10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Mario Giordano  [ Deutschland ]

Biographie

mario.giordano.portrait

Gast des ilb 2014.

Bibliographie

Der aus den Docks

Rowohlt

Hamburg, 1997

Das Experiment – Black Box

Rowohlt

Hamburg, 1999

Bilderräuber

Aufbau

Berlin, 2007

Apocalypsis I

Bastei Lübbe

Köln, 2011

1000 Gefühle, für die es keinen Namen gibt

Berlin Verlag

Berlin, 2013

Mario Giordano wurde 1963 in München geboren und studierte Psychologie und Philosophie in Düsseldorf. Sein breites Werk als Schriftsteller umfasst neben Romanen (in gedruckter Form und als E-Book) auch Kurzgeschichten, Drehbücher, Kinder- und Jugendbücher sowie Hörspiele.1992 gab Giordano sein Debüt mit dem Kinderbuch »Die wilde Charlotte«, in dem die Titelfigur in ein Piratenabenteuer verwickelt wird. Für sein Jugendbuch »Der aus den Docks« (1997) erhielt er den Hans-im-Glück-Preis. Die Geschichte einer ungleichen Freundschaft zweier Jungen im Hamburger Hafenmilieu, die mit einem gemeinsam aus der Elbe geretteten Hund kriminellen Machenschaften auf die Spur kommen, wurde vom ZDF unter dem Titel »Der Hund aus der Elbe« verfilmt und gewann 1999 den Deutschen Fernsehpreis. Mit seinem Jugendbuch »Karakum« nach dem gleichnamigen Abenteuerfilm von Arend Agthe war Giordano 1993 bereits den entgegengesetzten Weg der Adaption gegangen. Sein Interesse, sich literarisch damit auseinanderzusetzen, wie »Menschen zueinanderfinden und wie Menschen miteinander umgehen«, verfolgt er auch in seinen Werken für Erwachsene wie in seinem Roman »Das Experiment – Black Box« (1999). Um das Verhalten von Menschen in Extremsituationen psychologisch zu untersuchen, werden darin freiwillige Probanden in einem simulierten Gefängnis in »Wärter« und »Gefangene« aufgeteilt, doch aus dem Rollenspiel wird bald tödlicher Ernst. Giordano war auch an dem Drehbuch des Kinofilms »Das Experiment« beteiligt, das 2000 den Drehbuchpreis des Bayerischen Filmpreises erhielt. Zusammen mit Andreas Schlüter verfasst er außerdem regelmäßig Drehbücher für Folgen der TV-Krimireihe »Tatort«. Giordanos medienübergreifende Erzählweise brachte ihm schließlich ab 2011 den Auftrag ein, den Weltuntergangsthriller »Apocalypsis« zu schreiben, der in zwölf Episoden pro Staffel als »Web-Novel« erscheint und seine Geschichte nicht nur als Text, sondern auch begleitet von den Inhalt vertiefenden Bildern, Geräuschen, Videos und Minigames entfaltet, gemäß der Einstellung des Autors zum Thema Interactive Storytelling: »Wir können neue Erzählformen nicht am Reißbrett entwickeln, wir müssen sie einfach ausprobieren.« Ein weiteres Anliegen Giordanos besteht darin, berühmte Künstler und Kunstwerke einem jungen Publikum nahezubringen, ob nun in Form kleiner Geschichten und Bilder wie in »Der Mann mit der Zwitschermaschine« (2001) über den Maler Paul Klee oder durch die Aufbereitung historischer Kunstdiebstähle und deren Hintergründe wie in seinem Buch »Bilderräuber« (2007). Zuletzt sammelte er »1000 Gefühle, für die es keinen Namen gibt« (2013).Giordano ist Gastdozent an der Filmakademie Baden-Württemberg sowie seit 2007 Mentor für TV-Serien an der Akademie für Kindermedien. Der Autor lebt in Köln.

[http://www.mariogiordano.de]

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