10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Bette Westera  [ Niederlande ]

Biographie

Portrait Westera
© Chris van Houts

Gast des ilb 2016.

Bibliographie

Wil je met me trouwen?

Gottmer

Haarlem, 1999

Seinen Opa wird Jan nie vergessen

[Ill. Harmen van Straaten]

Lappan

Oldenburg, 2001

[Ü: Andrea Grotelüschen]

Aan de kant, ik ben je oma niet

[Ill. Sylvia Weve]

Gottmer

Haarlem, 2013

Überall & Nirgends

[Ill. Sylvia Weve]

Susanna Rieder

München, 2016

[Ü: Rolf Erdorf]

Baby’tje in mama’s buik

[Ill. Jan Jutte]

Gottmer

Haarlem, 2016

Bette Westera wurde 1958 in Velp, Niederlande, geboren. Vierzehnjährig zog sie mit ihren Eltern nach Leiden. Mit dem Entschluss, Lehrerin zu werden, studierte sie zunächst Pädagogik, wechselte dann aber zur Psychologie über und arbeitete von 1991 bis 2003 in einem sozialen Projekt in Stoutenburg.

1999 debütierte sie mit ihrem ersten Kinderbuch »Wil je met me trouwen?« (Ü: Willst du mich heiraten?), in der sich Sofie in Ermangelung von Spielgefährten, als Braut verkleidet, auf die Suche nach einem Ehemann begibt. In deutscher Übersetzung liegen zwei ihrer mittlerweile über dreißig Kinderbücher vor. Zusammen mit Harmen van Straaten als Illustrator verfasste sie »Een opa om nooit te vergeten« (2001; dt. »Seinen Opa wird Jan nie vergessen«, 2001). Darin behandelt sie auf behutsame und kindgerechte Weise das Thema Sterben: Um sich am Tag der Beerdigung seines Großvaters die Tränen trocknen zu können, bekommt Jan von seiner Mutter ein Taschentuch. Es ist das riesige Taschentuch seines Großvaters, das ihn an die Erlebnisse mit ihm erinnert. Um Dinge nicht zu vergessen, machte sein Großvater immer einen Knoten ins Taschentuch, und Jan tut es ihm nach~– auch wenn er seinen Großvater auch ohne das in Erinnerung behalten wird. Das Buch richtet sich an Kinder zwischen fünf und sieben Jahren, kommt mit wenig Text aus, und das Taschentuch des Großvaters zieht sich auch optisch wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte. In ihrem Gedichtband »Doodgewoon« (2014; dt. »Überall & Nirgends«, 2016), der von Sylvia Weve illustriert wurde und für Kinder ab acht Jahren gedacht ist, geht es ebenfalls um das Thema Tod. Breit ist das Spektrum derer, die man durch den Tod verlieren kann~– Verwandte, ein Haustier, ein Mitschüler, der ungeliebte Ehemann usw. Bei den Textsorten reicht die Spannweite von Abschiedsgedichten über Grabinschriften bis hin zu Gedichten über Begräbnisrituale. Auch die verschiedenen Arten des Trauerns in anderen Kulturen werden dem jungen Leser nähergebracht. Bette Westera spricht dabei unverhohlen alle Emotionen an, die das Sterben begleiten. Auch wenn Trauer, Angst, Aufbegehren und Resignation deutlich benannt werden, ist es kein düsteres, sondern dank des Humors der Autorin ein tröstliches Buch, das den Tod als festen und unvermeidlichen Bestandteil des Lebens zeigt.

Ihr literarisches Werk wurde in zehn Sprachen übersetzt und u.~a. mit dem Silberner Griffel (2011, 2015), Flagge & Wimpel (2011, 2013, 2015), dem Goldenen Griffel (2015) sowie dem Woutertje-Pieterse-Prijs (2015) ausgezeichnet. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit komponiert Bette Westera zusammen mit ihrem Mann Diederik van Essel Kinderlieder und übersetzt zudem Bilderbücher und Lyrik aus dem Englischen, Französischen, Dänischen, Deutschen und Norwegischen ins Niederländische. Bette Westera lebt in Amersfoort.

[http://www.bettewestera.nl/]

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