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Gesamtprogramm

Das Gesamtprogramm 2007 finden Sie in dem Kalender auf der rechten Seite (Druckversion). Die Autoren des Literaturfestivals, die ihre Teilnahme bereits zugesagt haben, finden Sie unter dem Menü-Punkt "Autoren 2007".

Eine Auflistung der Veranstaltungsorte finden Sie in der linken Navigation unter dem Menü-Punkt "Service und Links".

Das Festivalprogramm

Das internationale literaturfestival berlin präsentiert die literarische Vielfalt zeitgenössischer Prosa und Lyrik aus aller Welt. Das umfangreiche Programm gliedert sich in die drei Hauptprogramme, weitere Programmsparten sowie die Gesprächs- und Diskussionsreihe "Reflections".

In der Programmsparte Literaturen der Welt erfolgt das Auswahlverfahren durch elf Juroren, die jeweils zwei Autorinnen und Autoren ihrer Wahl nominieren. Die Juroren, international renommierte Kenner der Literatur ihrer Regionen, wählen einen repräsentativen Querschnitt aus den Genres Prosa und Lyrik für das Festival aus. Die Besucher lernen so neben Autoren von Weltruhm auch hochinteressante Neuentdeckungen aus fernen Ländern kennen. Der diesjährigen Jury gehören bisher an:  László Krasznahorkai (Ungarn), Alberto Manguel (Kanada/Frankreich), Hanan al-Shaykh (Libanon/GB), Charles Simic (USA),  Mario Vargas Llosa (Peru), Abdourahman Waberi (Dschibuti/Frankreich), Adam Zagajewski (Polen).

In dem Programm Kaleidoskop werden die Autor/innen von der Festivalleitung eingeladen. Unterstützt wird deren Entscheidung durch die Beratung eines internationalen Netzwerkes von Kuratoren und Freunden. Die Autor/innen dieses Programms ergänzen die Wahl der Jury. Dadurch ist dem Festival die Möglichkeit gegeben, auch auf aktuelle, kulturelle und politische Entwicklungen sowie besonders bemerkenswerte Neuerscheinungen zu reagieren. Gäste des DAAD in Berlin werden eingeladen.

Die Programmsparte Internationale Kinder- und Jugendliteratur präsentiert ein breit gefächertes Lesungs- und Veranstaltungsangebot im schulischen wie außerschulischen Bereich und versteht sich als Initiative zur aktiven Leseförderung. Sie möchte Kindern und Jugendlichen neue und gemeinschaftliche Zugänge zu Büchern und zum Lesen vermitteln, ihnen Horizonte eröffnen, sie emotional, sozial-gesellschaftlich und künstlerisch-handwerklich herausfordern. Die Autorenauswahl dieser Sparte erfolgt in engem Austausch mit einem international besetzten Kuratorium aus Kennern der internationalen Kinder- und Jugendliteraturszene. Das Spektrum reicht vom Bilderbuch, über das Kinder- und Jugendbuch bis hin zur Literatur für junge Erwachsene.

Das 7. internationale literaturfestival berlin möchte mit dem Fokus Lateinamerikanische Literatur die jüngsten Entwicklungen in den süd- und mittelamerikanischen Ländern präsentieren. Nach dem „Boom“ ist eine neue Generation von Autoren aufgewachsen: in Megastädten, mit unglaublicher alltäglicher Gewalt, mit unlösbaren sozialen Problemen.Nun werden sie befragt, wie sie sich die Zukunft ihrer Länder vorstellen. Und was ihre realistischen Chancen sein könnten. Sogleich wird polemisiert und politisiert, denn natürlich gibt es viele gegensätzliche, ja polare Meinungen, und dennoch stellt man auch einen Konsens fest: die Frustrationen der letzten 20 Jahre überwinden, sich für eine neue demokratische Ordnung engagieren, endemische Übel des Kontinents (Korruption, das unerträgliche Gefälle zwischen armer und reicher Bevölkerung usw.) thematisieren, an einem politischen und gesellschaftlichen Wandel ‚in Freiheit’ mitwirken.
Zum ersten Mal tritt eine junge Generation von Autoren und Intellektuellen auf, von denen viele wieder Position beziehen. In ihren Werken fällt auf, dass sie Journalismus und Literatur gerne verbinden, und sich mit dunklen Kapiteln der jüngsten Geschichte beschäftigen. Es sind neue Stimmen, die andere Romane, andere Gedichte schreiben. Sie wollen keinen  ‚magische Realismus’ mehr,  sie erkunden neue literarische Möglichkeiten. Wir wollen diese bislang noch bei uns relativ unbekannten Autoren hören, mit ihnen diskutieren, denn Lateinamerika hat uns unverändert viel zu sagen und zu erzählen. 

Scritture Giovani ist ein Kooperationsprojekt mit drei der bedeutendsten Literaturfestivals in Europa: Dem "Festivaletteratura Mantova", dem "The Guardian Hay Festival", sowie dem "Bjørnsonfestivalen Molde og Nesset".  Es dient der Förderung junger europäischer Schriftsteller. Für das Jahr 2007 werden für Scritture Giovani fünf junge Autoren ausgesucht, die in verschiedenen Sprachen zu einem vorgegebenen Thema eine Kurzgeschichte schreiben und im Rahmen der Festivals präsentieren. Die Texte erscheinen in einem fünfsprachigen Band.

Reflections existiert als Programmsparte seit dem Jahr 2002 – ins Leben gerufen anlässlich des ersten Jahrestages der Ereignisse des 11. September. Die dramatische Zäsur, mit der das Jahrtausend begann, verdeutlichte, dass der Bedarf an Aufklärung und Erklärungen auch im Informationszeitalter noch gewachsen ist. In Podiumsdiskussionen werden brisante und aktuelle Themen aus Politik, Ökonomie und Kultur debattiert. Dabei werden die Defizite der öffentlichen Wahrnehmung nicht in akademischer Abgrenzung, sondern in interdisziplinärer Vielfalt verhandelt.

Im Rückblick auf deutsche und internationale Literatur vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte wird in einer Kombination aus Lesung und Vortrag in der Sparte Erinnerung, sprich an Autoren erinnert – an bekannte, verkannte und vergessene.  Der Wiener Solopianist Peter Ponger begleitet die Lesungen musikalisch.

Das Rahmenprogramm des Festivals beinhaltet jene Aktivitäten, die über das eigentliche Lesungsprogramm am Hauptveranstaltungsort hinaus die Atmosphäre entscheidend mitbestimmen. Zwölf Tage lang wird Literatur durch besondere Projekte wie der Poesiemeile in Wilmersdorf und Charlottenburg, der SLAM!-Revue, Lesungen auf dem Friedhof oder in Gefängnissen in den öffentlichen Raum hineingetragen. Die Veranstaltungen mit den Gästen des Festivals werden in verschiedenen Einrichtungen Berlins in der Programmsparte Specials stattfinden.

Bereits einige Tage vor Beginn des Festivals finden in zahlreichen Berliner Kinos Kurzlesungen statt. Berliner Schauspielerinnen und Schauspieler rezitieren vor der Hauptveranstaltung ein ausgewähltes Gedicht oder eine Textpassage der diesjährigen Gastautoren und geben damit einen Vorgeschmack auf das bevorstehende Festival.

Bei den Lesungen am Hauptveranstaltungsort, dem Haus der Berliner Festspiele (Schaperstraße 24, 10719 Berlin), lesen die eingeladenen Autorinnen und Autoren ihre Texte im Original. Danach tragen Schauspieler die deutsche Übersetzung vor. Moderatoren und Dolmetscher ermöglichen anschließend Gespräche zwischen dem Publikum und den Autor/innen. 

Im Archiv finden Sie die Programme der letzten Jahre.

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Tickets erhältlich unter http://www.berlinerfestspiele.de

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