10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Lange Nacht der internationalen Lyrik. Mit Anneke Brassinga [Niederlande], Brian Brett [Kanada], Andri Snær Magnason [Island], Afrizal Malna [Indonesien], Hala Mohammad [Syrien/F], Charl-Pierre Naudé [Südafrika], Ian Wedde [Neuseeland] und Yang Lian [Chin

13.09.2014 19:00 Uhr
Literaturen der Welt
Vor dem Alten Museum Mitte
Autoren
Moderation
Sprecher
Preis 0 Euro
Ticketinfos

Vor der Kulisse des Alten Museums präsentiert das ilb ein Panorama des Formen- und Sprachenreichtums der internationalen Gegenwartslyrik: Die »Sprachmagierin« der niederländischen Poesie, Anneke Brassinga, stellt in ihren Gedichten ein einzigartiges Gespür für das Material der Sprache unter Beweis, das oftmals selbst im Vordergrund der Texte steht. Der kanadische AutorBrian Bretterkundet in seinen Gedichten die Beziehung des Menschen zur natürlichen Unordnung der Dinge, wobei er das Besondere im Gewöhnlichen sucht und findet. Andri Snær Magnason ist »einer der vielfältigsten, interessantesten Künstler Islands« (»Die Zeit«). Seine »Bónus-Supermarktgedichte« treffen ins Herz der kapitalistischen Gesellschaft. Die sprachkritischen Gedichte Afrizal Malnas kennzeichnen den Autor als eine sehr eigene Stimme der indonesischen Literaturszene. Das komplizierte Verhältnis von Sprache, Körper und Raum erforscht er in seiner Lyrik mit viel Witz und Esprit. Die syrische Lyrikerin Hala Mohammad gehört zu einer Generation moderner arabischer Dichterinnen, die ihre individuellen Erfahrungen als Frauen und Intellektuelle in der arabischen Welt zum Ausdruck bringen. Ihre Gedichte zeugen von Spontaneität und unverfälschten Sinneseindrücken. Charl-Pierre Naudé hat im Zwielicht der Post-Apartheid zu seiner Stimme gefunden: Er erzählt in seinen Gedichten das Politische im Privaten, schreibt auf Afrikaans und Englisch und wurde für sein herausragendes Lyrikdebüt mit dem Ingrid-Jonker-Preis geehrt. Die Gedichte des neuseeländischen »Poet Laureate«, Ian Wedde, gleichen einer rhapsodischen Mischung aus Angst und Humor. Der chinesische Lyriker Yang Lian lebt seit dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Exil – seine Gedichte sind von Motiven wie Sterblichkeit und Tod gezeichnet, wirken immer wieder schockierend und reißen den Leser aus der alltäglichen Lebenstrance.

Bei Regen findet die Veranstaltung im Collegium Hungaricum Berlin statt.

Eintritt frei


abgelegt unter: