10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Anja Tuckermann [ Deutschland ]

Biographie

© Peter Jost
© Peter Jost

Gast des ilb 2001.

Bibliographie

Mooskopf
Luchterhand
Darmstadt, 1988

Muscha
Klopp
München, 1994

Ein Buch für Yunus
Klopp
München, 1997

David Tage Mona Nächte
Carlsen
Hamburg, 1999

Horror oder Heimat?
Jugendliche in Berlin-Hellersdorf
Archiv der Jugendkulturen
Berlin, 1999

Nicht sprechen, nicht schweigen, nicht gehen, nicht bleiben
Ravensburger
Ravensburg, 2000

Die Haut retten
Pendo
Zürich, München, 2000

Suche Oma
Ravensburger
Ravensburg, 2001

Mutgeschichten
Ravensburger
Ravensburg, 2004

Weggemobbt
Arena
Würzburg, 2005

Denk nicht, wir bleiben hier
Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner
Hanser
München, 2005

Das verschluckte Lachen
Sauerländer
Düsseldorf, 2007

Mano. Der Junge, der nicht wusste, wo er war
Hanser
München, 2008

Heimat ist da, wo man verstanden wird
Junge VietnamesInnen in Deutschland
Archiv der Jugendkulturen
Berlin, 2008

Die Möwe und ein Meer von Farben
Thienemann
Stuttgart, 2011

Adile – Ein Mädchen aus Istanbul
Klett Kinderbuch
Leipzig, 2011

Anja Tuckermann wurde 1961 geboren und wuchs in Berlin auf. Sie schreibt Romane für Kinder und Erwachsene, Theaterstücke, Gedichte und Libretti.

Von 1980 bis 1987 war sie in der feministischen Mädchenarbeit tätig, gründete den Treffpunkt Mädchenladen Spandau und die Kinderzeitschrift »Tigermädchen«.

Zwischen 1988 und 1991 arbeitete sie als Redakteurin beim RIAS-Kinderfunk (später DeutschlandRadio Berlin), von 1992 bis 1997 freiberuflich für die Redaktion.

Von 1998 bis 1999 war Anja Tuckermann Stadtschreiberin des Berliner Bezirks Hellersdorf. »Mir wird vor allem die Freundschaft mit den jungen Leuten bleiben«, sagt die Autorin. Ihre Interviews mit den Jugendlichen des Berliner Randbezirks sind in ihrem Buch »Horror oder Heimat? – Jugendliche in Berlin-Hellersdorf« nachzulesen. Gesprochen wird dort über Träume, Hoffnungen, aber auch über Drogenkonsum und Fremdenfeindlichkeit. Letzteres ein Thema, das als Auseinandersetzung mit dem ›Anders‹-Sein oder mit dem ›Anders‹-Gesehenwerden auch in ihrem Roman »Muscha«, der 1994 das rote Tuch erhielt und in dem Theaterstück »Asra – Die von Gegenüber« verarbeitet wird.

Für mehrere ihrer Werke wurde sie ausgezeichnet. Sie erhielt u.a. den Hans-im-Glück-Preis 2000 für »David Tage Mona Nächte«, den Jugendliteraturpreis für »Denk nicht, wir bleiben hier – Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner« und den Friedrich-Gerstäcker-Preis 2009 für »Mano – Der Junge, der nicht wusste, wo er war«. Anja Tuckermann lebt in Berlin.

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