10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Øyvind Torseter  [ Norwegen ]

Biographie

Portrait Torseter
Copyright Gyldendal Norsk Forlag

Gast des ilb 2017.

Bibliographie

Klikk

Cappelen

Oslo, 2004

Papas Arme sind ein Boot

[Text: Stein Erik Lunde]

Gerstenberg

Hildesheim, 2010

[Ü: Maike Dörries]

Hilfe, die Arche sinkt! oder Warum Hundenasen feucht sind

[Text: Kenneth Steven]

Lappan

Oldenburg, 2014

[Ü: Maike Dörries]

Das Loch

Gerstenberg

Hildesheim, 2014

[Ü: Maike Dörries]

Super-Bruno

[Text: Håkon Øvreås]

Hanser

München, 2016

[Ü: Angelika Kutsch]

Super-Matze

[Text: Håkon Øvreås]

Hanser

München, 2017

[Ü: Angelika Kutsch]

Der siebente Bruder oder Das Herz im Marmeladenglas

Gerstenberg

Hildesheim, 2017

Der norwegische Künstler, Illustrator und Comicautor Øyvind Torseter wurde 1972 in Hamar geboren. Er studierte bis 1998 Kunst und Grafikdesign am Merkantilt Institutt, an der Skolen for Grafisk Design in Oslo und am Kent Institute of Art and Design in Maidstone.

Seit 1999 schreibt und illustriert er Kinderbücher. Als Illustrator arbeitet Torseter sowohl mit traditionellen als auch mit digitalen Bildtechniken, seine Bilder dienen als Illustrationen zum Text, können aber auch spielerisch und experimentell zur Erkundung eigener Details und Geschichten einladen. Für »Eg kan ikkje sove no« (2008; dt. »Papas Arme sind ein Boot«, 2010) von Stein Erik Lunde beispielsweise arbeitete Torseter mit fotografierten, am Computer bearbeiteten Papierbauten, die dem Betrachter wie ein Bühnenbild erscheinen. Das Buch war für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 nominiert, die Jury lobte »die außergewöhnlichen kulissenartigen Illustrationen«. Für »Historia om korleis hunden fekk våt snute« (2012; dt. »Hilfe, die Arche sinkt! oder Warum Hundenasen feucht sind«, 2014) illustrierte Torseter eine Geschichte von Kenneth Steven um den biblischen Noah, dessen Arche ein Loch hat und zu sinken droht. In »Brune« (2013; dt. »Super-Bruno«, 2016) und »Svartle« (2015; dt. »Super-Matze«, 2017) von Håkon Øvreås unterstreicht Torseter mit seinen Bilden den subtilen Humor des Textes. Mit leichten, einfachen Strichen arbeitet er schlichte Gesichter heraus, die Umgebung und die Gegenstände sind mit ausgeprägten Details gestaltet, Farbe setzt er sparsam, aber effektiv ein, und die weichen Töne ergänzen und unterstützen die Stimmung des Buches. In »Hullet« (2012; dt. »Das Loch«, 2014) gestaltete er einen eigenen Text über eine Maus auf der Suche nach einem Loch, das ihr immer wieder entwischt. Zusammen mit der Maus sucht der Leser bei jedem Umblättern das Loch, das sich, ausgehend von der Mitte des Buchdeckels, auf allen Seiten befindet, mal im Fußboden, wo es die Maus zum Stolpern bringt, mal in einer Waschmaschinentür. Torseters jüngstes Buch »Mulegutten« (2015; dt. »Der siebente Bruder oder Das Herz im Marmeladenglas«, 2017) für Kinder ab zehn Jahre ist eine satirisch erzählte und grafisch düster gestaltete Heldengeschichte auf der Grundlage eines mit Trollen, Geistern, Prinzessinnen und Tieren besiedelten norwegischen Märchens. Der siebente Bruder rettet darin seine Geschwister und ist auf der Suche nach dem Herzen eines bösen Trolls, um es zu zerstören.

Øyvind Torseters wurde für sein umfangreiches Werk u.~a. mit dem Bilderbuch-Preis des norwegischen Departements für Kirche und Kultur 2004, dem Bologna Ragazzi Award 2008 und dem Illustrationspreis für Kinder- und Jugendbücher 2012 ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Oslo.

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