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© Hartwig Klappert

Paul Maar  

 Deutschland








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Gast des ilb 2005 

Paul Maar wurde 1937 in Schweinfurt geboren und verbrachte seine Kindheit im ländlichen Unterfranken. Nach dem Studium der Malerei und Kunstgeschichte in Stuttgart arbeitete er als freier Maler, Bühnenbildner, Theaterfotograf und Kunsterzieher. Seit 1976 ist er freischaffender Autor und Illustrator. Der Geschichtenerzähler, Erfinder von Versen, Rätseln, Wort- und Buchstabenspielen kam über das Illustrieren zum Schreiben und gehört zu den bedeutendsten Kinder- und Jugendschriftstellern deutscher Sprache. Sein Werk umfasst verschiedenste Gattungen und kinderliterarische Genres: Bildergeschichten, Erstlesebücher, Hörspiele, Drehbücher sowie mehr als vierzig Romane für Kinder und Jugendliche. Er hat  über fünfzehn Theaterstücke, eine Kinderoper sowie zwei Kindermusicals verfasst und ist einer der meistgespielten zeitgenössischen Autoren auf deutschen Bühnen. Wie kaum ein anderer hat Paul Maar die deutsche Kinder- und Jugendliteratur geprägt. Mit dem Träumer Lippel (»Lippels Traum«, 1984) oder dem kleinen Känguruh (»Das kleine Känguruh und seine Freunde«, 1991) hat er unvergessliche Figuren geschaffen. Sein Debüt gab Maar 1968 mit »Der tätowierte Hund«, der einem neugierigen Löwen für ein Leberwurstbrot Geschichten erzählt und die Bilder auf seinem bunt gescheckten Körper lebendig werden lässt.

Paul Maar kennt den Alltag von Kindern ebenso wie deren Wunsch- und Traumwelten. In seinen Geschichten geht es oft um kuriose Vorfälle und seltsame Geschehnisse. Dazu hat er eine ganz eigene »Symbolsprache phantastischer Irritationen des Alltags entwickelt«, wie die Jury des DJLP 1996 anführte. Er unterstützt seine jungen Leser in ihrem Bedürfnis nach eigenen Lebensentwürfen und begleitet sie mit unaufdringlichem Rat beim Bestehen der kleinen und großen Herausforderungen des Lebens, so in seinem autobiografischen Kinderroman »Andere Kinder wohnen auch bei ihren Eltern« (1976). »Ich denke beim Schreiben nie an potentielle Leser, sondern schreibe für das Kind in mir«, entgegnet er auf die Frage, woher er so gut wisse, was Kinder mögen.

Zu Maars bekanntesten Figuren gehört das Sams (»Eine Woche voller Samstage«, 1973), dem er mehrere Bände gewidmet hat. Die Geschichten um den ängstlichen Herrn Taschenbier und das furchtlose Wesen Sams, das auf geheimnisvolle Weise Wünsche erfüllen kann, wurden mit »Das Sams« (2001) und »Sams in Gefahr« (2003) nach Drehbüchern des Autors erfolgreich verfilmt. 2005 erschien die turbulente Verwandlungsgeschichte »Herr Bello und das blaue Wunder«, deren Filmfassung 2007 in die Kinos kam und bei der erneut Ben Verbong Regie führte. Der Apothekersohn Max erlebt ein wahres Wunder, als sein Hund eine geheimnisvolle blaue Flüssigkeit trinkt und sich in einen Menschen verwandelt. Auch hier packt Paul Maar Kinder »bei ihrer Lust an der Unvernunft, bringt sie zum Lachen und Bangen und gibt nicht Ruh, ehe er seine Erzählung an ein plausibles Ende gebracht hat. Trotz all der Phantasie-Kapriolen, die seine Geschichten schlagen, kommen ihre Figuren immer direkt aus dem Alltag und gehen auch dorthin zurück«, schrieb die »Frankfurter Allgemeine Zeitung«. Im August 2006 kam der zweite Band  »Neues von Herrn Bello« heraus. In dieser Geschichte voller Abenteuer und Überraschungen machen sich Max und Herr Bello auf die Suche nach dem Rezept für den sonderbaren Zaubertrunk, der Herrn Bello davor bewahrt, dass er sich wieder in einen Hund zurückverwandelt.

Paul Maars Texte wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Für sein Gesamtwerk wurde er u.a. mit dem Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur (1987) und dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises (1996) ausgezeichnet. 1998 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Zuletzt erschien seine orientalische Erzählung »Der verborgene Schatz« (2005). Maar hat drei Kinder und lebt mit seiner Frau in Bamberg.

© internationales literaturfestival berlin

Paul Maar online: www.dassams.de

BIBLIOGRAFIE:

 

Lippels Traum

Oetinger

Hamburg, 1984

 

Das kleine Känguruh und seine Freunde

Oetinger

Hamburg, 1991

 

Anne macht alles nach

Oetinger

Hamburg, 1992

Ill: Peter Knorr

 

Der tätowierte Hund

Oetinger

Hamburg, 1998

 

In einem tiefen, dunklen Wald...

Oetinger

Hamburg, 2001

Ill: Verena Ballhaus

 

Der Aufzug

Beltz & Gelberg

Weinheim, 2002

Ill: Nikolaus Heidelbach

 

Die Kuh Gloria

Oetinger

Hamburg, 2002

Ill: Tina Schulte

 

Andere Kinder wohnen auch bei ihren Eltern

Oetinger

Hamburg, 2002

Ill: Edith Schindler

 

Kartoffelkäferzeiten

Oetinger

Hamburg, 2003

Vignetten: Paul Maar

 

Kreuz und Rüben, Kraut und Quer. Das große Paul-Maar-Buch

Oetinger

Hamburg, 2004

Ill: Verena Ballhaus

 

Wer ist der Größte?

Oetinger

Hamburg, 2004

Ill: Peter Gut

 

Große Schwester, fremder Bruder

Oetinger

Hamburg, 2004

Ill: Tina Schulte

 

Alles vom Sams

[Bd. 1 – 5]

RM Buch und Medien Vertrieb

Rheda-Wiedenbrück, 2004


Nun schlaf auch du

Oetinger

Hamburg, 2005
Ill: Barbara Korthues


Herr Bello und das blaue Wunder

Oetinger

Hamburg, 2005

Ill: Ute Krause

 

Der verborgene Schatz

Oetinger

Hamburg, 2005


Neues von Herrn Bello

Oetinger

Hamburg, 2006

Ill: Ute Krause

 

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