10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Sjoerd Kuyper  [ Niederlande ]

Biographie

Sjoerd Kuyper Portrait
© Ton Koene

Gast des ilb 2015.

Bibliographie

Das Taschenmesser

[Ill: Eva Raupp Schliemann]

Anrich

Kevelaer, 1994

[Ü: Rolf Erdorf]

Der rote Schwan

[Ill: Dieter Wiesmüller]

Beltz & Gelberg

Weinheim, 1998

[Ü: Gerold Anrich/Lourine Tielman]

Das Buch von Josie

[Ill: Angela Kehlenbeck]

Sauerländer

Düsseldorf, 2002

[Ü: Sylke Hachmeister]

Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling

Gabriel

Stuttgart, 2015

[Ü: Eva Schweikart]

Robin und Schnuff

Geschichten zum Vorlesen

[Ill: Marije Tolman]

Gabriel

Stuttgart, 2015

[Ü: Eva Schweikart]

http://sjoerdkuyper.com

Sjoerd Kuyper wurde 1952 in Amsterdam in den Niederlanden geboren. 1974 brach er sein Philosophiestudium ab, um als Schriftsteller zu arbeiten. Er verfasste über fünfzig Bücher, vor allem für junge Leser. Sein Werk wurde in über zehn Sprachen übersetzt sowie für Fernsehen und Kino adaptiert. Kuyper schrieb auch selbst Drehbücher sowie Texte fürs Theater und Musicals. Die Verfilmung seines Buchs »Het Zakmes« (1981; dt. »Das Taschenmesser«, 1996) erhielt 1993 einen Emmy. 1999 kam auch die Erzählung »De rode zwaan« (1996; dt. »Der rote Schwan«, 1998) in die Kinos, in der ein Junge namens Jakob auf seiner Suche nach dem Lieblingsspielzeug seines Großvaters, einem roten Holzschwan, in eine Welt gerät, in der die Geschichten seines kranken Großvaters Realität werden. Im Gewand eines Märchens werden dabei– manchmal lustig, manchmal traurig, aber nie sentimental– Themen wie Abschied, Tod, Freundschaft und das Erwachsenwerden verhandelt. Mit »Robins zomer« (1990; dt. »Robins Sommer«, 1995) schilderte Kuyper zum ersten Mal die Erlebnisse des dreijährigen Robin, der seitdem zur Hauptfigur mehrerer Kinderbücher des Schriftstellers wurde. So erzählt »Robin en Suze« (1993; dt. »Robin bekommt eine Schwester«, 1996) von den Aufregungen vor der Geburt eines neuen Familienmitglieds, die Robin nicht nur mit seinen Eltern, sondern auch mit den Rittern Validon und Bommerkraut teilt. In »Robin en God« (1996; dt. »Robin und Gott«, 1997) findet der Titelheld in Gesprächen mit seinem Großvater, aber auch in seiner Freude über den vorweihnachtlichen Schnee und als Regisseur eines spontanen familiären Krippenspiels ganz nebenbei Antworten auf kindliche Fragen nach der Existenz und dem Aussehen Gottes. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« hob in einer Rezension hervor, dass es Kuyper in seiner sanften, aber anregenden Wintergeschichte gelinge, die Sprache dieses Alters zu treffen, aber »dabei noch besonders poetisch zu sein«. Zuletzt erschien 2015 auf Deutsch das Buch »Robin und Schnuff« als neu illustrierte Nachauflage der Robin-Bücher »Robin en Suze«, »Robin en God« und »Robin is verliefd«, die mit dem Goldenen Griffel ausgezeichnet wurden. Das »NRC Handelsblad« bemerkte hierzu, Kuypers Erzählungen über Robin gehörten zu den schönsten Texten, die für Kinder geschrieben wurden. Ebenfalls 2015 erschien auf Deutsch der Roman »Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling« (»Hotel De Grote L«, 2014), der laut der »Süddeutschen Zeitung« fast alle aktuellen Themen der Jugendliteratur aufgreife, sie als rasant-pointierte Tragikomödie serviere und den üblicherweise mit heiligem Ernst verhandelten Nöten der Teenagerexistenz mit ebenfalls nötigem Humor begegne.

Zu den wichtigsten Auszeichnungen, die Kuyper für sein Werk erhielt, zählen der Goldene Griffel (2006) und der Theo-Thijssen-Preis (2012). Er lebt in Bergen, Niederlande.

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