Eric Lambé  [ Belgien ]

Biographie

Gast des ilb 2018.

Bibliographie

Les jours ouvrables
Amok
Montreuil, 1997
Ophélie et les directeurs des ressources humaines
Frémok
Brüssel, 2001
Alberto G.
[Mit Philippe de Pierpont]
Frémok
Brüssel, 2003
La pluie
[mit Philippe de Pierpont]
Casterman
Paris/Brüssel, 2005
Paysage après la bataille
[Mit Philippe de Pierpont]
Frémok/Actes Sud
Brüssel/Paris, 2016
Biblio Website:
Les jours ouvrables
Amok
Montreuil, 1997
Ophélie et les directeurs des ressources humaines
Frémok
Brüssel, 2001
Alberto G.
[Mit Philippe de Pierpont]
Frémok
Brüssel, 2003
La pluie
[mit Philippe de Pierpont]
Casterman
Paris/Brüssel, 2005
Un voyage
[Mit Philippe de Pierpont]
Futuropolis
Paris, 2008
Joue avec moi
Frémok
Brüssel, 2011
Le fils du roi
Frémok
Brüssel, 2012
Paysage après la bataille
[Mit Philippe de Pierpont]
Frémok/Actes Sud
Brüssel/Paris, 2016

Der belgische Illustrator und Zeichner Eric Lambé wurde 1966 in Arlon geboren. Nach seinem Kunststudium in Brüssel gründete er Anfang der neunziger Jahre zusammen mit Denis Larue und Alain Corbel die Gruppe Mokka, aus der die gleichnamige Zeitschrift hervorging, 1992 umbenannt in »Pelure Amère«, bis ihr Erscheinen 1994 eingestellt wurde. Lambé veröffentlichte in dieser Zeit auch in anderen belgischen Zeitschriften wie »Frigorevue« oder »Frigobox« auf Französisch, in »Bill« auf Flämisch.
Eine größere Sammlung seiner französischsprachigen Comicstrips wurde in seinem ersten Buch »Les jours ouvrables« (1997; Ü: Öffnungszeiten) zusammengefasst. Im Zusammenhang mit dem Kulturhauptstadtjahr »Bruxelles 2000« erschien sein zweites Buch »Ophélie et les directeurs des ressources humaines« (2001; Ü: Ophelia und die Personalchefs) mit Anklängen an die Biografie von Fernando Pessoa. »Alberto G.« (2003) ist dem Künstler Alberto Giacometti gewidmet und seiner Suche nach einem perfekten künstlerischen Ausdruck. Lambé wählte für die mit knappen Texten erzählte Geschichte grafische und stilistische Verzerrungen. In der Liebesgeschichte »La pluie« (2005; Ü: Der Regen) lässt er Linien und Farben mit Fortgang der Geschichte zunehmend verschwimmen und ausdünnen. Ab 1998 arbeitete Lambé mit Philippe de Pierpont zusammen, es entstanden bislang vier Bücher. Die Grafiken ihres Buchs »Paysage après la bataille« (2016, Ü: Landschaft nach der Schlacht), das von dem Rückzug einer gebrochenen Frau nach dem Tod ihres Kindes auf einen menschenleeren Campingplatz im Winter erzählt und auf dem Internationalen Comicfestival von Angoulême 2017 mit dem Prix du meilleur album ausgezeichnet wurde, zeichnen sich durch eine feine Linienführung aus, die die Zerbrechlichkeit des Lebens reflektiert. Auch die impressionistische Farbgebung verweist auf das Gefühl der Vagheit aller Existenz, auf die darin lauernde Leere, den Tod, die Einsamkeit. Die Protagonistin wird vor allem von hinten gezeigt, ihr Gesicht bleibt gleichsam anonym – und symbolisiert damit die tragische Auslöschung eines Individuums. Der französische Schriftsteller Mathias Énard beschrieb seinen Eindruck folgendermaßen: »Die Zeichnungen stehen im Vordergrund. Und das ist absolut faszinierend an diesem Buch: die Art und Weise des grafischen Aufbaus einer Geschichte mit einem unkonventionellen Plot, dem man gespannt folgt und der sich nach und nach offenbart. Das ist echte psychologische Spannung und dazu ein großartiges, sehr literarisches Buch, eine Form von stummer Literatur.«
Éric Lambé illustrierte auch die Bücher »Le Sac à main« (2004; Ü: Die Handtasche) und »La Photo« (2005; Ü: Das Foto) von Marie Desplechin sowie das Kinderbuch »Le Voyage de Djuku« (2003; Ü: Djukus Reise) von Alain Corbel. Seine Bilder waren auf diversen Ausstellungen zu sehen, darunter auch in Bolivien. Seit 2003 ist Eric Lambé Professor an der ESA Saint Luc in Brüssel.

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