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Fatou Keïta [ Côte d'Ivoire ]

Biographie

© Frederking & Thaler Verlag
© Frederking & Thaler Verlag

Gast des ilb 2003.

Bibliographie

Sinabani, la petite dernière 
Ed. Nouv. Ivoiriennes 
Abidjan, 1997 
  
La voleuse de sourires 
Akpagnon 
Lomé, 1998 
  
Le coq qui ne voulait pluschanter 
Ed. Nouv. Ivoiriennes 
Abidjan, 1999 
  
Die Diebin des Lächelns 
KiK-Verlag 
Berg am Irchel, 1999 
Übersetzung: Yvonne Lüssi 
 
Der kleine blaue Junge 
KiK-Verlag 
Berg am Irchel, 1999 
Übersetzung: Yvonne Lüssi 
 
Les billes de Karim 
Ed. Nouv. Ivoiriennes 
Abidjan, 2001 
  
Die stolze Rebellin 
Ullstein 
München, 2003 
Übersetzung: Sigrid Groß 
 
 
Übersetzer: Sigrid Groß, Yvonne Lüssi

Fatou Keïta wurde in Soubré, Elfenbeinküste, geboren. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie aus familiären Gründen in Frankreich, wo sie zunächst auch die Grundschule besuchte. Nach dem Abitur begann sie 1976 ein Studium der Anglistik an der Polytechnic of Central London, das sie dann später an der Université d’Abidjan, Elfenbeinküste, weiterführte und 1981 mit der Maîtrise in Englischer Literatur und Sprache abschloss. Drei Jahre später folgten ihre Promotion an der Université de Caen, Frankreich und eine Anstellung an der Université de Cocody in Abidjan.

Neben ihrer akademischen Lehrtätigkeit begann Fatou Keïta in den neunziger Jahren Kinderliteratur zu schreiben. „La vouleuse de sourires“ von 1996 (dt. „Die Diebin des Lächelns“, 1999) erzählt von einem kleinem Dorf, in dem die Menschen alle Lebensfreude verloren zu haben scheinen. Eine böse Hexe hat den Bewohnern von Yéléko das Lächeln gestohlen, und nur die gewitzte, kleine Soukey vermag am Ende durch ihren Charme, die Fröhlichkeit ihrer Mitmenschen zurückzuerobern. Ihr Buch „Le petit garçon bleu“ (dt. „Der kleine blaue Junge“, 1999) wurde 1994 mit dem ersten Preis der ACCT (Agence de coopération culturelle et technique) ausgezeichnet. Der Titelheld der Geschichte stößt wegen seiner ungewöhnlichen Hautfarbe bei den anderen Kindern im Dorf zunächst auf Spott und Ablehnung; nach einiger Zeit lernen die Kinder jedoch, den kleinen blauen Jungen zu akzeptieren und den Wert seiner Andersartigkeit zu schätzen.

Ein Fullbright Stipendium, das sie 1995 an die University of Charlottesville, Virginia führte,  markierte für Fatou Keïta eine neue Phase in ihrem wissenschaftlichen und literarischen Denken. Sie entdeckte die Werke von Alice Walker und Toni Morrison und begann mit der Arbeit an ihrem ersten Roman. „Rebelle“ (dt. „Die stolze Rebellin“, 2000) behandelt die erst in den letzten Jahren öffentlich thematisierten Lebensbedingungen afrikanischer Frauen. Malimouna, die junge Heldin des Romans, flieht vor Beschneidung und Zwangsverheiratung aus ihrem Dorf und hofft in Paris auf ein besseres Leben. Eine schnelle Heirat erweist sich als schlimmer Fehler. Als die Misshandlungen durch ihren Mann schließlich unerträglich werden, findet sie den Mut, sich gegen die Gewalt aufzulehnen und ermuntert auch andere Frauen, endlich die Scham und das Schweigen über ihr Leiden zu überwinden.

Auch nach dem Erfolg von „Rebelle“ bleibt die Autorin der Kinderliteratur treu und veröffentlicht unter anderem eine Fortsetzung von „La vouleuse de sourires“.

Fatou Keïta lehrt und schreibt in Abidjan, Elfenbeinküste.

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