Pressestimmen 2001-2007
PRESSESTIMMEN 2007
Und bei
über 200 Veranstaltungen mit deutlich mehr als 200 Autoren aus aller
Welt bleibt überdies reichlich Raum für Entdeckungen in diesen 13 Tagen
Ausnahmezustand, in denen das "ilb" die ganze Stadt mit literarischen
Events flutet.
Kai Schmidt, tip-Magazin, 22.08.2007
Das diesjährige internationale
Literaturfestival ist ganz darauf angelegt, seine bisherigen Ausgaben
zu übertrumpfen - was Ehrgeiz, Ausmaß und Güte der Programmauswahl
angeht. Außer den erstklassigen und preisgekrönten Autoren aus aller
Welt, sind dieses Jahr Schriftsteller wie Willie Perdomo und Sapphire
eingeladen, deren Werk, ohne etwa marginal zu sein, doch weit genug vom
Mainstream entfernt ist, um dem Festival so etwas wie Bodenhaftung und
Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Eve Lucas, ExBerliner, September 2007
Und dass das Internationale
Literaturfestival Berlin (kurz: ilb) taugt - der ungeheuren Stadt und
ihren unternehmungslustigen Menschen, der (Welt-) Literatur und ihren
weltstädtischen Lesern - darf mittlerweile als unstrittig gelten.
Wieland Freund, Die Welt, 04.09.2007
Das Programm ist trotz vorgeblicher
Verschlankung immens und die Angebotsfülle nahezu unübersichtlich. Aber
das macht gerade den Charme dieses Festes der Literaturen aus. (...)
Für das Publikum jedoch ist "ausverkauft" eine Chance. Wer seine Promis
nicht leibhaftig erleben kann, braucht sein Enttäuschung nicht an der
Bar des Festspielhauses zu ertränken - gleichwohl man da die besten
Bekanntschaften macht. Im Gewusel der
Gleichzeitigkeiten lässt sich viel Unbekanntes entdecken. Und nur das
kann einem über das unausweichlich kommende Winterloch hinweghelfen.
Sabine Vogel, Berliner Zeitung, 04.09.2007
Das diesjährige internationale
Literaturfestival Berlin: diese chaotische (sagen die einen), wunderbar
quirlige (sagen die anderen), auf jeden Fall unüberblickbar bunte
Veranstaltungsreihe, die bis zum 16. September Literaturstars,
Neuentdeckungen, und Diese-Autoren-müssen-auch-aufs-Podium vorstellt.
Dirk Knipphals, taz, 06.09.2007
Wenn es so etwas wie eine heterogene
Homogenität gibt, dann ist es das, was man beim 7. internationalen
literaturfestival berlin vorfindet, das gerade im Haus der Berliner
Festspiele stattfindet. Oder ist es eine homogene Heterogenität? In
jedem Fall ist es sehr harmonisch und sehr vielseitig, vor allem
Letzeres. (...) Was für ein schöner und interessanter Abend auf diesem
politischen Festival der Weltoffenheit, mit kulturellem Austausch auf
Augenhöhe unterschiedlich großer Menschen.
Meike Hauck, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 09.09.2007
Die einzelnen Veranstaltungen sind
sorgsam gemacht und bringen unerfreuliche politische Themen einem
großen Publikum erstaunlich nahe.
Wiebke Porombka, taz, 11.09.2007
Berlin ist ein Wunder. Zwölf Abende lang strömten die Besucher
zum internationalen Literaturfestival. (...) Zu feiern gab es aber vor
allem, dass das im siebten Jahr geradezu etablierte Festival inzwischen
chaosfrei und professionell durchorganisiert abgelaufen war.
Sabine Vogel, Berliner Zeitung, 17.09.2007
Das diesjährige Berliner
Literaturfestival gab neue Einblicke in die dichterischen Phantasien
einer globalisierten Welt. (...). Das Berliner Literaturfestival hat
(...) immer in beide Richtungen geschaut, auf die gute ebenso wie auf
die populäre Literatur. (...) Der Kern, das sind die Begegnungen mit
jenen Autoren, deren Werk mit Auflagenrekorden und Bestsellerlisten
noch nichts zu schaffen hat. Nicht, dass man ihnen den Erfolg
hierzulande nicht wünschen würde. Aber sie schreiben noch ohne
Rücksicht auf ihn, ohne Blick auf ihr deutsches Publikum. Sie sind wie
Reisende, die gerade angekommen sind: Sie bringen den Duft der Fremde
mit.
Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2007
Hörsturz der Literatur. Unbekannte
Namen leuchten, bekannte Autoren verglühen vor dem Publikum: Das
Berliner Literaturfestival setzt die Betriebsregeln außer Kraft
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2007
Schreiber ist eben Enthusiast (...) und
sein Enthusiasmus hat sich nicht nur auf sein Team übertragen (...),
sondern auch in eine Produktivität und Professionalität umgewandelt
worden, die durchaus beachtlich ist. Das gilt für das Festival als
Ganzes: Das Programm ist deutlich verschlankt worden, und durch die
Anbindung an die Berliner Festspiele hat das Festival neben der
inhaltlichen auch eine örtliche Konzentration bekommen (...). Fast
immer traf man Moderatoren, die nicht nur glänzend vorbereitet waren,
sondern die den geladenen Autoren mit einer Emphase begegneten (...)
Der Enthusiasmus des Literaturfestivals hat eine Form gefunden. Schön,
dass wir eingeladen waren.
Wiebke Porombka, taz, 18.09.2007
Vom Knast in den Keller und dann weiter
nach Russland und Kuba: Das Internationale Literaturfestival Berlin hat
die Welt umkreist.
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung, 18.09.2007
Mit Erfahrungsdichte und aphoristischen
Aussagen über das Schreiben konnte man bei fast allen der 150
Autorinnen und Autoren rechnen. Vor allem die Sparte «Literaturen der
Welt» ist gegen eigenschaftslose Prosa gefeit, denn da werden 22
Autoren von 11 Juroren ausgewählt, die aus der jeweiligen Region
stammen. Die Stimmen sind unverkennbar, die Stoffe atemberaubend fremd,
und die Namen hat man noch nie gehört. In den Poetry Nights konnte man
sanfte Wörter-Eruptionen erleben.
Sieglinde Geisel, Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2007
Schreiben bedeutet Zuhören - Die Kinder- und
Jugendliteratur schließlich bietet ihren jungen Lesern schlicht alles.
Die Auswahl verrät ein untrügliches Gespür für Qualität. Die 10 000
Kinder und Jugendlichen, die diese seit Monaten ausverkauften Lesungen
als Schulklassen besuchten, liessen sich mühelos begeistern. Dass man
zwischen Erwachsenen- und Kinderliteratur nicht immer unterscheiden
kann, beweisen die Bücher von Guus Kuijer, dem grossen alten Mann der
niederländischen (und europäischen) Kinderliteratur. In seinen schmalen
Büchern mutet er den Lesern Dinge zu, die Kindern auch im Leben
zugemutet werden. Und doch sind seine Bücher nicht traurig, sondern
ungeheuer schön. Man müsse das Schreckliche in einer schönen Sprache
beschreiben, sonst gewinne man keinen Zugang zum Leser, meinte Kuijer,
der behauptet, er mische sich beim Schreiben als Autor nicht ein. «Ich
höre zu, dann kommen die Geschichten wie Träume.» Was geschieht beim
Lesen? Auf diese Frage erhielt man beim Festival viele Antworten. «Ein
gutes Buch holt den Menschen aus der Masse», sagte David Grossman.
«Lesen macht nicht klüger. Aber etwas verändert sich in unserem Leben»,
meinte Aharon Appelfeld und lächelte sein durchscheinendes Lächeln:
«Die Seele wird ein bisschen breiter.» «Wer versteht Dornröschen?»,
fragte Guus Kuijer. «Ich nicht. Die Kinder nicht. Aber alle erleben wir
etwas.
Sieglinde Geisel, Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2007
Beim Internationalen Literaturfestival Berlin lernten Lehrer, wie man Schülern das Lesen schmackhaft macht.
Carolin Benack, Berliner Zeitung, 24.09.2007
PRESSESTIMMEN 2006
Die Welt zu Gast bei Buchfreunden.
Berliner Morgenpost, 4.7.2006
Kaum ein wichtiger
Name aus der Gegenwartsliteratur fehlt: Doris Lessing, Isabel Allende,
Jostein Gaarder, Frank McCourt, Jorge Semprún, Margriet de Moor, Tim
Parks, Feridun Zaimoglu und Clemens Meyer werden erwartet.
"Die großen Namen", Neues Deutschland, 24.8.2006
Seit seiner Gründung
vor sechs Jahren hat sich das Berliner Literaturfestival immer auch als
politische Veranstaltung definiert, auf der vielsprachig und
interkulturell über die ungelösten Konflikte dieser Welt nachgedacht
wurde. Das Festival präsentiert in diesem Jahr weniger Veranstaltungen,
macht dafür einen umso professionelleren Eindruck.
"Reif fürs Geld", Stuttgarter Zeitung, Michael Bienert, 31.8.2006
Das Komma ist wieder
da. Das aparte, kleine Symbol, Einladung zum Innehalten, Zuhören,
Fragen, Mitdenken; Entführung in die Welt der Fantasie,
Auseinandersetzung mit den hügeligen Ebenen des Alltags.
"Mutato nomine, de te fabula narratur", Neues Deutschland, Natalia Arensberg, 5.9.2006
Ein großes,
wunderbares zwölftägiges Gespräch von Schriftstellern aus der ganzen
Welt vor großem Publikum. Ein großer Dialog untereinander und mit immer
wieder erstaunlich vielen Lesern und Zuhörern.
"Herrliche Chaostage", Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Volker Weidermann, 10.9.2006
Und endlich wieder ein gutes, exklusives Programm und so etwas Besonderes wie das Internationale Literaturfestival.
�Berliner Boheme vorm Balkon�, Berliner Morgenpost, Tanja Dückers, 11.9.2006
In Wahrheit ist
[diese Unübersichtlichkeit] ein Glücksfall. In Berlin kann man sich
durch den Zaubergarten des Geschriebenen treiben lassen.
Literaturfestivals sind nicht nur eine Herausforderung für die Geduld
und Aufnahmefähigkeit ihres Publikums, sondern auch ein Spielplatz der
Phantasie: denn zu allem, was gelesen wird, bekommt man zugleich ein
Bild. Ein Gesicht, eine Geste, ein Mienenspiel, und schon klingen die
Sätze anders.
"Aus dem Flugzeugfenster", Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Kilb, 12.9.2006
Das Festival präsentierte ein breites Panorama von Autoren, die
in ihrem eigenen Leben repräsentieren, was zum unverrückbaren Zeichen
der Zeit geworden ist: Sie sind moderne Nomaden, nicht sesshaft und
doch nicht heimatlos. Die Welt(en) dieser Erzähler brachte das ilb uns
ein wenig näher. In den hektischen Momenten der Gegenwart und
angesichts der Dominanz elektronischer Medien ist die Aufforderung zum
Nachdenken die Zeit für Bücher und Geschichten, gar Dichtung,
unermesslich und unerlässlich. Das ist die "Mission" des
Internationalen Literaturfestivals Berlin. [...] Dass da ein Publikum
ist, das sich gern und ganz gegen den hektischen Trend Zeit nimmt für
Lesungen und Autorengespräche, haben die durchgängig sehr gut besuchten
Veranstaltungen gezeigt.
"Lust an der Vielfalt", Neues Deutschland, Natalia Arensberg, 16.9.2006
Doch gerade die
Überfrachtung, das Überrolltwerden von so viel Interessantem und
möglicherweise gar Bedeutsamen, von dessen Existenz man gestern noch
gar nichts wusste, macht die euphorisierende Wirkung eines großen
Festivals aus. [...] In der Sparte Kinder- und Jugendliteratur, die von
Anfang an eine tragende Säule des Festivals war, zählt nur die
Begegnung mit dem einzelnen Autor. Die Schulklassen haben sich oft
wochenlang mit einem Werk beschäftigt, und das Wort "Leseförderung" ist
viel zu künstlich, um dem gerecht zu werden, was hier geschieht.
"Eine Romanze der Kulturen", Neue Zürcher Zeitung, Sieglinde Geisel, 18.9.2006
Zum zweiten Mal
unter dem Dach der Berliner Festspiele ist das Festival schlanker
geworden, erwachsener, selbstverständlicher. Es braucht keine
exotischen Spielstätten. Es ist ein beruhigender Gegenpol zu all den
eventorientierten Lesefestivitäten andernorts, die ihre Zuhörer in
Aquarien oder an den Rand von Talsperren zerren. Und es einen sehr
eigenen Charakter rechtzeitig zum Erreichen des Grundschulalters
endgültig ausgebildet. Denn Schreibers Lesewelt präsentiert nicht, wie
die meisten deutschen Literaturfestspiele, den poetologischen
Bauchnabel. Bei Schreiber zeigt sich die Literatur als globales Dorf.
Im Haus der Festspiele wird gestiftet, was es immer noch zu wenig gibt.
Die Begegnung zwischen Lesekulturen. Mit Literaturen, die nun nicht
unbedingt zu den absolut hippen des Buchmarktes zählen (ein ehrenwerter
Versuch war jetzt etwa das Porträt der frankophonen Literatur). Und das
Literaturfestival leistet literarische Basisarbeit. In Zeiten dahin
schwindender Leserzahlen, schlechtester Pisa-Ergebnisse und einer nicht
gerade gut funktionierenden literarischen Grundausbildung an Schulen
kann man gar nicht hoch genug ansetzen, was mit der Verankerung des
Festivals in die Schulen (mit Lesungen, Autorenbegegnungen,
Schreibwerkstätten) erreicht.
"Groß denken statt klein reden", Die Welt, Florian Starck, 18.9.2006
Das internationale
Literaturfestival Berlin hat seine Form gefunden. Das Haus der Berliner
Festspiele bietet genau die Kombination aus Haupt- und Seitenbühne,
Foyer und Garten, die beim Flanieren durch die Weltliteratur hilfreich
und nützlich ist. Hier kann man auch solchen Schriftstellern begegnen,
denen der Sprung auf die Bestsellerlisten noch bevorsteht. Auch die
edelsten Tomaten der Literatur reifen ja nicht im Treibhaus, sondern in
den Gärten der Welt.
"Gereift", Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Kilb, 18.9.2006
Das Festivalprogramm bestach durch eine Überfülle, die durchaus Absicht war.
"Allendes Alter Ego", Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, 21.9.2006
Das Festival
präsentierte ein breites Panorama von Autoren, die in ihrem eigenen
Leben repräsentieren, was zum unverrückbaren Zeichen der Zeit geworden
ist: Sie sind moderne Nomaden, nicht sesshaft und doch nicht heimatlos.
Die Welt(en) dieser Erzähler bracht das ilb uns ein wenig näher. In den
hektischen Momenten der Gegenwart und angesichts der Dominanz
elektronischer Medien ist die Aufforderung zum Nachdenken die Zeit für
Bücher und Geschichten, gar Dichtung, unermesslich und unerlässlich.
Das ist die "Mission" des Internationalen Literaturfestivals Berlin.
Dass da ein Publikum ist, das sich gern und ganz gegen den hektischen
Trend Zeit nimmt für Lesungen und Autorengespräche, haben die
durchgängig sehr gut besuchten Veranstaltungen gezeigt.
Neues Deutschland, Natalia Arensberg, 2006
PRESSESTIMMEN 2005
In Berlin ist die Entfaltung des kulturellen Lebens spürbar [...].
Die [dafür auf sich genommenen] Anstrengungen gehen nicht alleine auf
öffentliche Institutionen zurück; viele sind das Ergebnis privater
Initiativen, wie beispielsweise das "internationale literaturfestival
berlin", welches bereits zum fünften Mal jedes Jahr eine illustre
Gruppe an Dichtern und Erzählern aus aller Welt nach Berlin einlädt.
Sie bieten Lesungen in großen Sälen an und erhalten einen intensiven
Austausch mit deutschen Autoren aufrecht. Dieses Festival ist das Werk
eines kühnen "Spontis", Ulrich Schreiber, der Himmel und Erde in
Bewegung setzte, um die notwenigen Grundlagen dieses ambitiösen
Projektes zu legen. Soeben hat er einige Anthologien (in
Originalsprache sowie deutscher Übersetzung) der Texte publiziert,
welche von den Autoren während des letzten Festivals gelesen wurden
- ein herausragendes Zeugnis der besten gegenwärtigen Literatur
quer durch die verschiedenen Sprachen hindurch.
Mario Vargas Llosa: "Kabarett in Berlin" (Cabaret en Berlín), El País, 23.10.05
Daß auch eine "Notlösung" zur Sternstunde werden kann, zeigte der
kalifornische Autor und Pfirsichfarmer David Mas Masumoto, eigentlich
Gast beim "großen" Festival, der für seinen Landsmann einsprang. Seine
japanische Trommel brachte Grundschüler beim Balladenvortrag schnell in
Bewegung und animierte sie zu einem begeisterten Geräuschedialog.
"Leselurche" Das Kinderliteraturfestival geht neue Wege, Frankfurter Allgemeine, 21.9.2005
Jene Autoren , die auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig mit
ihren Werken im Gewühl untergehen, bekommen hier ihre Chance, und
selbst die Größen der Zunft finden eine zwanglosen Zugang zum Publikum,
der ihnen auf ihren Lesereisen manchmal fehlt. Das Berliner Festival,
mit 150 eingeladenen Dichtern und Schriftstellern der Platzhirsch unter
den Literaturfesten, hat sich im 5. Jahr seines Bestehens fest
etabliert, auch wenn der Umzug aus der Stadtmitte ins gutbürgerliche
Westberlin Befürchtungen wachrief, nun werde die Veranstaltung sich
provinzialisieren. Das Gegenteil trat ein, der Lesungs- und
Diskussionsmarathon wurde räumlich überschaubar, ohne an Weltläufigkeit
zu verlieren, und beim Flanieren zwischen Gartenzelt, Foyercafé,
Büchershop und diversen Lesebühnen entstand jene Campus-Atmosphäre, an
die man später gern zurückdenkt, wenn die Bücher der Autoren längst im
Regal stehen oder vergessen sind.
"Delphine gleiten über den Tisch", Frankfurter Allgemeine, 19.9.2005
Zwischen beiden Auftritten (H.M.Enzensberger, Gcina Mhlope) lag ein
12-tägiger Lesungs- und Diskussionsmarathon, und dessen Bilanz fällt
rundum positiv aus: volle Säle, gute Stimmung, entspannte Autoren und
ein deutlicher Qualitätssprung bei Moderatoren wie Übersetzern.
Etabliert war das �ilb� bereits, im 5. Jahr läuft es recht rund.
"Zeit der Zeichen", Der Tagesspiegel, 19.9.2005
Ob große Namen wie Kenzaburo Oe, Carlos Fuentes und Hans Magnus
Enzensberger oder hierzulande kaum bekannte Autoren wie der Franzose
Bernard Friot, dessen Fastgedichte Tobias Scheffel eigens für das ilb
übersetzt hatte, das Publikumsinteresse war groß wie nie zuvor und
übertraf alle Erwartungen. Insgesamt kamen 32.000 Zuhörer, 12.000 davon
besuchten die Programmsparte Kinder- und Jugendliteratur unter der
bewährten Leitung von Miriam Möllers.
"Am Samstag ging das internationale literaturfestival berlin mit einem Besucherrekord zu Ende", Buchmarkt.de, 19.9.2005
150 Autoren aus Ländern, von deren Existenz man bis dahin nicht
einmal etwas geahnt hatte, bei rund 300 Veranstaltungen � die Ausmaße
dieses größten Literaturfestivals der Welt konnte auch ihr zentraler
Schauplatz in der ehemaligen Freien Volksbühne nicht mehr
zusammenhalten. Räumlich wurde das Festival nur von den Stadtgrenzen
Berlins eingefasst.
"Schriftsteller können richtig wütend werden. Das Literaturfestival in Berlin geht zu Ende", Die Welt, 17.9.2005
Der Taumel des Überflusses ist das, was ein Festival vom
kontinuierlichen, nährenden Literaturhausbetrieb unterscheidet, und so
schwankt man als Festivalbesucher zwischen Verlockung und Frustration,
denn ob man den großen Namen folgt (Kenzaburo Oe, William Gass,
Friederike Mayröcker, oder Jungstars wie Jonathan Safran Foer) oder ob
man sich auf die Pirsch nach Unbekanntem macht - man wird auf jeden
Fall mehr verpassen, als man sich anhören kann.
"Ecstasy für Schriftsteller. Das Internationale Literaturfestival Berlin", Neue Züricher Zeitung, 17.9.2005
Seit Jahren wird gejammert: Die Deutschen lesen nicht mehr, das Buch
stirbt aus. Doch die Zahlen beim zwölftägigen Literaturfestival
sprechen eine andere Sprache.
"Berlin: Treffpunkt für Autoren und Leser", BZ, 17.9.2005
Auch nach fast zwei Wochen mit über 150 Einzelveranstaltungen
versiegte der Strom des Literaturpublikums nicht, im Gegenteil: es
wurden immer mehr! An die 25 000 Besucher dürften es insgesamt sein.
Man hockte im Garten herum oder lümmelte sich bei Schummerlicht in den
Polstergarnituren des "Café Nabokov" im unteren Foyer, man traf uralte
Bekannte oder blätterte in internationalen Bookreviews, um mit einem
starken Kaffee fit für die nächste Lesung zu sein. Das Haus der
Berliner Festspiele im alten West-Berlin, die ehemalige Freie
Volksbühne Piscators, hat sich somit bestens als neuer
Literaturtreffpunkt eingeführt.
"Ein Wohlfühlfest für die Leser", Berliner Zeitung, 17.9.2005
Es wird wohl ein paar Wochen dauern, bis die vielen Gedichte wieder
verschwinden, die derzeit noch hinter jeder Berliner Straßenlaterne
sitzen und einem beim Vorbeigehen ihre Verse ins Ohr flüstern. Das
5.internationale literaturfestival geht heute zu Ende, und viele
Veranstaltungen der letzten elf Tage brachten die Literatur in jede
Ecke der Stadt, erschlossen eine neue Topographie der Berliner
Literaturgeschichte [...]
Plötzlich lagen all diese Orte mitten in Wilmersdorf, die Weltkarte
schrumpfte auf das Format des Berliner Stadtplans zusammen. So trugen
die Schriftsteller jene Dimension in das Festival hinein, die es durch
das Etikett seiner Internationalität verspricht: Denn
�international� - das heißt doch, dass Entferntes zusammenrückt;
es bedeutet, dass das, was in Istanbul und Johannesburg geschrieben und
gedacht wird, auch das Berliner Literaturpublikum etwas angeht.
"Die Welt zu Besuch in Wilmersdorf", Berliner Morgenpost, 17.9.2005
Elf Tage lang konnte ein erfreulich gemischtes Publikum aus einem
fast schon unüberschaubaren Programm seinen Lese- und Hörlüsten
nachgehen.
Man muss den Hut ziehen vor den Machern dieses chaotischen Festivals.
Es ist ihnen gelungen, einen Bogen um die erfolgreiche aber
abgeschmackte Mainstreamliteratur zu schlagen, mit der man sonst auf
Festivals traktiert wird. In verschiedenen Programmteilen wie den
"Literaturen der Welt", kuratiert von bekannten Autoren und Kritikern
aus allen Kontinenten, wurde ein beeindruckendes Spektrum
vielsprachiger zeitgenössischer Lyrik und Prosa aufgeboten, das in
Deutschland seinesgleichen sucht.
"Köpfe, gekrönt mit Klang. Das internationale literaturfestival berlin streifte in poetische Weiten", Freitag, 16.9.2005
Es ist reiner Zufall, dass das internationale
literaturfestival in Berlin mit den letzten beiden Wochen des
Bundestagswahlkampfs zusammenfällt. Wäre diese Konstellation eine
literarische Fiktion, man müsste sie für ein bisschen überkonstruiert
halten: Hier die Sprach- und Gedankenarmut der Wahlkämpfer, dort der
Wort- und Ideenreichtum von 150 Autoren aus aller Welt. Hier der
nationale Kleinmut und die Angst der Politiker, das Publikum mit
unbequemen Wahrheiten zu verschrecken, dort die Lust am
Erfahrungsaustausch über alle Grenzen hinweg. Der Hauptstadt steht es
jedenfalls gut zu Gesicht, dass sie dieser Tage nicht nur engstirnigen
Parteistrategen eine Bühne bietet, sondern intellektuelle
Weltläufigkeit demonstriert.
"Marktplatz der Außenseiter, der Narren, Kinder und Toten", Stuttgarter Zeitung, 16.9.2005
Seit der Eröffnung Mitte der letzten Woche sollen bereits mehr
Besucher als je zuvor da gewesen sein. Das internationale
literaturfestival berlin kann bereits zur Halbzeit einen das
erstaunliche Publikumsinteresse der vergangenen Jahre übertreffenden
Rekord melden [...]
"Krachend voll", sei es, so die Pressestelle der Berliner Festspiele,
auch bei den Veranstaltungen in deren Domizil an der Schaperstraße [...]
Verblüfft registriert man auf dem Stadtplan des Programmheftes, dass
sich die meisten Veranstaltungsorte diesseits und jenseits des
Kurfürstendamms befinden. Endlich wieder Leben im Herzen Westberlins,
einen Kontinent, den man längst versunken
glaubte.
"Diesseits und jenseits des Kurfürstendamms. Große Namen: Das
internationale literaturfestival berlin findet zum ersten Mal unter dem
Dach der Berliner Festspiele statt", Frankfurter Rundschau, 14.9.2005
Ein Mädchen mit herrlichen Brüsten schlägt den Gong und gerade noch
hörbar leise vibriert ein tiefer Ton durch die Seitenbühne des Berliner
Festspielhauses. Dieses schöne Ritual war jeweils der Beginn der vier
Poetry Nights des internationalen Literaturfestivals Berlin. Nun folgt
ein Stück neue Musik am Klavier, solo oder im Duo mit elektronischen
Geräuschen oder einer mechanischen Schreibmaschine, und dann betrat die
Moderatorin Silke Behl die Bühne.
Was einem an den vier Abenden geboten wurde, ist in seiner Art wohl nicht zu überbieten.
"Unterwegs beim Berliner Literaturfestival", Berliner Zeitung, 12.9.2005
Die Berlinale der Buchwelt: mit Lesungen, Poetry-Slams und Stars wie Paul Maar.
Young Miss, 10.9.2005
Fuentes eröffnete mit seinem Vortrag ein Festival, welches unter
beständig wachsender Beachtung seine fünfte Auflage feiert und in
diesem Jahr mit Autoren wie Dana Gioia, Kevin Starr und Rebecca Solnit
seinen Fokus auf die kalifornische Literatur gelegt hat.
Fuentes aboga por responder al paso de la historia �con la pasión por la literatura�, abc, 8.9.05
Die Literaturnomaden sind angekommen - als Teil der Berliner
Festspiele im Haus derselben und also unter den Fittichen der
Bundeskultur. Das "internationale literaturfestival berlin", das nun
zum 5. Mal stattfindet, war einst erwachsen aus einer Mischung aus
Idealismus, Größenwahn, grenzenloser Bewunderung für Dichter und
Dichtung und einer manchmal tollkühnen Lust am organisatorischen und
finanziellen Improvisieren. Fleisch geworden ist diese Mischung in
Ulrich Schreiber, einem ehemaligen Ingenieur und Bauunternehmer, der
irgendwann beschloss, sein Leben der Literatur und ein bisschen auch
die Literatur sich zu widmen.
"Im Industrierevier des Geistes. Das internationale
literaturfestival berlin hat begonnen. Mittlerweile hat es sich zum
größten Poetentreffen des Landes entwickelt", Berliner Morgenpost,
8.9.2005
Das Bild des geglückten Augenblicks kann ein weißer Strand sein, ein
lachendes Kind, ein Wolkenhimmel über der Stadt. Es kann aber auch ein
Mann sein, der auf einer Bühne steht und ein Gedicht vorträgt. Hans
Magnus Enzensberger stand vor 400 Leuten auf der Bühne des Hauses der
Berliner Festspiele und sprach Verse des amerikanischen Dichters
Wallace Stevens [...] Es war ein Lyrikabend wie man ihn selten erlebt,
schon deshalb, weil die drei Temperamente des Dichters,
Poesieliebhabers und Übersetzers selten so zwanglos in einer Person
zusammentreffen wie bei Enzensberger. Schöner kann ein Dichterfest
nicht beginnen [...] Die lose, mosaikhafte Struktur des Festivals ist
in den fünf Jahren seines Bestehens oft als Zeichen der
Entscheidungsschwäche kritisiert worden, aber dieses Kunterbunt bietet
zugleich die besten Chancen für jene, die nicht im vornherein im
Zentrum des Interesses stehen.
"Laut und nah. Buchverstärker: Zum Auftakt des Berliner Literaturfestivals", Frankfurter Allgemeine, 8.9.2005
Fünfzig der hundert Autoren aus aller Welt, welche von der norwegischen Akademie befragt wurden, bezeichneten kürzlich den Quijote
als bedeutendsten Roman aller Zeiten. [...] Mit dieser Beobachtung
eröffnete gestern der mexikanische Schriftsteller Carlos Fuentes in
Berlin das internationale literaturfestival, anlässlich dessen bis zum
17. September 150 Autoren aus aller Welt das Wort ergreifen werden.
Carlos Fuentes parte del "Quijote" para explicar la literature inmortal, El País, 7.9.05
Aber eine der Absichten des Enthusiasten Ulrich Schreiber, Direktor
des Festivals, ist es, die Literatur auf die Straße zu bringen,
in der Form, dass während der nächsten Tage Gedichte von Soledad
Álvarez, C.K. Williams oder Ryoko Sekiguchi an den ungewöhnlichsten
Orten der Stadt zu hören sein werden, darunter Friedhöfe oder
Gefängnisse.
Carlos Fuentes, fiel a la cita de Berlín pese a su drama personal, El Mundo, 7.9.05
Das intensive Programm des Festivals, welches 300 Veranstaltungen
umfasst, wird ebenso ein Symposium dem Irakkrieg widmen wie einen
ganzen Programmteil dem gegenwärtigen Russland unter der Überschrift
"System Putin" und sich dem dynamischen und multikulturellen US-Staat
Kalifornien nähern. Außerdem wird die Sektion "Literatur auf
Celluloid" einige der besten Literaturverfilmungen zeigen und die
jüngste Ausgabe der "Berliner Anthologie" wird es erlauben, Gedichte
vonOctavio Paz, Juan Ramón Jiménez oder Francisco de Quevedo mit nach
Hause zu nehmen, zusammengestellt von zeitgenössischen Autoren.
El Festival de Literatura de Berlin arranca con un "elogio a la novela", La Razon, 7.9.05
Das Kinder- und Jugendprogramm des jetzigen Internationalen
Literaturfestivals holt erneut renommierte Autoren und Illustratoren
nach Berlin. Viele von ihnen lesen nicht nur aus ihren Werken oder
zeigen ihre Bilder, sondern kommen in Workshops mit jungen Lesern in
Kontakt. [...] Die besondere Qualität des vielfältigen Programms liegt
darin, dass die Autoren die Begegnung mit dem Publikum suchen. Ein
internationales Familienfest führt am Sonntag Autoren und Leser zu
einem Tag voller Aktivitäten rund ums Buch zusammen.
"Buch-Begegnung. Literaturfestival für junge Leser", Frankfurter Allgemeine, 7.9.2005
Seit seinen Anfängen ist das Festival außerdem ein Feld
literarischer Experimente, eine intellektuelle Plattform, welche
aktuellen politische Themen einen Platz einräumt. Kolloquien über den
Irak, über die Folgen des 11. Septembers unter der Teilnahme von Tariq
Ali werden ebenso stattfinden wie ein Symposium zum "System Putin".
Enzensberger y Carlos Fuentes inauguran el Festival Internacional de Literatura en Berlín, El País, 6.9.05
Allerdings wird das zentrale Augenmerk des Festivals nicht auf den
politischen Themen liegen, sondern auf den streng literarischen. In
diesem Jahr wir die Lyrik eine exponierte Rolle spielen, sind doch
unter den 150 eingeladenen Autoren, wie gestern die
Festivalorganisatoren hervorhoben, 33 Poeten, welche an vier Nächten der Poesie teilnehmen werden.
Carlos Fuentes inaugura hoy el quinto Festival literario de Berlín, El Mundo, 06.9.05
Man kann Berlin ohne Übertreibung als wichtige Inspirationsquelle
der Weltliteratur bezeichnen, es gibt hier mehr Literaten als Mücken am
Wannsee. Aus Bayern, Österreich, Ex-Jugoslawien und aus dem Ruhrgebiet
ziehen sie hierher. Einmal im Jahr kommen Hunderte zum
Literaturfestival nach Berlin, viele bleiben länger.
Wladimir Kaminer - Berlin, Heimat der Dichter�, BZ, 6.9.2005
Die Ex-Festwochen sind noch in vollem Gange, schon hebt das
"internationale literaturfestival berlin" an und bringt hunderte von
namhaften oder erst von einer Jury entdeckten Schriftstellern aus allen
Erdteilen vom 6. bis 17. September nach Berlin. Das ist in dieser die
ganze Stadt überziehenden Fülle einmalig in Europa.
"Feste Feste", Südwest Presse, 3.9.2005
PRESSESTIMMEN 2004
Brodelnde Unruhe, Reichtum, Qualität, das sind die Merkmale
des sehr jungen Internationalen Literaturfestivals, das vom 21.
September bis zum 2. Oktober zum 4. Mal in Berlin stattfand.
"Berlin ouvert sur le monde", Le Monde, 8.10.2004
So witzig und alltagsnah kann Literaturpädagogik sein.
"Elefantös", FAZ, 6.10.2004
Es gibt kaum ein anderes Festival, das eine so unmittelbare
Form der Weltbürgerkunde bietet. Die Begegnung mit dem Fremden war
zugleich Wirklichkeit und Thema, auch in vielen Lesungen.
"Weltbürgerkunde mit Literatur", NZZ, 5.10.2004
Das ganze nennt sich Internationales Literaturfestival und hat
sich in den vier Jahren seiner Existenz zu einer literarischen
Großveranstaltung herausgemausert, die sich mit traditionsreicheren
Festivals in Europa durchaus messen kann.
"Grenzen des Wachstums", Die Welt, 4.10.2004
Niemand möchte die elf Tage literarischen Ausnahmezustands
mehr missen. [...] Das Festival offeriert den Luxus, schon mittags
Poeten aus entlegenen Weltgegenden über ihre Gedichte sprechen zu hören
und sich ohne Unterbrechung bis Mitternacht in fiktiven Welten
aufzuhalten: Literatur an mehr als 50 Orten, in Schulen, Gefängnissen,
Einkaufspassagen.
"Kleiner Bruder", Der Tagesspiegel, 3.10.2004
Das Wunderbare war vor allem das Sprachkonzert, das so
vielstimmig auf keiner anderen deutschen Veranstaltung zu hören ist.
[...] Afrikaner, Araber, Australier und Europäer haben mit Hilfe vieler
Dolmetscher über Literatur gesprochen � Berlin war zwölf Tage lang
Metropole der Poesie [...]
"Poesie und Politik", Süddeutsche Zeitung, 1.10.2004
Wer mehr Übersichtlichkeit wünscht, sollte zum Fernsehprogrammgreifen,
für alle anderen könnte es noch bis zum Sonnabend eine Herausforderung
sein, die Qual der Wahl auf sich zu nehmen.
"Kann ein Verteidigungsminister Karate?", Berliner Zeitung, 30.9.2004
Das Vergnügen an einem Literaturfestival besteht in der
Gleichzeitigkeit von Geschriebenem und gerade frisch geschlüpften
Gedanken. �Wenn ich hier eine Satz höre�, sagt eine weise Stimme
aus dem Publikum, �der mich auf etwas bringt, das ich noch nie gedacht
habe, dann lohnt sich das immer.�
"Von der Welt, die in den Büchern steckt", Die Zeit, 30.09.2004
Kann es einen schöneren Start in die Herbstferien geben? Zu einer Reise
rund um die Welt brechen die Jugendbuchautoren des Internationalen
Literaturfestivals in der "Abschlußlesenacht" auf. Unter den Reisenden
ist die Kanadierin Martha Brooks, die ihr Buch "Wahre Geständnisse
eines herzlosen Mädchens" im Gepäck hat. [...] Man darf gespannt sein,
ob Martha Brooks, die in Kanada als literarische Größe und als
Jazzsängerin gefeiert wird, ihre rauchige Stimme nicht nur zum
Vorlesen, sondern auch zum Singen einsetzen wird. Zum Zuhören, Träumen
und Mitreden laden ferne die Argentinierin María Teresa Andruetto und
der Schwede Per Nilsson ein, der mit "So lonely" eine moderne Fassung
der Leiden des jungen Werther geschrieben hat.
"Lieben, Leiden, Lesen. Jugendbuchautoren beenden Literaturfestival.", BerlinLive, 30.09.2004
Das Literaturfestival geht noch bis zum 2. Oktober - keiner
sollte sich entgehen lassen, eine Tonspur zu finden und sich, mit
Celati, ein wenig in ein Tier verzaubern zu lassen von dem lyrischen
Chor der Welt, der Berlin dieser Tage geschenkt wird.
"Mit Fröschen träumen", Berliner Zeitung, 27.09.2004
Das Internationale Literaturfestival in Berlin gehört
inzwischen zu den größten Literaturfestivals der Welt, dennoch, das
haben die vergangenen Jahre gezeigt, stehen hier immer noch die
einzelnen Texte im Mittelpunkt und nicht in erster Linie kommerzielle
Aspekte. Und da diese stets ein sehr hohes Niveau hatten, macht es wohl
auch in diesem Jahr den meisten Besuchern nichts aus, in den nächsten
zwölf Tagen etwas atem- und planlos durch Berlin zu eilen, um so viele
literarische Stimmen wie möglich zu vernehmen.
"Mehr Text", Berliner Zeitung, 22.09.2004
Das so vielfältige internationale literaturfestival berlin
(ilb), das im ersten Jahr noch größenwahnsinnig wirkte, hat sich im
vierten Jahr wirklich etabliert. Das Vorhaben des Initiators und
Organisators Ulrich Schreiber, es zu einer Art Berlinale der Literatur
zu machen, ist längst keine fixe Idee mehr, sondern Realität.
"Die Atemzüge der ganzen Welt", Berliner Zeitung, 22.09.2004
Das globale Autorentreffen, (laut
Veranstalter-Selbstverständnis das "internationalste aller
internationalen Festivals"), hat sich in nur drei Jahren tatsächlich zu
einer goldbärenfreien Literatur-Berlinale entwickelt.
"Polyglotte Polyphonie", tip, 19/04
Ein wichtiger Festivalschwerpunkt ist weiterhin die
Leseförderung des Nachwuchses. Sechzehn internationale Kinder- und
Jugendbuchautoren und -illustratoren stellen sich ihren Zielgruppen,
teils in Veranstaltungen für Schulklassen alle Altersstufen, teils in
öffentlichen Workshops, Autorenbegegnungen und Freizeitevents für junge
Menschen ab vier Jahren.
"Polyglotte Polyphonie. Literaten und Literaturen der Welt
treffen sich im HAU - und in der restlichen Stadt - beim 4.
internationalen literaturfestival berlin", tip 19/04
Literaturhasser: Meidet Berlin! Denn da tobt Ende September
das 4. internationale literaturfestival über Orte, Straßen und Plätze.
"Lesen ohne Limit", Buchjournal extra, September 2004
PRESSESTIMMEN 2003
"Schön für Berlin: Das Internationale Literaturfestival ist im dritten
Jahr seines Bestehens zur Institution geworden - ein Großereignis,
nicht nur, was das Format und die globale Herkunft der Autoren
betrifft, sondern auch hinsichtlich der Besucherzahl."
"O Basilikum des Begehrens!", FAZ, 23.09.2003
"Reich bestückt, gut besucht: Das 3. Internationale Berliner
Literaturfestival. Die überbordende Fülle des Festivals ließ ein
breites Panorama entstehen."
"Zwischen Afrika und Café Europinski", SZ, 23.09.2003
"Ulrich Schreiber ist der vielleicht einzige Architekt der Welt, den
beim Anblick von baulichem Verfall keine Abriss- und Wiederaufbaupläne
umtreiben, sondern der ganz im Gegenteil die Ruine als einen Ort
höchster Erbaulichkeit schätzt - nämlich als Schauplatz des
Internationalen Literaturfestivals Berlin, eines der grössten seiner
Art, dessen Leiter er ist und dessen dritte Ausgabe sich erneut mit
grossen Namen schmücken konnte."
"Tage des Zorns, Nächte der Liebe", NZZ, 22.09.2003
"Literatur ist vielseitig, unterhaltsam und lehrreich - das wissen die
meisten. Doch auf dem Literaturfestival 2003, dass vom 10. bis 21.
September in Berlin stattfand, konnte man spüren, dass Literatur noch
mehr ist."
"Mehr als nur eine Geschichte", Berliner Zeitung, 22.09.2003
"Das 3. Internationale Literaturfestival Berlin wurde auch in diesem Jahr wieder zum Publikumsmagneten."
"Kaleidoskop der Schrift", Der Tagesspiegel, 22.09.2003
"Zehn Tage mit mehr als 320 Veranstaltungen an 60 Orten in der Stadt
von 9 Uhr morgens bis Mitternacht, gut 130 Autoren aus aller Welt,
deutlich über 32 000, ein Drittel davon Kinder und Jugendliche. Geiz
mögen Kaufleute für geil halten. Das Literaturfestival verführt - ohne
jede aristokratische Attitüde - durch Überfluss."
"Kaleidoskop der Schrift", Der Tagesspiegel, 22.09.2003
"Das 3. Internationale Literaturfestival in Berlin ist überaus erfolgreich verlaufen."
"Erfolgreiches Festival", Neues Deutschland, 22.09.2003
"So entließ das charmante Festival sein Publikum mit dem schönen
Gefühl, dass man sich um die Zukunft der Poesie wenig Sorgen machen
muss."
"Schöne Globalisierung", Stuttgarter Zeitung, 22.09.2003
"Unter der Regie des Begründers Ulrich Schreiber hat sich das Festival
in nur drei Jahren zu einem der weltweit wichtigsten Treffpunkte
etablierter Schriftsteller mit neu entdeckten Literaten und einem
Leckerbissen für Bücherwürmer gemausert."
"Große Namen und Leckerbissen", Fränkischer Tag, 22.09.2003
"Wahrer und schöner und besser als Frankfurt, denn hier werden keine Geschäfte gemacht; da ist nur die Literatur. Pur."
"Harte Stühle", Die Zeit, 18.09.2003
"Mit seinem breiten wie ambitionierten Programm wird sich das
Internationale Literaturfestival Berlin fest etablieren. In
wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen kann man den Organisator
Ulrich Schreiber zu diesem Erfolg nur beglückwünschen."
"Literatur im Zeichen des G-Worts", Neues Deutschland, 12.09.2003
"Kultur im Großformat bietet das Berliner Internationale Literaturfestival"
"Ein Fest der Literatur", Die Zeit, 11.09.2003
"Vor drei Jahren hatte Ulrich Schreiber mit nicht viel mehr als guten
Ideen, Engagement und aufgekrempelten Hemdsärmeln ein neues Berliner
Kulturevent aus dem Boden gestampft. Wenn der indische Autor Shashi
Tharoor heute das dritte Internationale Literaturfestival Berlin
eröffnet, kann man von einer Erfolgsgeschichte sprechen."
"Breite und Vielfalt", Märkische Allgemeine, 10.09.2003
"Niemals sonst im Jahr hat man die Gelegenheit, so viele literarische
Stimmen kennen zu lernen, wieder zu hören und Leseeindrücke im Gespräch
zu vertiefen, wie an diesen zwölf Tagen im September."
"Lesen hören", Berliner Zeitung, 10.09.2003
"Der ehemalige Maurer Ulrich Schreiber versammelt die Vielstimmigkeit
der Welt: Heute beginnt das Internationale Literaturfestival Berlin"
"Auf einer anderen Baustelle", Die Welt, 10.09.2003
"So könnte das Paradies für passionierte Leser aussehen. Die Begegnung
etablierter Schriftsteller mit neu entdeckten Literaten dürfte in
dieser Zahl weltweit einmalig sein."
"'Ein kleines Wunder' mit aktuellen Autoren und Klassikern", Gießener Allgemeine, 09.09.2003
"Allein schon mit wedelnden Nerven mitten am Tag durch sie Stadt zu
radeln, atemlos von Lesung zu Lesung zu hechten: dieses herrlich
hysterische Festivalgefühl."
"Wenn die Szene sich selbst feiert", taz, 15.09.2003
"Das 3. internationale Literaturfestival in Berlin ist für die Veranstalter ein Riesenerfolg. Viele Lesungen waren überfüllt."
dpa, 17 09.2003
"Zuerst gibt es einmal sehr viel Literatur für Kinder. Das ist das Erfreulichste."
rbb Radio Kultur, 11.09.2003
"Ich habe ein Buch geöffnet - und es ist geflogen wie ein Vogel." Kann
man poetischer über die Beziehung zwischen Literatur und Freiheit
sprechen? Azouz Begag ist Schriftsteller und ein großer Kommunikator
obendrein: Singend, lesend und wild gestikulierend wirbelt er in diesen
Tagen über Berliner Bühnen. Und die Jugendlichen hören fasziniert zu.
Die Bedeutung der Kinder- und Jugendbuch-Sektion ist in
Post-Pisa-Zeiten unumstritten, die Nachfrage der Schulen entsprechend
groß."
"Der Wolkenelefant wird vom Wind verbrannt", Berliner Morgenpost, 17.09.2003
"Liebe Lehrer und Eltern, das Angebot richtet sich an Schüler aller Klassenstufen! Es lohnt sich!"
"Im Zeichen der Sätze", tip, Nr. 18
"Die Autorin Samhita Arni war mit 19 Jahren die jüngste des Festivals.
Vor dreihundert Berliner Grundschülern gab sie eine Einführung in das
Epos und wurde gefeiert wie ein Popstar."
"Schöne Globalisierung", Stuttgarter Zeitung, 23.09.2003
"Schon mit Beginn seiner Lesung, man müsste besser sagen Inszenierung
seiner Texte, zieht er sein jugendliches Publikum mit viel
schauspielerischem Talent und witzig-pointiert vorgetragenen Dialogen
in den Bann der Geschichte. Mit viel Szenenapplaus und
herzerfrischendem Lachen hatte er die Siebtklässler schnell erobert.
Der Run auf die Bücherregale und die Suche nach Hagerups Jugendbüchern
belegte, der Autor hat die Leselust der Schüler geweckt."
"Urkomisch und wahnwitzig", Potsdamer Neueste Nachrichten, 24.09.2003
"Höhepunkt des 3. Internationalen Literaturfestivals dürfte für
Cineasten die Veranstaltungsreihe "Literatur auf Celluloid" sein." "Literatur auf Celluloid gebannt", Berliner Morgenpost, 11.09.2003
"Enthusiasmus und die Liebe zur Literatur treiben dieses Festival an."
tip, Nr. 19, 10.09.2003
"Alle an die Spree! - Internationales Literaturfestival Berlin"
FAZ, 10.9.2003
"Das Berliner Literaturfestival findet das dritte Jahr in Folge statt
und ist dabei, einen Stellenwert unter den führenden Literaturfesten
der Welt zu erringen."
Die Jüdische, 6.09.2003
"Schön am internationalen Literaturfestival ist, dass es seinem Namen
durch und durch gerecht wird. Es ist richtig international. Und es ist
ein echtes Festival. Fast wie zur Berlinale ist man versucht, sich ein
paar Tage freizuhalten und durch die verschiedenen Programmsparten zu
stöbern. Bei diesem Festival kann man auf verschiedenste Arten
glücklich und auch ein bißchen klüger werden, Letzteres liegt daran,
wie fundiert hier Internationalität buchstabiert wird, jenseits von
Verlagstrends."
"Fremde Orte", zitty, 3.09.2003
"Das 3. Internationale Literaturfestival Berlin, das mittlerweile zu
den größten Literaturfestivals der Welt zählt, leistet damit einen
Beitrag zur Weltoffenheit und Gastfreundschaft der Hauptstadt."
Berliner Wirtschaft, Juli-August 2003
"Berlin ruft, und sie kommen alle: 104 Autoren werden vom 10. September
an beim dritten Internationalen Literaturfestival in der Hauptstadt aus
ihren Werken lesen."
"Berlin! Kommt!", SZ, 2.07.2003
Das internationale literaturfestival berlin war
ein schöner Erfolg. [Es] ist etwas anderes: nicht einfach eine
zusätzliche Reihe von Events, sondern ein echtes Festival, mit der
entsprechend fröhlich-hysterischen Lagerstimmung. Viele Autoren blieben
gern über mehrere Tage, viele Zuschauer kommen immer wieder. ...
Publikum und Autoren sind gleichermaßen begeistert von Schreibers
Konzept. ... Die freie Wirtschaft hat sich ebenfalls von Schreibers
Enthusiasmus anstecken lassen und den Bund noch übertroffen. Beide
Seiten müssen ihr Engagement nicht bereuen: Zwei Wochen lang war die
Literatur Stadtgespräch, und aus den zahllosen Kontakten, die das
Festival unter den Literaten gestiftet hat, wird sich noch so manches
Bemerkenswerte ergeben.
Jörg Lau: „Schreibers kühnste Pläne“, Die Zeit, 26.9.2002
Es gehört zu den vielen Verdiensten des
2. internationalen literaturfestivals berlin, uns unsere Lektüre-Lücken
gezeigt zu habe. ... Zwischen BE und Theaterhaus Mitte wurde klar: Die
Literatur ist groß. Warum sollte das Festival kleiner sein?
Steffen Richter: „Auf dem Gedankenstrahl“, Tagesspiegel, 23.9.2002
Das Festival war ein Erfolg. Nicht nur,
weil mehr als doppelt so viele Gäste die Veranstaltungen besuchten wie
beim Auftaktfestival vor einem Jahr und weil die damals beklagten
Organisationsmängel dieses Mal zum großen Teil abgestellt werden
konnten, sondern auch, weil sich das zunächst sehr beliebig
erscheinende Konzept des Festivals, das nur dem bloßen Ehrgeiz zur
Größe zu folgen schien, doch als überraschend stimmig erwies. ... Und
die Atmosphäre war keineswegs von einem lästigen
Über-sich-ergehen-Lassen geprägt, sondern von intensivem Zuhören und
großem Lesespaß. ... Die meisten Veranstaltungen waren bei diesem
Weltumrundungs- und Buchbegeisterungsfestival gut besucht, selbst jene
mit Autoren aus abseitigen Weltgegenden, die kaum jemand vorher kannte.
... Das internationale literaturfestival ist nun zu einer Instanz
geworden, die aus Berlin kaum mehr wegzudenken ist.
Volker Weidermann: „Die Stadt, die Welt und das Buch“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.9.2002
14000 Besucher kamen zu den 220
Veranstaltungen des 2. internationalen literaturfestivals – das sind
doppelt so viel, wie im Vorjahr.
„Literaturfestival“, Bild, 23.9.2002
Auf Erfolgskurs: Das internationale
literaturfestival berlin hat sich durchgesetzt. ... Und wahrscheinlich
war gerade seine Größe der Grund dafür, dass es nicht nur in der
überregionalen deutschen, sondern auch in der internationalen Presse
seinen Widerhall fand. Es bot für die Berliner zahlreiche
Gelegenheiten, bekannte Autoren zu hören und unbekannte zu entdecken.
Und in Berlin lebende Ausländer hatten die Möglichkeit, ihre Literatur
in der Muttersprache zu hören. Das Bemerkenswerteste aber bleibt wohl,
dass es in vergleichsweise kurzer Zeit gelungen ist, diesen
Verantaltungsmarathon auf die Beine zu stellen – jenseits der
Subventionsmentalität.
Birgit Warnhold: „Geliebter Größenwahn“, Berliner Morgenpost, 22.9.2002
Und dennoch: Wer sich in die Lesungen
und Diskussionen begab, begann schnell, an dem Lehrsatz zu zweifeln,
wonach das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist. Die kleinen,
konzentrierten und intelligent moderierten Runden machen vielmehr das
ausufernde Gesamtprogramm des Festivals schnell vergessen. Das lag
nicht allein an der strikten Regie, mit der Schreiber und sein Team für
Disziplin beim Publikum sorgten, indem sie Nacheinlässe unterbanden und
Überfüllung vermieden. Es lag auch an den Glanzpunkten, die das
Festival zu setzen vermochte und die es für deutsche Verhältnisse
einzigartig machen. ... Zu den Verdiensten des Festivals gehört es
jedoch ebenso, dass man sich nicht allein auf altgediente Prominenz
verließ. Die Sparte „Kaleidoskop“ versammelte viele Neuerscheinungen,
die der deutschen Öffentlichkeit bislang unbekannt gewesen sein
dürften. ... Ob es im nächsten Jahr wiederkehrt, ist noch unklar.
Schreiber kann sich erst jetzt um die Finanzierung bemühen. Sollte sie
gelingen, dann kann man der 3. Auflage mit Vorfreude entgegensehen.
Felix Müller: „2. internationales literaturfestival geht in Berlin zu Ende“, Die Welt, 21.9.2002
Der amerikanische Dichter Eliot
Weinberger sprach anlässlich des großen Erfolges beim Publikum und der
glänzenden Organisation davon, Berlin sei auf dem Wege, das führende
Literaturfestival der Welt zu werden.
„Weltspitze“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.9.2002
Mit der lockeren Bündelung von Vortrag
und Diskussion zum Kompaktkurs Lyrik haben die Organisatoren jedenfalls
eine glückliche Hand bewiesen. Keiner kann das Festival noch ohne
weiteres als literarischen Gemischtwarenladen kritisieren. ... So
gelingt es der „Poetry Night“, Vielfalt zu präsentieren, ohne im
Unverbindlichen stecken zu bleiben.
Steffen Richter: „Der große gemeinsame Renner“, Der Tagesspiegel, 17.9.2002
Dieses Auflösen nationaler und
kultureller Grenzen im Medium der Literatur ist ein Leitmotiv des
ganzen Festivals, vielleicht seine heimliche Leitidee. Es ist nicht
bloß Spielwiese für die Literaturen der Welt, sondern inszeniert
zugleich einen anspruchsvollen Begriff von Weltliteratur – verstanden
als Prozess des stetigen Austauschs von Ideen, der neue Literatur
erzeugt.
Michael Bienert: „Stimmen aus dem Morgenland“, Stuttgarter Zeitung, 16.9.2002
Sieger der begeisternden Slam-Revue
wurde der Großmeister der sogenannten Human Beat Performer JC 001 aus
London, der mit einem lautmalerischen Parforceritt durch die
Musikgeschichte das Publikum zu dreieinhalbminütigem Applaus hinriss.
Gückwunsch.
Volker Weidermann: „Slampoetix“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.9.2002
Berlin im Spätsommer. Das Kino ist
trotz schönem Wetter ziemlich voll. Das Literaturfestival naht, und
deshalb betritt, kurz vor dem Hauptfilm, eine junge Dame die Bühne und
will etwas Literarisches zu Gehör bringen. Kultur statt Werbepapp –
eine großartige Idee.
Gerhard Charles Rump: „Ba-nau-se“, Berliner Morgenpost, 12.9.2002
Der Beifall brandete herzlich und
dankbar. Denn erstens war an diesem Abend bis zur endgültigen
Platznahme des Publikums alles dem Anschein nach gut, wenn nicht gar
perfekt gegangen und zweitens beklatschte man im Parkett den
Enthusiasmus, den die Praktikanten mit ihrer unentgeltlichen Arbeit
verkörpern, als Prinzip. ... Wenn man nicht nach der Bestätigung eines
vorher definierten Sinns sucht, kann jede vom Besucher willkürlich
ausgewählte Veranstaltung eine umso eindrucksvollere Begegnung werden,
wenn sie im Einzelnen, in Bühnenbild, Übersetzung, Lesestil, nur so
liebevoll vorbereitet ist wie beim vergangenen Festival.
Harald Jähner: „Lesen vor der Drohkulisse“, Berliner Zeitung, 11.9.2002
Vielleicht wäre das Anliegen solcher
Festivals einfach dadurch erfüllt, dass es gelingt, jenseits
vorgefertigter Antworten Fragen zu stellen – denn dies ist doch die
eigentliche literarische Utopie: das denkbar zu machen, was nicht zu
beantworten ist. In diesem Sinne kann man sich darauf freuen, wenn
Berlin in den literarischen Ausnahmezustand gerät und sich für zwölf
Tage zur „Hauptstadt der Weltliteratur“ erklärt.
Andrea Gerk: „Prominenter Poeten-Pool“, Klang-Magazin 9/2002
„Berlinale“ nun auch für Gedichte
Bild, 29.3.2001
Unermesslich poetisch
Der Spiegel, 28.5.2001
Ulrich Schreiber ... scheint sich mit
der Erotik des Lesens auszukennen, jedenfalls ist die von ihm
herausgegebene „Berliner Anthologie“ ein schönes, gelungenes Buch. Man
wird es lesen wollen, wenn es demnächst auf dem Markt erscheint.
Jana Sittnick, die tageszeitung, 18.6.2001
Sophiensaele, summender, flirrender, in allen Zungen redender Ort der Weltliteratur!
Süddeutsche Zeitung, 21.6.2001
So wird am Ende des seit einer Woche
ablaufenden Festivals, wenn die Gäste abgereist und ihre gelesenen
Texte verklungen sein werden, eins übrig sein: ein Bilderbogen des
Großereignisses und seiner Protagonisten.
Ursula März, Frankfurter Rundschau, 21.6.2001
Ein jeder Autor ist hier, jeder auf
seine Weise, besser als der andere, und eine ganze Reihe tritt zum
ersten Mal in Deutschland auf...
Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel, 22.6.2001
Das erste internationale
literaturfestival berlin sorgt trotz der Fülle für Konzentration. ...
Drei Poeten plaudern übers Dichten, und der Saal ist voll. ... Es ist
keine Sekunde langweilig. ... Ulrich Schreiber möchte nächstes Jahr
wieder in die Sophiensaele mit seinem Festival. Man kann ihm nur Erfolg
wünschen. Wenn nur die Eröffnung nicht wieder vier Stunden dauert. Aber
das hat er bereits zugesagt.
Martin Z. Schröder, Der Tagesspiegel, 23.6.2001
Mit mehr als 6000 Zuhörern auf Lesungen und Vorträgen hat das Literaturfestival Berlin seine Erwartungen bestätigt.
Berliner Kurier, 25.6.2001
Und es war ein anderes Publikum als
sonst bei literarischen Veranstaltungen: jünger, studentischer und
nicht in erster Linie pflichtbewusst ... Zu einem Ereignis wurde die
Lesung von Antonio Tabucchi ... Péter Esterházy wurde ebenfalls
gefeiert wie ein Star.
Helmut Böttiger, Der Tagesspiegel, 27.6.2001
Der Mut, ... auf ein publikumswirksames
Konzept zu verzichten, hat sich ausgezahlt. ... So konnte man in diesen
zehn Festivaltagen in Berlin nicht nur Stars bewundern, sondern, zum
Beispiel, die weiße Südafrikanerin Antjie Krog, Abdourahman A. Waberi
aus Dschibuti und den Australier John Tranter kennenlernen. ... Diese
schillernde Vielfalt potenziert sich in der zum Festival erschienenen
„Berliner Anthologie“, einem Buch zum Spazierenlesen: Je 33 von Juroren
ernannte Autoren wählten ihrerseits je drei Gedichte aus, die zusammen
einen eigenwilligen Querschnitt durch die Menschheitspoesie ergeben.
Sieglinde Geisel, Neue Zürcher Zeitung, 30.6.2001
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