10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Rafał Skarżycki  [ Polen ]

Biographie

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© Privat

Gast des ilb 2011.

Bibliographie

Jeż Jerzy. Dla dzieci
Piąte Piętro
Warschau, 1998

Jeż Jerzy. Ścigany
Egmont Polska
Warschau, 2003

Tymek & Mistrz. Król kłopotów
Egmont Polska
Warschau, 2004

Jeż Jerzy. Egzorcysta
Egmont Polska
Warschau, 2006

Teleznowela
Prozami
Warschau, 2009

Rafał Skarżycki wurde 1977 in Warschau geboren und studierte dort Philosophie. Bekannt wurde er sowohl in Polen als auch im Ausland durch die Comic-Figur Jeż Jerzy (Ü: Georg der Igel), die er zusammen mit dem Zeichner Tomasz Lew Leśniak erfand. Die erste Folge von »Jeż Jerzy« erschien 1995 in der Zeitschrift »Ślizg«, das erste Comic-Album wurde 2002 publiziert. Ursprünglich gab es zwei Versionen dieser Comics – eine für Kinder, in der der Igel verschiedene märchenhafte Abenteuer erlebt, und eine für Erwachsene. In dieser Version nehmen Skarżycki und Leśniak auf satirische Weise aktuelle gesellschaftliche Strömungen und Erscheinungen ins Visier, angefangen von polnischen Politikern und Umweltschützern bis hin zur Skinhead-Bewegung. Die Skinheads werden von den Figuren Zenek und Stefan repräsentiert, die Mitglieder der »Młodzież Wszechpolska« sind, einer rechtsextremen, militanten polnischen Jugendorganisation. Jeż Jerzy entkommt seinen Erzfeinden immer wieder dank seiner Gewandtheit und ist dabei keinesfalls ein schablonenhafter »positiver Held«: Er trinkt Alkohol, nimmt Drogen und führt ein ausschweifendes Sexualleben. Bisher erschienen neun Jerzy-Alben. Im März 2011 kam Jeż Jerzy auch in die polnischen Kinos, Rafał Skarżycki schrieb das Drehbuch für den neunzigminütigen Film, dessen Bildsprache an »South Park« erinnert und vom dreiköpfigen Regieteam Wojciech Wawszczyk, Jakub Tarkowski und Tomasz Leśniak realisiert wurde. Die internationale Premiere des Films fand beim South West Film Festival in Austin (USA) ebenfalls im März 2011 statt.
2009 veröffentlichte Skarżycki seinen ersten Roman »Teleznowela«, dessen Protagonisten der Generation der über Dreißigjährigen angehören. Es geht um das Leben zweier Paare – darunter der Werbetexter Milosz, der ein Angebot bekommt, für eine neue TV-Serie als Co-Autor zu arbeiten, und dessen Freundin Agata, die diese Aufgabe mit Skepsis betrachtet. Skarżycki bedient sich in seinem Debüt einer freien Alltags- und Vulgärsprache und beleuchtet auf ironische Weise die Probleme seiner Generation: Planung der nächsten Urlaubsreise, Beziehungsprobleme und der Beruf des Drehbuchautors mit allen seinen Schwierigkeiten.
Rafał Skarżycki wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Preis für das Beste Comic Script beim 8. Internationalen Comic Festival in Łódź 1997, dem Grand Prix des 10. Internationalen Comic Festival in Łódź 1999 und einer lobenden Erwähnung beim 2. International Screenwriters Festival Interscenario 2008 in Wrocław für sein Drehbuch für die Filmkomödie »Bad news«. Rafał Skarżycki lebt in Warschau.

© internationales literaturfestival berlin

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