10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Wolf Biermann [ Deutschland ]

Biographie

© Hartwig Klappert
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2004, 2007, 2009.

Bibliographie

Der Dra-Dra 
Verlag Klaus Wagenbach
Berlin, 1970

Deutschland: ein Wintermärchen
Verlag Klaus Wagenbach
Berlin, 1972

Für meine Genossen
Verlag Klaus Wagenbach
Berlin, 1976

Preußischer Ikarus
Kiepenheuer & Witsch
Köln, 1978

Affenfels und Barrikade
Kiepenheuer und Witsch
Köln, 1986

Klartexte im Getümmel
Kiepenheuer & Witsch
Köln, 1990

Alle Gedichte
Kiepenheuer & Witsch
Köln, 1995

Jitzchak Ketzenelson
dtv
München, 1996

Die Drahtharfe
dtv
München, 1999

Paradies uff Erden
Kiepenheuer & Witsch
Köln, 1999

Mit Marx- und Engelszungen
dtv
München, 2000

Über Deutschland. Unter Deutschen
Kiepenheuer & Witsch
Köln, 2002

Das ist die feinste Liebeskunst
Kiepenheuer & Witsch
Köln, 2004

Heimat. [CD]
Hoffmann & Campe
Hamburg, 2006

Wolf Biermann wurde 1936 in Hamburg geboren. Der Vater, als Kommunist in Haft, wurde 1943 als Jude in Auschwitz ermordet. 1953 übersiedelte Wolf Biermann in die DDR. Studium an der Humboldt-Universität. 1957 bis 1959 Regieassistenz am Brechttheater »Berliner Ensemble«. Stark geprägt von seinem Vorbild und Mentor, dem Komponisten Hanns Eisler. Erste Lieder und Gedichte seit 1960.

Im November 1965 Beginn des totalen Auftritts- und Publikationsverbots in der DDR. Wolf Biermann wurde der radikalste Kritiker gegen die Parteidiktatur in der DDR. Veröffentlichungen in Westdeutschland.

1976 wurde Wolf Biermann gegen alle Rechtsnormen nach einem Konzert in Westdeutschland nicht in die DDR zurückgelassen. Die Ausbürgerung des kritischen Sängers löste eine ungeahnt große Protestbewegung in Ost und West aus und markiert für viele Menschen den Anfang vom Ende des SED-Regimes.

Wolf Biermann kehrte in seine Geburtsstadt Hamburg zurück. Seitdem ständige Konzertreisen sowie Veröffentlichungen in vielen Ländern der Welt.

Im November 1989 erzwangen ostdeutsche Bürgerrechtler ein erstes Biermann-Konzert in Leipzig. 1990 gehörte Biermann zu den Besetzern in der Ostberliner Stasi-Zentrale Normannenstraße, die die weitere Vernichtung der Akten des Staatssicherheitsdienstes verhinderten.

Seit dem Zusammenbruch der DDR veröffentlicht Biermann neben seiner ständigen poetischen Produktion eine Serie politisch-literarischer Essays, womit er sich wirkungsvoll in den aktuellen Streit der Politik einmischt.

Stetige Konzerttourneen in Deutschland und im Ausland.

Im Frühjahr 2006 wechselte Wolf Biermann mit seinem literarischen Werk zu dem Hamburger Verlag Hoffmann und Campe.

Im Herbst 2006 erscheint im Verlag Hoffmann und Campe ein neuer Gedichtband: »Heimat. Neue Gedichte« sowie ein gleichnamiges Hörbuch.

Wolf Biermann wurde ausgezeichnet mit Literaturpreisen, die sich an Namen wie Theodor Fontane, Jacques Offenbach, Friedrich Hölderlin, Eduard Mörike, Georg Büchner, Heinrich Heine und Joachim Ringelnatz (2006) hängen.

Im März 2007 wurde Wolf Biermann zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.

© internationales literaturfestival berlin

Wolf Biermann
© Ali Ghandtschi

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berliner festspiele