10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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USA

USA

Die USA gilt historisch als Einwanderungsland schlechthin. In den vergangenen Jahrhunderten gab es immer wieder Einwanderungswellen. Dabei sind nicht nur die Länder zahlreich, aus denen die Immigranten kommen, auch die Gründe reichen von Arbeitsmangel in der Heimat über Flucht vor Gewalt und Krieg bis zur Deportation und Sklavenarbeit. An den Herausforderungen, die die große Zahl an Flüchtlingen weltweit mit sich bringt, beteiligen sich die USA derzeit allerdings fast ausschließlich finanziell. Seit Beginn der Konflikte in Syrien haben die USA lediglich 1700 Syrer aufgenommen. Im beginnenden Präsidentschaftswahlkampf werden die unterschiedlichsten Forderungen zum Umgang mit Flüchtlingen laut. Während Donald Trump sich die USA ohne Flüchtlinge wünscht und sogar eine Mauer zwischen den USA und Mexiko bauen lassen will, „mehren sich vor allem bei den Demokraten die Stimmen, die eine aktivere Flüchtlingspolitik fordern.“[1] Die Frage nach dem Umgang mit den Flüchtlingen, die über die Grenze zu Mexiko in die USA kommen möchten, wird allerdings schon sehr viel länger debattiert.

 

Teilnehmende Autorin: Nora Bossong


Nora Bossong, 1982 in Bremen geboren, studierte in Berlin, Leipzig und Rom Philosophie und Komparatistik. Ihr Romandebüt "Gegend" erschien 2006. Zwei Jahre später erhielt sie ein New-York-Stipendium des Deutschen Hauses, das ihr einen zehnwöchigen Arbeitsaufenthalt in New York ermöglichte. Darauf folgten die Werke "Webers Protokoll" (2009), "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" (2012) sowie „36,9°“. Zudem erschienen die Gedichtbände "Reglose Jagd" (ZuKlampen, 2007) und "Sommer vor den Mauern" (Hanser 2011), für welchen ihr 2012 der Peter-Huchel-Preis zugesprochen wurde. Außerdem sie erhielt verschiedene weitere Auszeichnungen, darunter der Kunstpreis Berlin in der Sparte Literatur und dem Roswitha-Preis. Ihre journalistischen Texte erschienen u.a. in der ZEIT, der taz und auf fazonline. Im Februar 2017 erscheint ihr neues Werk „Rotlicht“.