10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Ursula Dubosarsky  [ Australien ]

Biographie

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© Vicky Skarrat

Gast des ilb 2014.

Bibliographie

Maisie and the Pinny Gig

Macmillan AustraliaMelbourne, 1989

The Red Shoe

Allen & UnwinCrows Nest, 2006

The Terrible Plop

[Ill: Andrew Joyner]Penguin AustraliaMelbourne, 2009

Nicht jetzt, niemals

UeberreuterWien, 2012[Ü: Silvia Schröer]

Der kürzeste Tag des Jahres

UeberreuterWien, 2013[Ü: Andreas Steinhöfel

]www.ursuladubosarsky.com

Ursula Dubosarsky wurde 1961 als drittes Kind einer Schriftstellerfamilie in Sydney geboren. Bereits im Alter von sechs Jahren wollte sie Autorin werden. An der Universität Sydney studierte sie Englisch und weitere Sprachen, darunter Altisländisch, Latein und Griechisch. Nach ihrem Abschluss zog sie nach Canberra, reiste anschließend ein Jahr durch die Welt und arbeitete u.~a. in einem Kibbutz in Israel. Anschließend war sie mehrere Jahre als Redakteurin beim »NSW School Magazine« tätig.Ihr Debüt als Autorin gab sie mit dem Bilderbuch »Maisie and the Pinny Gig« (1989; Ü: Maisie und das Schweermeinchen), dessen erfolgreiche Publikation sie darin bestärkte, den Schriftstellerberuf weiter zu verfolgen. Ihr Buch »The First Book of Samuel« (1995; dt. »Der kürzeste Tag des Jahres«, 2013), einer ihrer ersten Romane für junge Leser, erzählt von einer fragilen Familienkonstellation, die durch eine folgenschwere Lüge ins Wanken gerät und den Sohn Samuel in akute Lebensgefahr bringt. Dubosarsky ist ein spannendes Porträt einer Patchworkfamilie gelungen, in dem Themen wie Schicksal, Vorherbestimmung, Unwahrheit und die Wichtigkeit der Kommunikation ausgelotet werden. Ihr Buch »The Red Shoe« (2006; Ü: Der rote Schuh) handelt von Matilda und ihren beiden Schwestern, die im Sydney der frühen fünfziger Jahre aufwachsen. Auch dieser Roman erzählt vielschichtig vom Leben einer durchschnittlichen Familie und weist eine enorme thematische Bandbreite auf. »The Red Shoe« ist eine Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs, eine Geschichte über australische Politik in den fünfziger Jahren, über Spionage und Landesverrat, über Hans Christian Andersens Märchen »Die roten Schuhe« (1845) und vor allem über den Alltag der drei Schwestern, der durch gesellschaftliche Großereignisse immer wieder beeinflusst wird. Dieses facettenreiche inhaltliche Panorama fügt die Autorin zu einer stimmigen, anspruchsvollen Erzählung für junge Leser. »The Golden Day« (2011; dt. »Nicht jetzt, niemals«, 2012), Dubosarskys jüngster Roman, ist die Geschichte von elf Mädchen in einer Schulklasse, die nach dem spurlosen Verschwinden ihrer Lehrerin eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Das Buch ist Bildungs- wie auch Coming-of-Age-Roman und eine inhaltlich wie formal anspruchsvolle Lektüre. »The Golden Day« beeindruckt durch das realistische Porträt der jungen, verletzlichen Charaktere, die sich auf der Schwelle von kindlicher Unschuld zum Erwachsenendasein befinden und lernen müssen, sich Fragen nach Verantwortung, Angst und Gewalt zu stellen.Bis heute schrieb Dubosarsky mehr als dreißig Bücher für junge Leser, für die sie national und international mit Preisen ausgezeichnet wurde und die in zehn Sprachen übersetzt wurden. Neben Büchern verfasst Dubosarsky auch Texte fürs Theater. Dubosarsky lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Marrickville bei Sydney.

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