10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Alberto Ruy Sánchez [ Mexiko ]

Biographie

© Hartwig Klappert
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2003.

Bibliographie

Los demonios de la lengua

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La Orquesta

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México, 1987

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/u1:p> Los nombres del aire

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Joaquin Mortiz

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México, 1987

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/u1:p> La inaccesible

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Taller Martin Pescador

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México, 1990

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/u1:p> Octavio Paz – Leben und Werk

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Suhrkamp

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Frankfurt/Main, 1991

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Übersetzung: Thomas Brovot

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/u1:p> En los labios del agua

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Alfaguara

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México, 1996

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/u1:p> Diálogos con mis fantasmas
Universidad Nacional Autónoma de México

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México, 1997

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/u1:p> La huella del grito

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Solar editores

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México, 2002

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/u1:p> Los jardines secretos de Mogador

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Alfaguara

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Madrid, 2002

Übersetzer: Thomas Brovot, Leopold Federmair

Alberto Ruy Sánchez wurde 1951 in Mexiko-Stadt geboren. Nach dem Studium der Informations- und Kommunikationswissenschaften an der Universidad Iberoamericana in Mexiko-Stadt lebte er von 1975 bis 1982 in Paris, wo er bei Roland Barthes, Gilles Deleuze und Jacques Rancière seine Studien u. a. in den Bereichen Film und Philosophie erweiterte und 1980 promovierte. Seitdem arbeitet Ruy Sánchez als Schriftsteller und Herausgeber. Von 1984 bis 1986 war er Redaktionssekretär der legendären, von Octavio Paz herausgegebenen Zeitschrift „Vuelta“. Seit 1988 ist er Herausgeber der renommierten Kunstzeitschrift „Artes de México“ und Leiter des gleichnamigen Verlags in Mexiko-Stadt.

Zu der Literatur, die Ruy Sánchez beeinflußt hat, gehört der Roman „Unterwegs“ von Jack Kerouac, sowie die Werke von Herman Melville, Ezra Pound, William Carlos Williams, Langston Hughes und Robert Frost. Ruy Sánchez hat bislang knapp 20 Werke veröffentlicht, die in verschiedene Sprachen übersetzt worden sind, u. a. ins Englische, Französische und Arabische, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Sein Romanerstling „Los nombres del aire“ (Ü: Die Namen der Luft) wurde 1987, noch im Jahr des Erscheinens, mit dem Xavier Villaurrutia Preis, dem wichtigsten Literaturpreis Mexikos, ausgezeichnet und gilt seither als Kultbuch, das jährlich Neuauflagen erlebt. Der Kurzroman beschreibt das erwachende Begehren einer jungen Muslimin und ihre rastlosen Streifzüge durch Stadt Mogador auf der Suche nach erotischer Erfüllung. Ruy Sánchez verbindet hier Elemente des magischen Realismus mit arabischer Mystik und beschwört eine Stimmung von Sinnlichkeit und Spiritualität im islamischen Alltag. Mogador ist der alte Name der Stadt Essaouria an der marokkanischen Atlantikküste und bildet den imaginären Mittelpunkt des narrativen Labyrinths in Ruy Sánchez Werk, zu dem er in späteren Werken immer wieder zurückkehrt, z.B. in der Erzählung „De cómo llegó a Mogador la Melancolía“ (1999, Ü: Wie die Melancholie nach Mogador kam) oder seinen neusten Prosawerken "Los jardines secretos de Mogador" (2002; Ü: Die geheimen Gärten von Mogador) oder "Nueve Veces El Asombro" (2005; Ü: Neunfaches Erstaunen).

Neben Romanen und Erzählungen hat Ruy Sánchez auch Gedichte, darunter einen Haiku-Zyklus, und umfangreiche Essaysammlungen veröffentlicht. Seine Arbeiten zur Literatur, Kunst, Philosophie, zur Erotik und zum Film haben ihm den Ruf „eines der besten Essayisten Mexikos“ (Octavio Paz) eingebracht. Auf Deutsch ist von Ruy Sánchez die ebenfalls ausgezeichnete Monographie „Octavio Paz: Leben und Werk. Eine Einführung“ erschienen (1991). Im Jahr 2000 wurde er zum Officier de l'Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Er lehrte an der Stanford University und leitete bis 2003 das Sommerprogramm im Fach Kreatives Schreiben am kanadischen Banff Centre for the Arts. Ruy Sanchez lebt in Mexiko-Stadt.

© internationales literaturfestival berlin

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