Jason Reynolds  [ USA ]

Biographie

Gast des ilb 2018.

Bibliographie

My Name Is Jason. Mine Too
[Ill.: Jason Griffin]
HarperCollins
New York, 2009
Coole Nummer
dtv
München, 2015
[Ü: Klaus Fritz]
As Brave as You
Simon & Schuster
New York, 2016
Nichts ist okay!
[Mit Brendan Kiely]
dtv
München, 2016
[Ü: Klaus Fritz u. Anja Hansen-Schmidt]
Love oder Meine schönsten Beerdigungen
dtv
München, 2017
[Ü: Klaus Fritz]
Miles Morales: Spider-Man
[Ill.: Kadir Nelson]
Marvel Press
New York, 2017
Long Way Down
Simon & Schuster
New York, 2017

http://jasonwritesbooks.com

Der Kinder- und Jugendbuchautor Jason Reynolds, geboren 1970 in Oxon Hill, Maryland, studierte Literaturwissenschaften und Kreatives Schreiben an der University of Maryland.
Zusammen mit dem Illustrator Jason Griffin debütierte er 2009 mit »My Name Is Jason. Mine Too« (Ü: Mein Name ist Jason. Meiner auch), einer Collage aus Gedichten und Zeichnungen über ihre Freundschaft als Teenager und junge Erwachsene, die zusammen nach New York gehen. 2014 folgte sein erster Jugendroman »When I Was the Greatest« (dt. »Coole Nummer«, 2015), der von der Presse hoch gelobt wurde. Die Handlung ist wiederum in New York angesiedelt und spielt an den sozialen Brennpunkten in Brooklyns Stadtviertel Bedford-Stuyvesant. Aus der Perspektive des 15-jährigen Schwarzen Allen »Ali« Brooks schildert Reynolds den Mikrokosmos seiner Lebenswelt, und trotz der schwierigen Lebensverhältnisse werden alle Bedrohungen und das Gefühl der Ausweglosigkeit von Alis Lebensmut und Optimismus überstrahlt. Gekonnt spiegelt Reynolds in seinem Debüt die Sprache Heranwachsender mit ihrem rasanten Rhythmus, der ihr eigenen Lexik und dem einzigartigen »Groove«. Zusammen mit dem Autor Brendan Kiely schilderte Reynolds in »All American Boys« (2015; dt. »Nichts ist okay!«, 2016) einen Fall von Polizeigewalt in den USA aus der Sicht eines schwarzen und eines weißen Teenagers. In diesem hochaktuellen Buch zeigen die Autoren die tiefe Spaltung ihres Landes, dessen Alltag von Rassismus und Willkür geprägt ist, und zwingen sowohl die Protagonisten als auch den Leser, die Leserin dazu, eine eindeutige Position zu beziehen. In »The Boy in the Black Suit« (2015; dt. »Love oder Meine schönsten Beerdigungen«, 2017) setzt sich Reynolds mit dem Thema des Sterbens auseinander: Nachdem der 17-jährige Matthew seine Mutter verloren hat, sucht er Ablenkung in einem Job und landet ausgerechnet bei einem Beerdigungsinstitut. Durch den Schmerz der Angehörigen, die er bei den Trauerfeiern beobachtet, begreift Matthew, dass er mit seiner Trauer nicht allein ist, und als er dann die elternlose Love kennenlernt, verhilft ihm diese Begegnung mit dem trauernden Mädchen zur Einsicht, dass er einen Weg aus der Resignation finden muss. Reynolds jüngste Publikation »Long Way Down« (2017; Ü: Der lange Weg nach unten) ist ein Jugendroman in Versen, der von einer nur sechzig Sekunden dauernden Fahrt in einem Fahrstuhl erzählt: Der Bruder des 15-jährigen Will wurde ermordet, und Will steigt mit dessen Waffe in den Fahrstuhl und fährt abwärts. Auf verschiedenen Etagen steigen Verwandte, Freunde und sogar die Geister der Mordopfer zu, und alle Stimmen verbinden sich zu einem chorischen Disput über »The Rules«, das ungeschriebene Gesetz der Rache, das in seiner Umgebung Gültigkeit hat.
Reynolds erhielt den John Steptoe New Talent Award (2015) und eine lobende Erwähnung beim Coretta Scott King Award (2016, 2017, 2018), der Newbery Medal (2018) und dem Printz Award (2018). Der Autor lebt in Washington, D.C.

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