Gast beim ilb 2005
Soledad Alvarez wurde 1950 in Santo Domingo, der
Hauptstadt der Dominikanischen Republik, geboren. Ihre ersten Gedichte,
die sie als Jugendliche schrieb, wurden in verschiedenen lokalen
Zeitungen und Magazinen veröffentlicht. Zu Beginn ihrer
schriftstellerischen Laufbahn war sie mit der Literaturgruppe »La
Antorcha« und den Schriftstellern der »jungen dominikanischen Poesie«
verbunden. In dieser Zeit betätigte sie sich auch als Verfasserin der
Kolumne »Soledad Alvarez escribe A.M.« (Ü: Soledad Alvarez schreibt am
Vormittag).
1975 zog Alvarez nach Kuba, wo sie Literaturwissenschaft mit dem
Schwerpunkt Lateinamerikanistik studierte, während sie gleichzeitig am
bekannten Zentrum für Literaturforschung arbeitete, an dem sie viele
lateinamerikanische Autoren kennenlernte. Nach ihrer Rückkehr in die
Dominikanische Republik arbeitete sie als Journalistin,
Kulturpolitikerin und Verfasserin von Essays und Gedichten. Sie war
Kolumnistin für dominikanische Zeitungen wie »El Nacional« und »Listín
Diario« und leitete die Kulturbeilage »Isla Abierta« der Zeitung »Hoy«.
Alvarez war außerdem im Vorstand der Asociación de Críticos Literarios
vertreten und war von 1992 bis 1994 Mitglied der
Schriftstellervereinigung »La Casa del Escritor Dominicano«.
1981 erschien ihr Essay »La Magna Patria de Pedro Henríquez Ureña«
(Ü: Das große Vaterland des Pedro Henríquez Ureña), der den berühmten
dominikanischen Literaturkritiker zum Gegenstand hat. Das Werk wurde
mit dem Siboney-Essay-Preis ausgezeichnet. Für die Ureña gewidmete
Publikation »El Periolibro« (1996), die von der UNESCO und dem Fondo de
Cultura Económica veröffentlicht wurde und ein Netzwerk
iberoamerikanischer Tageszeitungen bereitstellt, zeichnete Alvarez als
Herausgeberin. 1994 erschien ihr erster Lyrikband »Vuelo Posible« (Ü:
Möglicher Flug). Die sowohl abstrakten als auch sinnlichen Gedichte
thematisieren die Vergänglichkeit des Begehrens und loten mit einer
spezifisch weiblichen Perspektive die Möglichkeiten zu einem Ausgleich
zwischen Gefühl und Vernunft aus. Alvarez' Essayband »Complicidades«
(1998; Ü: Komplizenschaften) vereint Kritiken und Kommentare zur
dominikanischen Literatur, in denen die Autorin dem Zusammenspiel
zwischen Leser, Text, Schriftsteller und Literaturgeschichte nachgeht.
Alvarez, deren Gedichte in zahlreichen dominikanischen und
internationalen Anthologien erschienen, war 2002 Mitglied der Jury des
renommierten mexikanischen Literaturpreises Juan Rulfo. Sie lebt in
Santo Domingo.
© internationales literaturfestival berlin
BIBLIOGRAFIE:
La Magna Patria de Pedro Henríquez Ureña
Taller
Santo Domingo, 1981
El Debate sobre las generaciones
Fundación Cultural Dominicana
Santo Domingo, 1991
Vueblo Posible
Taller
Santo Domingo, 1994
Complicidades
Taller
Santo Domingo, 1998
Euskal eskultura Kutxaren bilduman = Escultura vasca en la coleccioìn Kutxa Kutxa
San Sebastián, 2000
Jorge Oteiza: pasión y razón
Nerea
San Sebatián, 2003
Übersetzer: Juana und Tobias Burghardt
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