10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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David Vann  [ USA, Großbritannien ]

Biographie

Portrait David Vann
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2014.

Bibliographie

A Mile Down

The True Story of a Disastrous Career at Sea

Da Capo

Cambridge, 2005

Im Schatten des Vaters

Suhrkamp

Berlin, 2011

[Ü: Miriam Mandelkow]

Die Unermesslichkeit

Suhrkamp

Berlin, 2012

[Ü: Miriam Mandelkow]

Dreck

Suhrkamp

Berlin, 2013

[Ü: Miriam Mandelkow]

Goat Mountain

Suhrkamp

Berlin, September 2014

[Ü: Miriam Mandelkow]

David Vann wurde 1966 auf einer US-Militärbasis auf Adak Island in Alaska geboren und wuchs in Ketchikan auf. Er machte an der Stanford University 1990 seinen B.~A. und an der Cornell University 1994 seinen Master of Fine Arts in Kreativem Schreiben. Anschließend studierte er, gefördert von einem Stegner Fellowship, an der Stanford University weiter.

Sein autobiografisches Debüt »A Mile Down. The True Story of a Disastrous Career at Sea« (2005; Ü: Eine Meile abwärts. Die wahre Geschichte einer katastrophalen Karriere zur See) dokumentiert das abenteuerliche Streben nach der Verwirklichung seines Traums, Kreatives Schreiben auf Segelbooten zu unterrichten. Jene Unbedingtheit, mit der er sein von Rückschlägen geprägtes Projekt verfolgte, spiegelt sich auch in seinem Erzählen wider. Internationalen Erfolg beschied ihm der inzwischen in zwanzig Sprachen übersetzte Erzählband »Legend of a Suicide« (2008; Ü: Legende eines Selbstmords), in dessen Zentrum die Erzählung »Sukkwan Island« (dt. »Im Schatten des Vaters«, 2011) steht, eine Verarbeitung des Selbstmords seines Vaters. Der Band bildet zusammen mit Vanns folgenden Werken »Caribou Island« (2011; dt. »Die Unermesslichkeit«, 2012), »Dirt« (2012; dt. »Dreck«, 2013) und »Goat Mountain« (2013; dt. 2014) eine lose Tetralogie. Vor eindringlich evozierten Landschaften, zum Teil in den arktischen Gefilden seiner Jugend, porträtiert Vann über mehrere Generationen hinweg von Gewalt zerrissene Familien. Griechische Tragödien klingen dabei ebenso an wie das epische Gedicht »Beowulf«, das er unlängst aus dem Altenglischen übersetzte. Vanns Vielseitigkeit und enorme Produktivität zeigen sich sowohl an der dazwischen entstandenen Reportage »Last Day On Earth. A Portrait of the NIU School Shooter« (2011; Ü: Letzter Tag auf Erden. Ein Porträt des Schützen von der Northern Illinois University) als auch an der Kurzgeschichtensammlung »The Higher Blue«, dem investigativen Buch »Crocodile. Memoirs from a Mexican Drug-Running Port«, dem Roman »Bright Air Black« sowie der in Seattle angesiedelten Novelle »Aquarium« (alle 2015).

Vanns Shortstorys, Reportagen und Essays wurden in zahlreichen Zeitungen und Magazinen publiziert, u.~a. in »McSweeney’s«, »Esquire«, »The Atlantic Monthly«, »The New York Times Book Review«, »The Huffington Post« und »The Guardian«. Außerdem lehrte er Kreatives Schreiben an der University of San Francisco. Zu seinen 15 Auszeichnungen zählen The AWP Award (2007), der Grace Paley Prize in Short Fiction (2007), der California Book Award (2008), der Prix Medicis Étranger (2010), der Premi Llibreter (2011) sowie der St. Francis College Literary Prize (2013). Vann ist derzeit Professor an der University of Warwick im englischen Coventry und Honorarprofessor an der Université de Franche-Comté in Frankreich.

[http://davidvann.com]

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