10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Martina Hefter  [ Deutschland ]

Biographie

Hefter, Martina_portrait
(c) Hartwig Klappert

Gast des ilb 2013.

Bibliographie

Junge Hunde

Alexander Fest

Berlin, 2001

Zurück auf Los

Wallstein

Göttingen, 2005

Die Küsten der Berge

Wallstein

Göttingen, 2008

Nach den Diskotheken

Gedichte

[Ill: Andreas Töpfer]

kookbooks

Berlin, 2010

Vom Gehen und Stehen

Ein Handbuch

[Ill: Andreas Töpfer]

kookbooks

Berlin, 2013

Martina Hefter wurde 1965 in Pfronten im Ostallgäu geboren und lebt als Dichterin und Performerin in Leipzig.

Nach drei Romanen gab Hefter ihr lyrisches Debüt. In ihren beiden jeweils mit Zeichnungen von Andreas Töpfer illustrierten Gedichtbänden »Nach den Diskotheken« (2010) und »Vom Gehen und Stehen. Ein Handbuch« (2013) erkundet sie wechselseitige Relationen zwischen Sprache, Körper, Bewegung, Raum, Klang und Bewusstsein. Hefter »lotet die Ähnlichkeiten von Körper und Sprache, von Tanzen und Denken aus, lässt die Körper denken und das Sprechen tanzen und lässt im Sprechen über die Körper ein diffuses Wissen von etwas aufblitzen – der Welt womöglich –, das im nächsten Moment schon wieder davongekreiselt ist«, heißt es in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. Die Antiquiertheit, die bereits dem jungen Mädchen in der Diskothek anhaftet, lässt sie über mythologische Analogien spekulieren, während sie in ihrem zwischen Stillstand und Ruhelosigkeit oszillierenden lyrischen »Handbuch« alltägliche Posituren in poetische Miniaturen transformiert. Ihr Verständnis von Sprache und Bewegung als gegenseitige Erweiterungen spielte auch im Entstehungsprozess ihrer Lyrik eine wichtige Rolle. »Man geht im zeitgenössischen Tanz oder auch im klassischen Ballett immer davon aus, dass das Tanzen eine Form des Denkens ist, körperliches Denken. Das hat mich immer angezogen, diese zwei unterschiedlichen Denkweisen: mit dem Kopf denken und mit dem Körper denken«, sagte Hefter in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Daraus entwickelt sie wiederum Performances wie zum Beispiel den getanzten »Vortrag über Schreiben«. 2012 initiierte und leitete Hefter zudem das Projekt »Bewegungsschreiber – Dichtung trifft Tanz« am Dock 11 in Berlin.

Für ihr literarisches Schaffen wurde sie u.~a. mit dem Stipendium der Kulturstiftung Sachsen, dem Förderpreis zum Lessing-Preis, dem Hermann-Lenz-Stipendium und dem London-Stipendium des Deutschen Literaturfonds prämiert. 2008 wurde sie mit dem Meraner Lyrikpreis ausgezeichnet.

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