10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
Sie sind hier: Startseite / Archiv / Teilnehmer / / 2014 / Michael De Cock

Michael De Cock  [ Belgien ]

Biographie

Michael De Cock Portrait
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2014.

Bibliographie

Floor, Oto en Titus [Ill: Cécile Betrand] StandaardAntwerpen, 2004

Rosie und Moussa [Ill: Judith Vanistendael] Beltz & Gelberg Weinheim, 2013 [Ü: Rolf Erdorf]

Rosie und Moussa. Der Brief von Papa [Ill: Judith Vanistendael] Beltz & Gelberg Weinheim, 2014 [Ü: Rolf Erdorf]

Rosie und Moussa. Beste Freunde für immer [Ill: Judith Vanistendael] Beltz & GelbergWeinheim, 2014 [Ü: Rolf Erdorf]

Het geheim van Rosie en Moussa [Ill: Judith Vanistendael]

Querido Amsterdam, 2014

Michael De Cock wurde 1972 im belgischen Mortsel geboren. Er studierte zunächst Romanistik und anschließend Schauspiel am Königlichen Konservatorium Brüssel. Seit 2000 wirkt er als Schauspieler in Fernsehserien mit. Außerdem verfasste er Theaterstücke für Kinder, Erwachsene und Jugendliche, die meist auf zeitintensiven Recherchen basierten. Sechs Monate lang interviewte er Flüchtlinge, begleitete sie in Asylzentren und zu Rechtsanwälten und sprach mit ihnen über ihre Probleme, Sorgen und Träume. Seine Rechercheergebnisse veröffentlichte er als Theaterstück und auch in Buchform unter dem Titel »Op een onzeker uur. Verhalen van vluchtelingen« (2004, Ü: Ungewisse Stunden. Geschichten von Flüchtlingen). Für sein Theaterstück bzw. Buch »Hoe mensen sterven« (2006, Ü: Wie Menschen sterben) absolvierte De Cock mehrmonatige Praktika auf verschiedenen Palliativstationen. Er sprach mit Patienten und deren Angehörigen, Ärzten, Pfarrern und Sozialarbeiten und schrieb in sachlich beschreibendem Tons ein Mut machendes Buch über das Sterben in der Gesellschaft der Gegenwart.

Bereits 2004 erschien De Cocks Kinderbuchdebüt »Floor, Otto en Titus« (Ü: Floor, Otto und Titus). Die Sammlung von Kurzgeschichten mit den drei titelgebenden Figuren kreist u.~a. um die Themen Freundschaft, Angst und Wut und ist in poetischer Sprache verfasst. Mit »Rosie en Moussa« (2010; dt. »Rosie und Moussa«, 2013), »Rosie en Moussa. De Brief van Papa« (2012; dt. »Rosie und Moussa. Der Brief von Papa«, 2014) und »Rosie en Moussa. Beste vrienden voor altijd« (2013; dt. »Rosie und Moussa. Beste Freunde für immer«, 2014) legte De Cock drei Bücher für Kinder vor, in denen er zusammen mit der Illustratorin Judith Vanistendael in ästhetischen Bildern, einfachen Worten, aber zugleich mit literarischer Kraft einfühlsame, spannende und humorvolle Episoden aus dem Leben von Rosie und Moussa erzählt. Themen wie Freundschaft, Mut, Wahrheit und Lüge werden behandelt, außerdem spielen Familienkonflikte ebenso wie die Nöte, die kleinen und großen Geheimnisse von Kindern und nicht zuletzt das soziale Leben in einer multikulturellen Großstadt eine Rolle. De Cock und Vanistendael erweisen sich als präzise Beobachter des Alltags von Kindern und fühlen sich sehr empathisch in die Lebenswelt ihrer Protagonisten ein. Bis heute verfasste De Cock 14 Bücher.

Neben seiner Arbeit als Autor ist De Cock seit 2006 künstlerischer Direktor des Theaters »t,arsenaal« in Mechelen tätig. Er inszenierte dort über zwanzig Stücke, von denen er viele selbst schrieb. Die Themen seines literarischen und theatralen Werks zeigen ihn als sozial engagierten Künstler, der sich kritisch mit den aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. In Belgien und den Niederlanden wurde De Cock für seine Stücke und Bücher mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Frau und seinen fünf Kindern in Antwerpen.

abgelegt unter: