10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Håkon Øvreås  [ Norwegen ]

Biographie

Portrait Ovreas
© Mona Vetrhus

Gast des ilb 2016.

Bibliographie

Avstaden mellom hus

Cappelen Damm

Oslo, 2008

Grevlingvariasjonene

Cappelen Damm

Oslo, 2011

Kjærlighet er den Ting

Cappelen Damm

Oslo, 2014

Svartle

Gyldendal

Oslo, 2015

Super-Bruno

[Ill: Øyvind Torseter]

Hanser

München, 2016

[Ü: Angelika Kutsch]

Håkon Øvreås wurde 1974 in Norwegen geboren und absolvierte ein Masterstudium in vergleichender Literaturwissenschaft an der Universität von Oslo, das er mit einer Arbeit zur Beziehung von Autor und Werk, basierend auf einer Lesung von Arild Nyquists Roman »Giacomettis forunderlige reise« (1988; Ü: Giacomettis wunderbare Reise), abschloss.

Sein eigenes literarisches Debüt gab Øvreås 2008 mit der Gedichtsammlung »Avstaden mellom hus« (Ü: Abstand zwischen den Häusern), der 2011 der Lyrikband »Grevlingvariasjonene« (Ü: Dachs-Variationen) folgte. »Brune« (2013) war dann das erste Kinderbuch des Autors, das gleich mit dem Staatspreis des norwegischen Kultusministeriums und dem Literaturpreis des Nordic Council ausgezeichnet wurde. Neben Übersetzungen in zahlreiche andere Sprachen wie das Niederländische (»Bruno wordt een superheld«, 2014) und das Französische (»Maarron«, 2015) erscheint 2016 mit »Super-Bruno« auch eine deutsche Ausgabe des Werks. In tiefer Trauer über den Tod seines geliebten Großvaters muss der Protagonist auch noch erleben, dass drei ältere Jungen seine selbst gebaute Hütte verwüsten. Ohne Unterstützung der Eltern bleibt Bruno und seinen Freunden nur übrig, Mut zu beweisen, indem sie zu Superhelden werden, welche sich den Peinigern mit Fantasie und Humor entgegenstellen und für ausgleichende Gerechtigkeit sorgen. Mit einem braunen Umhang und Maske streicht Bruno dafür das Fahrrad eines der Jungen braun an, unterstützt von seinen Freunden Matze (als schwarzer Rächer) und Laura (als blauer Engel). All diese verrückten Abenteuer wechseln ab mit zarten Passagen, in denen Bruno innerlich Rat bei seinem verstorbenen Großvater sucht. Øvreås gelingt es, den Leser einerseits zu unterhalten und andererseits komplexere Themen wie Identität, Tod und Gerechtigkeit altersgerecht zu behandeln. Eine Rezension in der »Süddeutschen Zeitung« beschrieb »Super-Bruno« entsprechend als eines der Bücher, die »man einfach in den Arm nehmen, drücken und festhalten« möchte, da es dem Autor mit einfachen, fast beiläufigen Sätzen gelinge, die Leser in die Gefühlswelt des kleinen Protagonisten zu ziehen, woran auch die besonderen Illustrationen des norwegischen Grafikers Oywind Torseter ihren Anteil hätten. Roland Hochstrasser von »Kinder- und Jugendmedien Aargau« lobte, die Geschichte sei »charmant und poetisch erzählt« und vermittle als positive Botschaft u.~a., dass »Freundschaft, Humor und Phantasie« Dinge seien, »die zählen und uns stärker machen«. Eine Rezension von »Buch & Maus« kam zu dem Schluss, Øvreås’ Werk, »spannend, dicht an der Kinderperspektive und mit positivem Schluss«, mache »jetzt schon Lust auf die Fortsetzung«. Bevor diese erscheinen wird, veröffentlichte Øvreås in der Zwischenzeit mit »Kjærlighet er den Ting« (2014; Ü: Die Liebe ist das Ding) eine weitere, dritte Sammlung seiner Gedichte.

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