10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Litauen

Litauen

Die baltischen Staaten haben wenig Erfahrung mit der Aufnahme und dem Umgang mit Geflüchteten. Wenigen Menschen wird in Litauen überhaupt Asyl gewährt. Im Jahr 2015 wurden insgesamt ca. 300 Asylanträge gestellt, wovon über die Hälfte jedoch abgelehnt wurde. Hierbei werden Flüchtlinge aus Litauens Nachbarländern, wie zum Beispiel Russland, gegenüber Asylsuchenden aus Drittländern bevorzugt aufgenommen. Nur widerwillig stimmte die litauische Regierung im September 2015 zu, im Rahmen des EU-Relocation Programms innerhalb der nächsten zwei Jahre 1.105 Flüchtlinge aufzunehmen. Tatsächlich sind von ihnen aber nur 214 im Land angekommen (Stand Januar 2017 [1]). Unterstützung in ihrem neuen Leben erhalten sie durch den Staat jedoch kaum, stattdessen werden sie eher von der übrigen Bevölkerung isoliert, als dass sie am alltäglichen Leben teilnehmen würden.

 

Teilnehmender Autor: Nils Mohl


 

Nils Mohl wurde 1971 in Hamburg geboren. Mit Ende zwanzig begann er zu schreiben, sein Debütroman „Kasse 53“ erschien 2008. Darauf folgten weitere Veröffentlichungen, wie zum Beispiel die Kurzgeschichtensammlung „Ich wäre tendenziell für ein Happy End“ (2009) und den Roman „Es war einmal Indianerland“ (2011), wofür er für den Jugendliteraturpreis nominiert war. Für seine Werke erhielt Nils Mohl verschiedene Auszeichnungen, darunter der MDR-Literaturpreis und dem Literaturförderpreis der Stadt Hamburg für seine Kurzgeschichten sowie der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis (2011) und das Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium (2012). Er lebt gegenwärtig in Hamburg.

Eine ausführliche Biografie finden Sie hier.


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[1] https://ec.europa.eu/home-affairs/sites/homeaffairs/files/what-we-do/policies/european-agenda-migration/press-material/docs/state_of_play_-_relocation_en.pdf