10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Alain de Botton  [ Schweiz, Großbritannien ]

Biographie

Portrait Botton
© Vincent Starr

Gast des ilb 2016.

Bibliographie

Versuch über die Liebe

S. Fischer

Frankfurt a. M., 1994

[Ü: Helmut Frielinghaus]

StatusAngst

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2004

[Ü: Chris Hirte]

Glück und Architektur

Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2008

[Ü: Bernhard Robben]

Religion für Atheisten

Vom Nutzen der Religion für das Leben

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2013

[Ü: Anne Braun]

Der Lauf der Liebe

S. Fischer

Frankfurt a. M., 2016

[Ü: Barbara von Bechtolsheim]

Alain de Botton wurde 1969 in Zürich geboren und wuchs in der Schweiz auf, bis er im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach England zog, wo er Geschichte an der Cambridge University studierte und Englisch zu seiner Erstsprache wurde. Von 1991 bis 1992 absolvierte de Botton ein Masterstudium in Philosophie am King’s College London und entschied sich danach gegen eine Promotion in französischer Philosophie an der Harvard University und für das Schreiben.

Bereits in seinem ersten Buch »Essays in Love« (1993; dt. »Versuch über die Liebe«, 1994), weltweit ein Bestseller, verfolgte de Botton den Ansatz einer Philosophie des Alltags, den er in späteren Werken weiterentwickelte. Ungewöhnlich war dabei auch der Stil dieser minutiösen Aufzeichnung des Prozesses des Ver- und Entliebens, welche Elemente des Romans mit Analysen mischte, wie sie sonst nur in Sachbüchern zu finden sind. 1997 legte de Botton erneut theoriegeleitet, aber praxisorientiert eine »Anleitung« vor, »How Proust Can Change Your Life« (dt. »Wie Proust Ihr Leben verändern kann«, 1998), der 2000 eine »Gebrauchsanleitung« folgte, wie »The Consolations of Philosophy« (dt. »Trost der Philosophie«, 2001) dabei helfen könne, Alltagsprobleme zu bewältigen. In seinen anschließend erschienenen zwei Romanen zeigte sich der Autor ebenfalls als »gewiefter Psychologe und Kenner seiner Materie«, aber auch als »ein einfühlsamer und stilsicherer Erzähler« (literaturkritik.de). 2004 stellte er unserer Gesellschaft die Diagnose einer »Status Anxiety« (dt. »StatusAngst«, 2004) und plädierte für einen vernünftigen Umgang mit Ehrgeiz und Ambitionen, um nicht das Leben zu verpassen, während man Bestätigung von anderen suche. Die Auseinandersetzung mit dem Einfluss von Ideologien setzte er 2012 in »Religion for Atheists: A Non-Believer’s Guide to the Uses of Religion« (dt. »Religion für Atheisten. Vom Nutzen der Religion für das Leben«, 2013) fort. Zuletzt erschien sein Roman »The Course of Love« (2016; dt. »Der Lauf der Liebe«, 2016), der an »Essays in Love« anknüpft und untersucht, wie sich Zuneigung in einer langjährigen Partnerschaft wandelt.

2008 gründete de Botton die School of Life mit, die durch ein Angebot verschiedenster Ansätze und ohne Dogmen helfen will, ein erfülltes Leben zu führen. Seine Ideen verbreitet de Botton zudem in Vorträgen, Radiosendungen sowie in Fernsehdokumentationen seiner Produktionsfirma Seneca, die auf seinen Werken basieren. Als kreativer Leiter des Projekts Living Architecture betreut er Bauvorhaben zeitgenössischer Architekten, die theoretische Erkenntnisse seines Buchs »The Architecture of Happiness« (2006; dt. »Glück und Architektur. Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein«, 2008) in die Praxis umsetzen. Alain de Botton lebt in London.

[http://www.alaindebotton.com/]

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