10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Kathy Reichs  [ USA ]

Biographie

Kathy Reichs
© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2011.

Bibliographie

Tote lügen nicht
Blessing
München, 1998
[Ü: Thomas A. Merk]

Mit Haut und Haar
Blessing
München, 2004
[Ü: Klaus Berr]

Totgeglaubte leben länger
Blessing
München, 2006
[Ü. Klaus Berr]

Blut vergisst nicht
Blessing
München, 2010
[Ü: Klaus Berr]

Fahr zur Hölle
Blessing
München, 2011
[Ü: Klaus Berr]

Die forensische Anthropologin und Schriftstellerin Kathleen Joan »Kathy« Reichs wurde 1948 in Chicago geboren. 1971 erwarb sie den Bachelor of Arts im Fach Anthropologie an der American University, einer privaten methodistischen Universität in Washington, und erlangte nach dem Master of Arts 1975 den Doktorgrad in Anthropologie an der Northwestern University, Illinois. Sie lehrte an verschiedenen amerikanischen Universitäten und war auch als Beraterin für die Rechtsmedizin in North Carolina tätig. Neben ihren wissenschaftlichen Publikationen publizierte sie Romane, die in über 30 Sprachen übersetzt wurden.
Ihr erster Roman »Déjà Dead« (1997; dt. »Tote lügen nicht«, 1998) wurde im Jahr seines Erscheinens mit dem Arthur Ellis Award ausgezeichnet. Er ist der erste von insgesamt vierzehn Krimis, in denen die Ich-Erzählerin, eine Forensikerin namens Dr. Temperance »Tempe« Brennan, mit komplizierten Mordfällen konfrontiert wird, die sie oft selbst in große Gefahr bringen. In »Déjà Dead« soll Temperance Brennan Knochen einer fast vollständig verwesten Leiche untersuchen, die die Polizei auf einem Kirchengelände gefunden hat. Es ergeben sich Parallelen zu einem anderen Fall, die auf einen Serienmörder schließen lassen. Da die Polizei ihrer Theorie nicht folgen will, ermittelt Temperance Brennan auf eigene Faust und bringt dabei ihre beste Freundin und ihre Tochter in Gefahr. Reichs’ Berufspraxis ist die Inspirationsquelle dieser Romane, die Fälle basieren auf Morden, die sich durch besondere Grausamkeit auszeichnen. Reichs beschreibt die Arbeit in der Gerichtsmedizin sowie an Tatorten detailliert und in einem nüchtern-sachlichen Ton. Teilweise spielen ihre Geschichten in Kanada, so dass hin und wieder Gallizismen einfließen, auch in die Romantitel. Gelegentlich arbeitet ihre Protagonistin an archäologischen Knochenfunden, wie in »Cross Bones« (2005; dt. »Totgeglaubte leben länger«, 2006), in dem Reichs auch Bezug nimmt auf die Theorien des Bibelforschers James Tabor, der in Jesus von Nazareth keinen Religionsstifter, sondern einen Thronprätendenten aus dem Geschlecht König Davids sah. 2005 begann das US-Fernsehen mit der Ausstrahlung der Krimi-Serie »Bones« (dt. »Bones – Die Knochenjägerin«), die in Zusammenarbeit mit Reichs entstand, aber keine Verfilmung ihrer Romane darstellt.
Kathy Reichs war als Mitglied der staatlichen Katastrophen-Einsatzgruppe mit der Identifizierung der Opfer des Anschlags auf das World Trade Center in New York 2001 sowie der exhumierten Leichen aus Massengräbern in Ruanda und Guatemala betraut. Sie lebt in Charlotte, North Carolina (USA).

© internationales literaturfestival berlin

[http://www.kathyreichs.com]

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