10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Gerald Jatzek  [ Österreich ]

Biographie

Foto Jatzek, Gerald_portrait_ C Peter Hautzinger.jpg
© Peter Hautzinger

Gast des ilb 2012.

Bibliographie

Der Lixelhix
Buchstabenabenteuer in Geschichten, Gedichten und Spielen
[Ill: Maria Blazejovsky]
Jugend & Volk
Wien 1986
Mira und der Schnüffelbold / Der Schnüffelbold
[Ill: Susanne Riha]
Dachs / Obelisk
Wien, 1988
Die rote Gitarre
[Ill: Moidi Kretschmann]
G&G
Wien, 2010 / Innsbruck, 2012
Rabauken-Reime
[Ill: Andrea Steffen]
Residenz
St. Pölten, 2011
Der Hund ist tot
Grätzelgeschichten aus 24 Wiener Bezirken
[Mit Beppo Beyerl u. Manfred Chobot]
Löcker
Wien, 2012
www.geraldjatzek.com

Gerald Jatzek [Österreich]

Gerald Jatzek wurde 1956 in Wien geboren, studierte Anglistik, Romanistik, Germanistik, Ethnologie, Philosophie und Kulturmanagement und promovierte in Pädagogik und Publizistik. Während des Studiums und der Promotion war er u. a. als Briefträger, Straßenmusiker und Nachtportier tätig. Seit Mitte der siebziger Jahre arbeitet Gerald Jatzek als Schriftsteller für Kinder und Erwachsene, als Journalist für die »Wiener Zeitung« und außerdem als Musiker. Sein schriftstellerisches Spektrum umfasst neben Kinderbüchern auch Sachbücher, Songs, Hörspiele, Drehbücher, Kabarett, Kindertheater und Essays.

Als Kinderlyriker debütiert Jatzek mit dem sich spielerisch mit Sprache beschäftigenden Buch »Der Lixelhix. Buchstabenabenteuer in Geschichten, Gedichten und Spielen« (1986; Ill: Maria Blazejovsky). Mit »Mira und der Schnüffelbold« (1988, Neufassung 2012; Ill: Susanne Riha) hat er ein hintergründiges Buch über die Gefährlichkeit einmal in die Welt gesetzter Gerüchte geschrieben und in »Die rote Gitarre« (2010; Ill: Moidi Kretschmann) erzählt er von der kleinen Julia, die unbedingt ein Instrument lernen will. In »Rabauken-Reime« (2011; Ill: Andrea Steffen) zeigt sich Gerald Jatzek wie schon in früheren Büchern als Sprachbastler und Meister des Reims. Mit bemerkenswert literarischem Stil und originellem Sprachwitz dichtet er Texte, die nie eine inhaltliche Tiefe vermissen lassen, weil sie die Alltagswelt von Kindern präzise erfassen. Seine Gedichte haben ein hohes Tempo, überraschen immer wieder durch ihren Erfindungsreichtum und ihre Frechheit und konfrontieren den Leser mit so wunderbaren Geschöpfen wie Schokolöwen. Gerald Jatzeks »Rabauken-Reime« sind ein eindrückliches Beispiel dafür, welche Möglichkeiten der kreative Umgang mit Sprache bieten kann. Es besticht auch durch die bemerkenswerte grafische Gestaltung mit fantasievollen Illustrationen. Gerald Jatzek ist jedoch längst nicht auf seine künstlerischen Werke für Kinder zu reduzieren. Mit »Der Hund ist tot. Grätzelgeschichten aus 24 Wiener Bezirken« (2012), zusammen mit Beppo Beyerl und Manfred Chobot verfasst, zeigt er sich auch als versierter Chronist seiner Heimatstadt Wien. »Grätzel« ist wienerisch und entspricht in etwa dem Berliner »Kiez«. Die drei Autoren haben Geschichten aus ihren Wiener Vierteln aufgeschrieben und zeichnen so ein vielfältiges und charmantes Bild ihrer Stadt.

Für sein schriftstellerisches Werk wurde Gerald Jatzek vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Kinderlyrik und dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Gerald Jatzek lebt in Wien.

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