Laksmi Pamuntjak  [ Indonesien ]

Biographie

Laksmi Pamuntjak Portrait
© Jacky Suharto/ Francois May

Gast des ilb 2015, 2018.

Bibliographie

Aruna dan Lidahnya
Gramedia Pustaka Utama
Jakarta, 2014

Alle Farben Rot
Ullstein
Berlin, 2015
[Ü: Martina Heinschke]

There Are Tears in Things
Poetry and Prose (2001–2016)
Gramedia Pustaka Utama
Jakarta, 2016

The Birdwoman’s Palate
Amazon Crossing
Seattle, 2018

Herbstkind
Ullstein
Berlin, 2018
[Ü: Corinna Rodewald]

www.laksmipamuntjak.com

Laksmi Pamuntjak wurde 1971 in Jakarta, Indonesien, geboren. Bereits mit sechs Jahren schrieb sie erste Geschichten, mit elf gewann sie ihren ersten Literaturpreis. Sie gründete 2001 die Buchhandlung Aksara in Jakarta mit und veröffentlichte zahlreiche Artikel in indonesischen und internationalen Publikationen wie »Jakarta Post«, »Tempo«, »Kulturaustausch« und »FAZ«, heute schreibt sie Kommentare für den »Guardian«. Als Herausgeberin und Übersetzerin zeichnete sie für »Selected Poems« (2004) und »On God and Other Unfinished Things« (2004) des indonesischen Lyrikers Goenawan Mohamad verantwortlich und schrieb das Vorwort für »Not a Muse: International Anthology of Women’s Poetry« (2008).
Eigene Gedichte und Kurzgeschichten von Pamuntjak wurden in zahlreichen internationalen Zeitschriften publiziert. Sie veröffentlichte zudem einen Essay über Gewalt und Homers »Ilias« mit dem Titel »Perang, Langit dan Dua Perempuan« (2006; Ü: Krieg, Himmel und zwei Frauen), die Kurzgeschichtensammlung »The Diary of R. S.: Musings on Art« (2006; Ü: Das Tagebuch von R. S. Gedanken zur Kunst), drei Lyrikbände, »Ellipsis« (2005; Ü: Ellipse), »The Anagram« (2007; Ü: Das Anagramm) und »There are Tears in Things« (2016; Ü: Da sind Tränen in den Dingen), sowie vier Ausgaben des unabhängigen kulinarischen Ratgebers »The Jakarta Good Food Guide«. 2012 erschien Pamuntjaks erster Roman »Amba«, der Finalist des Khatulistiwa-Preises war und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Die deutsche Übersetzung »Alle Farben rot« (2015) wurde mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet. In einer modernen Interpretation des indonesischen Nationalepos »Mahabharata« wird das Liebespaar Amba und Bishma bei einer Demonstration gegen die Machtergreifung von General Suharto voneinander getrennt. Jahrzehnte später sucht Amba auf der Gefängnisinsel Buru nach den Spuren ihres Geliebten, der damals hierher verschleppt worden sein soll, um so Antworten auf Fragen zu finden, die sie schon lange quälen. Um diese individuelle Geschichte entfaltet Pamuntjak dabei das Panorama einer jungen Nation und ihrer bewegten Geschichte im 20. Jahrhundert zwischen Kolonialzeit und Unabhängigkeit, Diktatur und Demokratie. Der Literaturkritiker Bambang Sugiharto stufte den Roman als einen der literarischen Leuchttürme seines Landes ein. 2014 erschien der Roman »Aruna dan Lidahnya« (Ü: Aruna und ihre Zunge) über eine Epidemiologin, deren wahre Leidenschaft das Essen ist. Die Filmadaption kommt 2018 ins Kino. In ihrem Roman »The Fall Baby« (2018; dt. »Herbstkind«, 2018), einer Fortsetzung von »Alle Farben rot«, schildert Pamuntjak die Einflüsse der Vergangenheit auf die Identität einer Frau, die sich als Wanderin zwischen den Welten von Indonesien und Europa, zwischen Tradition und Moderne befindet.

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