10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Jan Paul Schutten  [ Niederlande ]

Biographie

Portrait Schutten
Copyright Jan Paul Schutten / C. Chris van Houts

Gast des ilb 2017.

Bibliographie

Ruik eens wat ik zeg, de taal van dieren en planten

[Ill. Sieb Posthuma]

Querido

Amsterdam, 2003

Kinderen van Amsterdam

Nieuw Amsterdam

Amsterdam, 2007

Groeten uit 2030

Davidsfonds/De Fontein

Utrecht, 2011

Evolution oder das Rätsel von allem, was lebt

[Ill. Floor Rieder]

Gerstenberg

Hildesheim, 2014

[Ü: Verena Kiefer]

Der Mensch oder Das Wunder unseres Körpers und seiner Billionen Bewohner

[Ill. Floor Rieder]

Gerstenberg

Hildesheim, 2016

[Ü: Verena Kiefer]

Jan Paul Schutten wurde 1970 im niederländischen Vlissingen geboren. Er studierte in Utrecht Kommunikationswissenschaften und arbeitete danach als Texter in einer Werbeagentur. 2002 veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch »Ruik eens wat ik zeg« (Ü: Riech, was ich dir sage). Sein Debüt war so erfolgreich, dass er wenige Jahre später seinen Job in der Werbeagentur aufgab und sich vollständig dem Schreiben widmete. Seitdem sind über vierzig Kinder- und Jugendbücher aus seiner Feder in den Niederlanden erschienen, einige von ihnen wurden in mehr als zehn Sprachen übersetzt.

Jan Paul Schutten schreibt vor allem informative Bücher, in denen sich Antworten auf Fragen von Kindern zu verschiedenen Bereichen finden: Tiere, Pflanzen, Geschichte, Wissenschaften sowie ganz gewöhnliche Alltagsfragen. In seinem Kinderbuch »Het raadsel van alles wat leeft« (2013; dt. »Evolution oder das Rätsel von allem, was lebt«, 2014) beginnt die Geschichte der Erde nicht mit dem Urknall, sondern mit dem Pantoffeltierchen. Anschaulich und unterhaltsam beschreibt Schutten die Unterschiede zwischen toter und lebendiger Materie, den Entwicklungsweg vom Atom bis hin zum Menschen mit seiner ganzen Komplexität und auch den Darwinismus. Um die wissenschaftlichen Erkenntnisse besser fassbar zu machen, bemüht Schutten als Anschauungsobjekt einen gewissen Jan Groß aus Dietz und seine Stinkesocken, die von allerlei Bakterien bewohnt sind. Die Antwort auf die Frage, was Anfang der Evolution stand und wer für das Wunder des Lebens verantwortlich ist, überlässt Schutten jedoch dem Leser: »Man kann durchaus zugleich an die Evolution und an Gott glauben. […] Vielleicht wird der Mensch durch die Evolution ja wirklich immer intelligenter. Und vielleicht ist unser Gehirn in der Zukunft endlich so weit entwickelt, dass es entdeckt, ob es einen Gott gibt oder nicht.« Auf die Vorgänge im menschlichen Körper geht Schutten noch detaillierter in seinem Jugendsachbuch »Het wonder van jou en je biljoenen bewoners« (2015; dt. »Der Mensch oder Das Wunder unseres Körpers und seiner Billionen Bewohner«, 2016) ein. In zehn Kapiteln widmet er sich wissenschaftlich fundiert und dennoch humorvoll den verschiedenen Organen des menschlichen Körpers und berücksichtigt zudem die menschliche Entwicklung unter kulturhistorischen und sozialen Bedingungen. Die Illustrationen von Floor Rieder veranschaulichen den Text in teilweise stilisierten und comicartigen Darstellungen.

Schutten wurde mit zahlreichen Kinder- und Jugendbuchpreisen in den Niederlanden und in Deutschland geehrt, darunter zweimal mit dem Goldenen Griffel, dem LUCHS-Preis und dem Emys Sachbuchpreis. Mit »Evolution oder Das Rätsel von allem, was lebt« war er außerdem für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und wurde 2015 unter die »Besten 7« des Deutschlandfunks gewählt. Der Autor lebt in Amsterdam.

[http://janpaulschutten.nl]

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