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Witi Ihimaera [ Neuseeland ]

Biographie

© Penguin-Books
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Gast des ilb 2003.

Bibliographie

Dear Miss Mansfield
Viking
Auckland, 1989
 
The Dream Swimmer
Penguin
Auckland, 1997
 
Aroha
Isele
Eggingen, 1999
Übersetzung: Maria von der Ahé
 
The Uncle´s Story
Penguin
Auckland, 2000
 
Woman Far Walking
Reed
Auckland, 2000
 
Nights in the Gardens of Spain
Reed
Auckland, 2001
 
Pounamu, Pounamu
Heinemann
Auckland, 2002
 
Sky Dancer
Penguin
Auckland, 2003
 
The Whale Rider
Rowohlt
Reinbek, 2003
Übersetzung: Sabine Schulte
 
The Matriarch
Reed
Auckland, 2003
 
Band of Angels
Robson Books
London, 2005
 
The Rope of Man
Reed
Auckland, 2005

The Amazing Adventures of Razza the Rat
Reed
Auckland, 2006

Übersetzer: Olga und Erich Fetter, Sabine Schulte, Maria von Ahé

Witi Ihimaera wurde 1944 in Gisborne, Neuseeland, geboren. Er gehört zum Volk der Maori, den neuseeländischen Ureinwohnern, und gilt als eine ihrer wichtigsten Stimmen. Vor seiner Karriere als Schriftsteller arbeitete Ihimaera als Journalist, und er schloss 1971 an der Victoria University in Wellington ein Anglistikstudium ab. Der Erfolg seines ersten Romans verschaffte ihm 1973 einen Posten im Außenministerium, für das er bis 1990 als Autor, Diplomat und Konsul in Neuseeland, Canberra, New York und Washington tätig war. Abgesehen von einem Aufenthalt als Katherine-Mansfield-Fellow 1993 in Menton, Frankreich, lehrt er seit 1990 an der University of Auckland Creative Writing sowie Anglistik mit der Spezialisierung auf die Literatur Neuseelands und des südpazifischen Raums.
Ihimaera war der erste Maori-Schriftsteller, dessen Arbeiten veröffentlicht und so Lesern anderer Kulturen zugänglich gemacht wurden. Gleich sein 1972 erschienenes Kurzgeschichten-Debüt „Pounamu, Pounamu“ gewährt einen Einblick in das Leben unterschiedlichster Maori. Dabei ist es die „emotionale Landschaft“ seines Volkes, auf die es ihm in seinen Anfangswerken, wie dem ersten Roman „Tangi“ (1973), zunächst ankommt. Ihimaera versteht sich als Mittler zwischen den Kulturen der Maori und der Pakeha, den europäischstämmigen Neuseeländern. Dazu verarbeitet er mündlich tradierte Erzählungen und Mythen der Ureinwohner in seinen englischsprachigen Texten, in die Maori-Begriffe organisch einfließen und ihnen eine eigentümliche Schönheit verleihen. Seine Erzählweise ist „schlicht und geradlinig, seine Geschichten sind schnörkellos realistisch“, wie Georg Sütterlin schreibt. Es ist die konfliktreiche politische und soziale Realität der neuseeländischen Gesellschaft, die Ihimaera vor allem in den Romanen ab 1986 thematisiert. Sein beliebtester, von den Maori meist akzeptierter Roman stammt aus dieser Zeit: „The Whale Rider“ (1987), dessen Verfilmung (2003) internationale Preise erhielt. Er erzählt die märchenhafte Geschichte des Mädchens Kahutia Te Rangi, die durch ihre Freundschaft mit einem Wal die Verbindung ihres Stammes zu seinen Ahnen wiederherstellt und ihn so vor dem Auseinanderbrechen in der modernen Welt bewahrt.
Für viele seiner Romane und Erzählungen wurde Ihimaera mit dem James-Wattie/Montana-Buchpreis, dem wichtigsten Literaturpreis Neuseelands, ausgezeichnet. 2004 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Victoria University of Wellington, Neuseeland, und ging mit einem Fulbright-Stipendium an die George Washington University in Washington D.C. Neben seinen literarischen Arbeiten ist er Herausgeber zahlreicher Anthologien, Autor mehrerer Opernlibretti und des Theaterstücks „Woman Far Walking“ (2000). Dem deutschen Leser bietet der Erzählband „Aroha. Maori-Geschichten aus dem Jadeland“ (1999) einen Querschnitt durch Ihimaeras erzählerisches Schaffen. Das Kinderbuch „The Amazing Adventures of Razza the Rat“ (2006) ist seine neueste Veröffentlichung.

© Ute Stollreiter

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