009; Ü: Orangen & Erdnüsse zu verkaufen). Seine Werke wurden in etwa dreißig Sprachen übersetzt. In Deutschland, wo er regelmäßig in »Lettre International« veröffentlicht, erschienen zwei Sammelbände: »Kaskaden« (2003) und »Das Wesentliche« (2008). Letzteren empfahl der »Spiegel« als eines der »Wichtigsten Bücher für Weihnachten«. »Die Zeit« schrieb: »Hinterher bleibt stilles Staunen, vielleicht ein Flüstern: Wie er diese Geschichten findet? Woher er das alles weiß?«
Seine politischen Aufsätze erschienen gesammelt in »What I Heard about Iraq« (2005; dt. »Was ich vom Irak hörte«, 2005) und »What Happened Here: Bush Chronicles« (2005; Ü: Was hier passierte: Die Bush-Chroniken). Letzterer Titel wurde vom »Times Literary Supplement« auf die Liste der internationalen Bücher des Jahres gewählt. »The Guardian« (UK) schrieb über »What I Heard About Iraq«: »Jeder Krieg hat sein klassisches Antikriegsbuch, und hier ist das des Irak.« Das Buch wurde als preisgekröntes Theaterstück adaptiert und diente als Grundlage für Kantaten, zwei preisgekrönte Hörspiele, eine Tanzperformance und verschiedene Kunstinstallationen. Es erschien oder wurde verlinkt auf Hunderttausenden von Internetseiten und wurde am 20. März 2006, dem Jahrestag der Invasion im Irak, weltweit auf etwa einhundert Veranstaltungen gelesen. Als George Bush im Juli 2006 zu Gast in Stralsund war, protestierten die Einwohner dagegen mit einer öffentlichen Lesung des Textes.
Weinberger schrieb außerdem eine Studie über Lyrikübersetzungen aus dem Chinesischen, »19 Ways of Looking at Wang Wei« (Ü: 19 Wege, Wang Wei zu betrachten), gab »The New Directions Anthology of Classical Chinese Poetry« heraus, ebenfalls eines der internationalen Bücher des Jahres des »Times Literary Supplement«, und übersetzte zwei Lyrikbände von Bei Dao. Zu seinen zahlreichen Übersetzungen der Werke von Octavio Paz gehört »Collected Poems 1957−1987« (1988; Ü: Gesammelte Gedichte 1957−1987). Seine Ausgabe von Borges’ »Selected Non-Fictions« wurde mit dem National Book Critics Circle award for criticism ausgezeichnet.
1992 erhielt Eliot Weinberger als erster Preisträger überhaupt den PEN/Kolovakos Award für die Vermittlung spanischsprachiger Literatur in den USA, 2000 wurde er als erster amerikanischer Literat mit dem Order of the Aztec Eagle von der mexikanischen Regierung ausgezeichnet. Er wird im Reiseführer »Visitor’s Key to Iceland« vorgestellt und wurde vom Kulturprojekt Dropping Knowledge als einer der »innovativsten Denker der Welt« ausgewählt. Das PEN World Voices Festival 2005 präsentierte ihn als einen »postnationalen Autor«.







