Gast beim ilb 2001
Dorota Terakowska, geboren 1938 in Polen, arbeitet als Journalistin für die populäre Krakauer Zeitschrift »Przekrój«. 1986 debütierte sie mit dem Kindermärchen »Babci Brygydy szalona podró˝ po Krakowie« (»Oma Brigidas verrückte Reise durch Krakau«). Die Erzählung »W∏adca Lewawu« (»Der Herrscher des Lewaws«, 1989) zählt in Polen zur Schullektüre. In den 80er Jahren engagierte sie sich aktiv in der illegalen Verlagslandschaft.
Die Werke Terakowskas sind im Bereich der Fantasy-Literatur anzusiedeln. Ebenso nahe stehen sie dem modernen Märchen, bei dem das Motiv des Heranwachsens, der Initiation oder auch Metamorphose der Hauptfigur in den Mittelpunkt rückt. Ihre Protagonisten sind Außenseiter, die über Traumwege, eine psychische Krankheit, Fieberphantasien oder medi-tative Bilder der Realität entfliehen können. Die Autorin beschreibt Welten voller Magie und Geheimnisse: heidnische Gottheiten, Hexen und Katzen, Engel und archetypische Figuren bevölkern ihre Geschichten. Die heutige Gegenwart wird verknüpft mit Mysterien und Mythen, Volksritualen und Märchen.
»Ich glaube an eine besondere Art einer allgegenwärtigen Magie, an das Schicksal, das Fatum, daran daß, wenn das Schicksal einem Menschen mit der einen Hand gibt [...] dann nimmt es etwas mit der anderen. Deshalb schreibe ich niemals ein glückliches Ende, die sogenannten Happy Ends gibt es für mich nicht [...] Das beste glückliche Ende in meinen Manuskripten ist ein Fragezeichen: Vielleicht gelingt es? [...] Vielleicht aber auch nicht?«.
Dorota Terakowska wurde 1994 mit »Córkà Czarownic« (»Die Hexentochter«) auf die Ehrenliste der IBBY (International Board on Books for Young People) gesetzt. 1995 gewann sie den Little Dong Award einer Kinderjury. 1998 für »SamotnoÊç Bogów« (»Die Einsamkeit der Götter«) und 1999 für »Tam gdzie spadajà anio∏y« (»Wo die Engel vom Himmel fallen«) wurde ihr der Book of the Year Award of the Polish IBBY Section verliehen. »Poczwarka«, ihr jüngstes Buch, erschien in diesem Jahr.
© internationales literaturfestival berlin
Dorota Terakowska online: http://terakowska.art.pl/
BIBLIOGRAFIE:
Próba generalna
Wydawnictwo Literackie
Krakau, 1983
Guma do żucią
Niezalenźa Oficyna Wydawnicza
Warschau, 1986
Córka czarownic
Lublin Verba
Krakau, 1991
Lustro pana Grymsa
Wydawnictwo Literackie
Krakau, 1998
Samotnosc bogów
Wydawnictwo Literackie
Krakau, 1998
Władza Lewawu
Wydawnictwo Literackie
Krakau, 1998
W krainie kota
Wydawnictwo Literackie
Krakau, 1999
Tam gdzie spadają anioły
Wydawnictwo Literackie
Krakau, 1999
Poczwarka
Wydawnictwo Literackie
Krakau, 2002
Ono
Wydawnictwo Literackie
Krakau, 2003
Übersetzerin: Ulrike Bischof |