10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Kaatje Vermeire  [ Belgien ]

Biographie

Portrait Kaatje Vermeire
© Ali Ghandtschi

Gast des ilb 2015.

Bibliographie

De Vrouw en het Jongetje

[Text: Geert De Kockere]

[Ill: Kaatje Vermeire]

De Eenhoorn

Wielsbeke, 2007

Japie de Stapelaar

[Text: Bas Rompa]

[Ill: Kaatje Vermeire]

De Eenhoorn

Wielsbeke, 2012

Kleines großes Wunder unterwegs

[Text: Brigitte Minne]

[Ill: Kaatje Vermeire]

Bohem Press

Zürich, 2014

[Ü: Andrea Kluitmann]

Marie und die Dinge des Lebens

[Text: Tine Mortier]

[Ill: Kaatje Vermeire]

Bohem Press

Zürich, 2014

[Ü: Rolf Erdorf]

Vom Elefanten, der wissen wollte, was Liebe ist

[Text: Leen van den Berg]

[Ill: Kaatje Vermeire]

Gerstenberg

Hildesheim, 2014

[Ü: Rolf Erdorf]

Kaatje Vermeire wurde 1981 in der belgischen Stadt Gent geboren, an deren Königlicher Akademie der Schönen Künste sie zunächst Grafikdesign und Werbedesign sowie im Anschluss Freie Grafik studierte, um sich ihrer Vorliebe für Illustrationen in Experimenten mit Techniken wie Druck, Holzschnitt und Radierungen zu widmen.

2007 erschien mit »De Vrouw en het Jongetje« (Ü: Die Frau und der Junge) ihr erstes Buch, für das Vermeire Illustrationen zu Texten von Geert De Kockere beisteuerte. Ein Jahr später erhielt sie die Preise Boekenpluim (Belgien) und White Raven (Bologna, Italien), wobei sie die letztgenannte Auszeichnung zudem auch 2011 und 2012 für ihre Arbeit gewann. 2009 war Vermeire für die Gestaltung des Bilderbuchs »Mannetje & vrouwtje krijgen een kind« (dt. »Kleines großes Wunder unterwegs«, 2014) der Autorin Brigitte Minne verantwortlich. Passend zu deren poetisch verkürzten Texten über das Wunder eines entstehenden Lebens bestechen Vermeires Illustrationen durch ihre collagenartige Mischung aus realistischen und verspielt-naiven Motiven, aus farbigen Flächen und detaillierten Bleistiftskizzen, die ebenfalls das Prozesshafte betonen. 2010 erschien das Bilderbuch »Mare en de dingen« (dt. »Marie und die Dinge des Lebens«, 2014), eine Zusammenarbeit mit der Autorin Tine Mortier, über die besondere Beziehung eines kleinen Mädchens zu ihrer Großmutter, der sie nach einem Unfall hilft, ins Leben zurückzufinden, da sie die einzige Person ist, die sie versteht. Das Buch erhielt den Grote Picturale Prijs der flämischen Stadt Ronse (2010), den Bilderbuchpreis der Jury der Jungen Kritiker (2015) und wurde 2015 vom Deutschlandfunk unter die sieben besten Kinderbücher gewählt. Als Gast-Bloggerin für »Villa Kakelbont« hatte Vermeire bereits im Jahr 2008 mit »De V-vlucht van Otar« (Ü: Otars V-Flug) eine Geschichte publiziert, bei der nicht nur die Illustrationen, sondern auch die Texte von ihr selbst stammten. Eine spanische Übersetzung erschien 2010 gedruckt unter dem Titel »El Vuelo en V de Otar«. Ein Jahr später illustrierte Vermeire Leen van de Bergs Bilderbuch »De vraag van Olifant« (dt. »Vom Elefanten, der wissen wollte, was Liebe ist«, 2014) und fand ihre eigene Antwort auf die philosophische Tiefe des Textes in ebenfalls Rätsel aufgebenden, aber traumtänzerisch leichten Bildern. Vermeire selbst bemerkte, sie habe oft die Erfahrung gemacht, dass eine spontane Skizze das, was sie ausdrücken wolle, besser auf den Punkt bringe als Illustrationen, in die sie viel Blut, Schweiß und Tränen investiert habe. Nach dem in Koproduktion mit dem Autor Bas Rompa entstandenen Buch »Japie de Stapelaar« (2012; Ü: Jack, der Stapler) illustrierte Vermeire zuletzt Giula Bellonis Erzählung »Guarda che la luce e del cielo« (2013; Ü: Betrachte das Licht und den Himmel) und übernimmt 2016 die Gestaltung eines Textes des berühmten belgischen Autors Peter Verhelst. Sie lebt in Wetteren, Belgien.

[http://www.kaatjevermeire.be]

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