10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Dave Shelton  [ Großbritannien ]

Biographie

Portrait Shelton
Copyright privat

Gast des ilb 2017.

Bibliographie

Good Dog, Bad Dog

DFC Library

2010

Bär im Boot

Carlsen

Hamburg, 2013

[Ü: Ingo Herzke]

Der 13. Stuhl

Carlsen

Hamburg, 2016

[Ü: Ingo Herzke]

Dave Shelton wurde 1968 in Leicester geboren, wo er auch aufwuchs. Bekannt wurde er durch seinen Comic »Good Dog, Bad Dog« (Ü: Guter Hund, böser Hund) mit den beiden Detektiv-Hunden Kirk Bergman und Duncan McBoo, die auf Verbrecherjagd in einer Großstadt sind. Der Comic erschien zunächst 2008/2009 in der wöchentlichen Ausgabe von »DFC« sowie als Sonnabendsbeilage des »Guardian«. In seinem Buch »A Boy and a Bear in a Boat« (2012; dt. »Bär im Boot«, 2013) für Kinder von neun bis elf Jahren, das mit seiner Figurenkonstellation an Yann Martels »Schiffbruch mit Tiger« erinnert, erzählt er von einem Bären, der zusammen mit einem Jungen eine abenteuerliche Bootsfahrt unternimmt. Der Bär isst gern exotisch belegte Sandwiches (Sardellen, Bananen und Pudding) und spielt die Ukulele als »kostenlose On-Board-Unterhaltung«. Außerdem macht der Bär nicht gern Pläne und meint, ein Kapitän zur See müsse jede Situation meistern, wie sie gerade kommt. Irgendwann bleibt vom mitgenommenen Proviant nur noch ein Sandwich übrig, und die beiden versuchen Fische zu fangen. Nachdem sie mit kleineren immer größere Fische fangen konnten, haben sie auf einmal ein Seeungeheuer an der Angel. Der Junge wird immer unzufriedener mit dem Bären und beginnt mit ihm zu streiten. Als der Bär aus dem Boot verschwindet, erfasst den Jungen Panik: Sie sind trotz allem aufeinander angewiesen, und so schweißt sie ihr gemeinsames Abenteuer immer mehr zusammen. Die Gruselgeschichte »Thirteen chairs« (2014; dt. »Der 13.~Stuhl«, 2016) richtet sich an Kinder ab zwölf Jahre. Darin hat ein Junge namens Jack in einem großen, verlassenen Haus zu entscheiden, ob er ein Zimmer betreten soll oder nicht. Als er es endlich tut, entdeckt er zwölf merkwürdige Gestalten, die vor je einer Kerze an einem Tisch sitzen. Ein Platz ist leer und wartet auf ihn. Jack setzt sich und hört zu, während jeder der zwölf Menschen nacheinander eine Geschichte von Tod und Verderben, von Mord und Rache vorträgt. Sie erzählen Sagen und Legenden, berichten von dämonischen Tieren, skrupellosen Geschäftsleuten, Seemännern und Schriftstellern. Sobald ein Erzähler mit seiner Geschichte fertig ist, bläst er seine Kerze aus. Schließlich brennt nur noch eine Kerze, und Jack ist allein im Dunkeln. Und endlich begreift er, welche Spukgeschichte er erzählen soll. Die einzelnen Kurzgeschichten des Buchs sind spannend und anschaulich geschrieben, und jede von ihnen wirft Fragen auf, deren Antworten man aus der dreizehnten Geschichte von Jack erwartet und die das Rätsel löst, was für eine seltsame Gemeinschaft hier zusammengekommen ist und warum sie sich diese Geschichten erzählen.

Dave Shelton wurde für »A Boy and a Bear in a Boat« mit dem Branford Boase Award 2013 ausgezeichnet. Er lebt in Cambridge, England.

[http://daveshelton.com]

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