10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Lars Gustafsson [ Schweden, USA ]

Biographie

© Hartwig Klappert
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2004, 2003, 2002, 2001.

Bibliographie

Vägvila. Ett mysteriespel på prosa.

Siesta

Uppsala, 1957

Poeten Brumbergs sista dagar och död

Norstedt

Stockholm, 1959

Bröderna

Vingförlaget

Stockholm, 1960

Bakunins Reise

Literarisches Colloquium

Berlin, 1968

[Ü: Hans Magnus Enzensberger, Jürg Mahner]

Der eigentliche Bericht über Herrn Arenander

Hanser

München, 1969

[Ü: Gustav Adolf Modersohn]

Utopien

Hanser

München, 1970

[Ü: Hanns Grössel]

Herr Gustafsson persönlich

Hanser

München, 1972

[Ü: Verena Reichel]

Wollsachen

Hanser

München, 1974

[Ü: Verena Reichel]

Die unnötige Gegenwart

Hanser

München, Wien, 1975

[Ü: Verena Reichel]

Das Familientreffen

Hanser

München, Wien, 1976

[Ü: Verena Reichel]

Sigismund

Hanser

München, Wien, 1977

[Ü: Verena Reichel]

Der Tod eines Bienenzüchters

Hanser

München, Wien, 1978

[Ü: Verena Reichel]

Die Tennisspieler

Hanser

München, Wien, 1979

[Ü: Verena Reichel]

Sprache und Lüge: Drei sprachphilosophische Extremisten

Hanser

München, Wien, 1980

[Ü: Susanne Seul]

Die Stille der Welt vor Bach

Hanser

München, Wien, 1982

[Ü: Anna-Liese Kornitzky]

Eine Liebe zur Sache

Hanser

München, Wien, 1983

[Ü: Ruprecht Volz]

Erzählungen von glücklichen Menschen

Hanser

München, Wien, 1981

[Ü: Verena Reichel]

Trauermusik

Hanser

München, Wien, 1984

[Ü: Verena Reichel]

Die dritte Rochade des Bernard Foy

Hanser

München, Wien, 1986

[Ü: Verena Reichel]

Die Bilder an der Mauer der Sonnenstadt: Essays über Gut und Böse

Hanser

München, Wien, 1987

[Ü: Ruprecht Volz]

Die Kunst, den November zu überstehen und andere Geschichten

Hanser

München, Wien, 1988

Das seltsame Tier aus dem Norden und andere Merkwürdigkeiten

Hanser

München, Wien, 1989

[Ü: Verena Reichel]

Nachmittag eines Fliesenlegers

Hanser

München, Wien, 1991

[Ü: Verena Reichel]

Vorbereitungen für die Wintersaison

Hanser

München, Wien, 1992

[Ü: Verena Reichel]

Die Sache mit dem Hund

Hanser

München, Wien, 1994

[Ü: Verena Reichel]

Palast der Erinnerung

Hanser

München, Wien, 1996

[Ü: Verena Reichel]

Geheimnisse zwischen Liebenden

Hanser

München, Wien, 1997

[Ü: Verena Reichel]

Ein Vormittag in Schweden

Hanser

München, Wien, 1998

[Ü: Hans Magnus Enzensberger, Hanns Grössel, Verena Reichel]

Blom und die zweite Magenta

Hanser

München, Wien, 2001

[Ü: Verena Reichel]

Windy erzählt

Hanser

München, Wien, 1999

[Ü: Verena Reichel]

Auszug aus Xanadu

Hanser

München, Wien, 2003

[Ü: Verena Reichel, Hans Magnus Enzensberger]

Der Dekan

Hanser

München, 2004

[Übersetzung: Verena Reichel]

Risse in der Mauer. Fünf Romane

Hanser

München, Wien, 2006

[Ü: Verena Reichel]

Die Sonntage des amerikanischen Mädchens

Hanser

München, 2008

[Ü: Verena Reichel]

Jahrhunderte und Minuten

Fischer

Frankfurt am Main, 2009

[Ü: Hans Magnus Enzensberger u. a.]

Frau Sorgedahls schöne weiße Arme

Hanser

München, 2009

[Ü: Verena Reichel]

Alles was man braucht. Ein Handbuch für das Leben.

Carl Hanser Verlag

München, 2010

[Ü: Verena Reichel]

Gegen Null: Eine mathematische Phantasie

Secession Verlag für Literatur

Zürich, 2011

[Ü: Barbara M. Karlson]

Lars Gustafsson wurde 1936 in Västerås, Mittelschweden, geboren. Sein Studium der Philosophie an der Universität Uppsala und dem Magdelen College in Oxford schloss er 1978 mit einer Dissertation über drei "sprachphilosophische Extremisten" (Friedrich Nietzsche, Alexander Bryan Johnson und Fritz Mauthner) ab. Bereits mit 21 Jahren veröffentlichte Gustafsson mit „Vägvila. Ett mysteriespel på prosa“ (Ü: Wegesrast. Ein Mysterienspiel in Prosa) seinen ersten Roman. Sein "eigentliches Debüt" datiert der Schriftsteller selbst allerdings erst auf 1959, dem Erscheinungsjahr des Romans "Letzte Tage und Tod des Dichters Brumberg".

Ab 1960 war Gustafsson Redakteur, von 1965 bis 1972 Chefredakteur der schwedischen Literaturzeitschrift "Bonniers Litterära Magasin". Danach unternahm er ausgiebige Reisen. An verschiedenen Universitäten, u. a. auch in West-Deutschland, hatte er Gastdozenturen inne. 1972/73 führte ihn ein Stipendium des DAAD nach Berlin. Gustafsson hatte sich bereits international als Schriftsteller und Wissenschaftler einen Namen gemacht, als er 1982 beschloss, sich in einen völlig neuen Rahmen zu begeben: Er siedelte in die USA über, heiratete erneut und konvertierte zum Judentum. In Austin, Texas, unterrichtete der Autor als Adjunct Professor für Germanic Studies. Bereits 1983 nahm er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an, und er lebt noch heute in Austin, wo er an der Universität Philosophie lehrt. Für sein umfangreiches Werk erhielt der Autor unter anderem den europäischen Essay-Preis Charles Veillon (1983), den Bellman-Preis der Schwedischen Akademie (1990) und den schwedischen Pilot-Preis (1996). Seit 2000 ist er Mitglied der Akademie der Schönen Künste in München. In Deutschland wurde Gustafsson in den siebziger Jahren zuerst durch seine Lyrik bekannt. Sein Werk ist geprägt von der starken Wechselbeziehung zwischen Themen des Philosophen und Literaturwissenschaftlers Gustafsson und des Geschichtenerzählers bzw. Poeten. Die Suche nach Identität, das moralische Bewusstsein, die Beziehung zwischen persönlicher Erfahrung und Selbstreflexion sowie eine philosophisch untermauerte Sprachskepsis sind die Ausgangspunkte der Fragestellungen, die Gustafsson in seine Romane, Gedichte und Essays einbettet. Seit den Romanen, die später die Folge "Die Risse in der Mauer" (in Deutschland 2006 erschienen) bildeten, zählt Gustafsson international zu den bekanntesten Schriftstellern Skandinaviens. Der Autor benutzt hier Motive aus Kriminalromanen, um die Zerbrechlichkeit einer Weltanschauung darzustellen, die auf Ausdrücken wie "gut", "böse" oder der Vorstellung von persönlicher Integrität basiert.

Lars Gustafsson ist ein Meister der verschiedensten literarischen Genres. In jüngster Zeit wurden in dem Band „Augenblick und Gedicht“ (2006) seine „Vorlesungen im Rahmen der Tübinger Poetik-Dozentur 2006“ publiziert.

© internationales literaturfestival berlin

[http://www.utexas.edu/depts/german/faculty/gustafsson.html]

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