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Autor
© DuMont

† Anna Politkowskaja

Russland

Anna Politkowskaja wurde als Tochter von sowjetischen UN-Diplomaten 1958 in New York geboren. Sie studierte an der Moskauer Universität Journalismus und arbeitete für verschiedene Zeitungen wie die »Iswestja«, seit dem Ende des kommunistischen Systems für unabhängige Blätter, darunter die »Obschtschaja gaseta«. Zuletzt war sie Sonderkorrespondentin der kleinen oppositionellen »Nowaja Gaseta«. Ihre Reportagen wurden in mehreren Bänden herausgegeben, darunter »Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg« (2003). Ihr letztes Werk war eine faktenreiche und emotionale Darstellung der heutigen russischen Wirklichkeit. »In Putins Russland« (2005) erschien bisher nur im westlichen Ausland.

Für ihre Arbeit wurde Politkowskaja mit vor allem ausländischen Preisen geehrt. 2003 erhielt sie den "Lettre Ulysses Award" für die beste Reportage sowie die "Hermann-Kesten-Medaille". 2004 wurde sie mit dem "Olof-Palme-Preis" geehrt, und ein Jahr später wurde ihr der "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien" verliehen. Obwohl sie sich ständigen Einschüchterungsversuchen und Drohungen ausgesetzt sah, lehnte sich doch einen Leibwächter ebenso ab wie die Flucht ins Exil. 2004 wurde sie Opfer eines Giftanschlages. Am 7. Oktober erschoss sie ein unbekannter Täter im Aufgang ihres Moskauer Wohnhauses.

© internationales literaturfestival berlin

BIBLIOGRAPHIE:

Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg
DuMont
Köln, 2003
[Ü: Hannelore Umbreit]

Operation Schatoi
LI 63
Berlin, 2003
 
In Putins Russland
DuMont
Köln, 2005
[Ü: Hannelore Umbreit]

Russisches Tagebuch
DuMont
Köln, 2007

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