10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Alexander Hacke  [ Deutschland ]

Biographie

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© Tina Winkhaus

Gast des ilb 2013.

Alexander Hacke, geboren 1965 in Berlin, hat sich als Komponist und Musiker einen Namen gemacht. Er ist seit 1980 Mitglied der Band Einstürzende Neubauten, die für ihren experimentellen Stil weltweit geschätzt werden. Hacke schloss sich der gerade frisch gegründeten Band im Alter von 14 Jahren und spielte in den folgenden Jahrzehnten zudem auch in zahlreichen anderen einflussreichen Underground-Formationen. Vorübergehend veröffentlichte er seine Lieder auch unter dem Pseudonym Alexander von Borsig. Seit den 1980er Jahren arbeitet er mit zahlreichen Künstlern unterschiedlicher Genres und Stilrichtungen zusammen. Das Ergebnis sind zahlreiche Musikveröffentlichungen, außerdem hat er die Musik für mehrere Theaterinszenierungen sowie Filmsoundtracks geschrieben und sich auch als Schauspieler betätigt. Darüber hinaus hat er immer wieder auch als Musikproduzent gearbeitet.

Zu seinen wichtigsten Kollaborationen zählt neben den Einstürzenden Neubauten, wo er anfangs als Gitarrist und bis heute als Bassist tätig ist, die Arbeit mit der australischen Band Crime and the City Solution, die Arbeit als Gitarrist für Gianna Naninni, die Gründung der Country-Cover-Band Jever Mountain Boys sowie die Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Fatih Akin. Für dessen Film »Gegen die Wand« steuerte Hacke mehrere Songs bei, in Akins Musik-Dokumentation » Crossing the Bridge« spielte Hacke zudem eine tragende Rolle.

Seit 2001 arbeitet Hacke mit der Multimediakünstlerin Danielle de Picciotto zusammen, 2006 heirateten die beiden. Sie schufen unter anderem die auf Lovecraft-Geschichten basierende Performance »Mountains of Madness« und versammelten für die Performance »Bada Bing« zahlreiche neue Berliner Bands. Ihre jüngste Musik-Kooperation lief unter dem Namen Hitman’s Heel. Hacke hat auch drei Solo-Alben veröffentlicht.

Hackes zusammen mit Danielle de Picciotto unternommenen Weltreisen der vergangenen eineinhalb Jahre sind in dem gezeichneten Reisetagebuch »„We are Gypsies Now« (2013) dokumentiert, das de Picciotto veröffentlicht hat und welches die beiden bei gemeinsamen Performance mit Bildern und Musik präsentieren.

»Alexander Hacke hat die West-Berliner Musikszene geprägt“, schreibt die taz über ihn. Und der Musikjournalist David Pfister stellt fest: »Auf den unterschiedlichsten Tonträgern der unterschiedlichsten Künstler taucht er auf. Von Kletzmer-Folklore über Country bis Speed Metal – Alexander Hacke ist nichts fremd. Hacke kennt und kann alles.«

Einen Überblick über die gemeinsamen Arbeiten von Alexander Hacke und Danielle de Picciotto gibt es auf deren Website http://www.hitmansheel.de/.

[http://www.hacke.org/]

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