10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa

Eduardo Mendoza [ Spanien ]

Biographie

© Jerry Bauer / Suhrkamp Verlag
© Jerry Bauer / Suhrkamp Verlag

Gast des ilb 2002.

Bibliographie

Die Stadt der Wunder
Suhrkamp
Frankfurt/Main, 1989
Übersetzung: Peter Schwaar
 
Das Geheimnis der verhexten Krypta
Suhrkamp
Frankfurt/Main, 1990
Übersetzung: Peter Schwaar
 
Die Wahrheit über den Fall Savolta
Suhrkamp
Frankfurt/Main, 1991
Übersetzung: Peter Schwaar
 
Die unerhörte Insel
Suhrkamp
Frankfurt/Main, 1993
Übersetzung: Peter Schwaar

Nichts Neues von Gurb
Rowohlt
Reinbek, 1996
Übersetzung: Michael Hofman

Das Jahr der Sintflut

Suhrkamp
Frankfurt/Main, 1997
Übersetzung: Peter Schwaar
 
Eine leichte Komödie
Suhrkamp
Frankfurt/Main, 1998
Übersetzung: Peter Schwaar
 
Niemand im Damensalon
Suhrkamp
Frankfurt/Main, 2002
Übersetzung: Peter Schwaar

La aventura del tocador de Señoras
Seix Barral
Barcelona, 2003

Barcelona. Eine Stadt erfindet die Moderne (mit Cristina Mendoza)
Insel
Frankfurt/Main, 2006
Übersetzung: Peter Schwaar

Mauricios Wahl
Suhrkamp
Frankfurt/Main, 2007
Übersetzung: Peter Schwaar

Übersetzer: Michael Hofmann, Peter Schwaar

Der Romancier Eduardo Mendoza wurde 1943 in Barcelona geboren. Nach seinem Jurastudium von 1960 bis 1965 arbeitete er für einige Jahre als Anwalt in einer Bank. 1973 kehrte er dem damals noch faschistischen Spanien den Rücken, um in New York bis 1982 für die Vereinten Nationen als Übersetzer zu arbeiten. 1975, nur wenige Monate vor dem Tod Francos, erschien Mendozas erster Roman „La verdad sobre el caso Savolta“ (dt. „Die Wahrheit über den Fall Savolta“, 1991), dessen urs pr ünglicher Titel „Los soldados de Cataluña“ (Ü: Die Soldaten Kataloniens) der Zensur zum Opfer gefallen war. Wegen seines kritischen Tons wurde das Buch als Roman des demokratischen Wechsels gefeiert und ein Jahr nach seinem Erscheinen mit dem „Premio de la Crítica“ ausgezeichnet. Antonio Drove verfilmte den Stoff in den Jahren 1978-1980. Vier Jahre später bewies Mendoza mit „El misterio de la cripta embrujada“ (dt. „Das Geheimnis der verhexten Krypta“, 1990) sein parodistisches Können. Mit Versatzstücken aus Pikaro-Roman und amerikanischen Detektivgeschichten entlarvt der Roman mit viel schwarzem Humor die Absurditäten des großstädtischen Lebens. Die Fortsetzung, „El laberinto de las aceitunas“ (Ü: Das Olivenlabyrinth), erschien 1982. Im selben Jahr kehrte der Autor nach Barcelona zurück, um mit der Arbeit an seinem bis heute erfolgreichstem Roman zu beginnen, der 1986 erschien: Der Barcelona-Roman „La ciudad de los pr odigios“ (dt. „Die Stadt der Wunder“, 1989) stellte ihn endgültig an die Spitze der zeitgenössischen spanischen Literatur. An die Tradition des historischen Romans angelehnt, erzählt „La ciudad de los pr odigios“ in ironischer Weise die Geschichte Onofre Bouvilas, eines jungen Mannes aus einfachen Verhältnissen, der im Barcelona zwischen den beiden Weltausstellungen von 1888 und 1929 zu Reichtum und Macht kommt. Anfangs katalanischer Anarchist, dann Verkäufer von Haarwuchsmitteln, erarbeitet und erschwindelt sich Onofre seinen Weg zum Erfolg, bis er schließlich als reichster Mann Spaniens in allen politischen Machtzentren ein- und ausgeht. Der – 1999 von Mario Camus verfilmte – Roman feierte auch im Ausland große Erfolge. Die französische Zeitschrift „Lire“ wählte „La ciudad de los pr odigios“ 1988 zum besten Buch des Jahres. 1990 begann Mendoza in der Tageszeitung „El País“ mit der Veröffentlichung eines Fortsetzungsromans, der 1991 unter dem Titel „Sin noticias de Gurb“ (dt. „Ohne Nachricht von Gurb“, 1996) erschien. Ein Jahr später folgte mit „El año del diluvio“ (dt. „Das Jahr der Sintflut“, 1997) ein weiterer erfolgreicher Roman, der 2003 von Jaime Chávarri verfilmt werden sollte. Nach „Una comedia ligera” (1996; dt. „Eine leichte Komödie“, 1998) gewann Eduardo Mendoza mit „La aventura del tocador de señoras“ (2001; dt. „Niemand im Damensalon“, 2002) auf der Madrider Buchmesse den Preis der Buchhändler für das „Beste Buch des Jahres 2001“. Neue literarische Wege beschritt Mendoza 2003 mit „Barcelona modernista“ (dt. „Barcelona. Eine Stadt erfindet die Moderne“; 2006), einer illustrierten Kultur- und Sozialgeschichte Barcelonas, die er zusammen mit Cristina Mendoza verfasste. Inzwischen liegt auch sein jüngster Roman “Mauricio o las elecciones pr imarias” (2006; dt. "Mauricios Wahl", 2007) in deutscher Übersetzung vor. Eduardo Mendoza lebt in Barcelona.

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