10.ilb - 15.09 bis 26.10.10 - Focus Osteuropa
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Courtney Meredith  [ Neuseeland ]

Biographie

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© Hartwig Klappert

Gast des ilb 2011.

Courtney Meredith wurde 1986 in Auckland, Neuseeland, als Tochter der Schriftstellerin Kim Meredith Melhuish und eines Seemanns geboren. Ihre Vorfahren stammen aus Samoa, von den Cook Islands und aus Irland. Von Kindesbeinen an fand Meredith gefallen am Spiel mit der Sprache und mit Klängen. Mit fünf verfasste sie bereits ein erstes Gedicht über die Sterne am Himmel und mit zehn Jahren begann sie Musik zu machen. Nach dem Ende der Highschool studierte sie Englisch, Politik- und Rechtswissenschaften an der University of Auckland. Dort besuchte sie Kurse der renommierten Schriftsteller Witi Ihimaera und Emily Perkins, unter deren Ägide sie die Literarturzeitschrift »Spectrum 5« für herausragende Absolventen mit herausgab und selbst auch Arbeiten dazu beitrug.
Parallel zu ihrem Studium verfasste Meredith Gedichte, Erzählungen und Songs. 2008 begann sie ihre lyrischen Werke zu performen und gewann die Poetry Slams von Montana 2008, Going West 2008 und Kupu Rere 2009. 2010 war sie selbst Teil der Jury für die landesweite Waitakere Writers Poetry Competition, den Kupu Rere and den Going West Poetry Slam. Ihre Texte mit Titeln wie »Cause Fishing« (Ü: Nach Gründen angeln bzw. Angeln verursachen) oder »For John and the dog gone« (Ü: Für John und den verblichenen Hund) kommen im rhythmischen Stakkato daher und erinnern an große Vorbilder aus der amerikanischen Beat Poetry wie Allen Ginsberg, Michael McClure und insbesondere Brenda Frazer. Thematisch beschäftigt sie sich in ihren Gedichten mit Naturphänomenen, Liebe, dem Leben in der Stadt, ihrer kulturellen Herkunft von den pazifischen Inseln u. a. Neben lyrischen und erzählerischen Werken, die sie in Literaturzeitschriften wie »Mauri Ola«, »Pulp Magazine« und »Blackmail Press« veröffentlichte, verfasst sie auch Theaterstücke und arbeitet aktiv bei »Forward Frangipani« mit, einem Kollektivprojekt von Künstlerinnen, die von den pazifischen Inseln stammen und diese Kultur im Rahmen von Projekten und Ausstellungen präsentieren (die Frangipani-Blüte ist ein pazifisches Symbol der Weiblichkeit). Außerdem ist Meredith als Koordinatorin für das Auckland Council tätig: So organisierte sie das erste Young Writers Festival im März 2011. Mit ihrem Theaterstück »Rushing Dolls« gewann sie die Aotearoa Pacifica Playwright Competition 2010, war im April 2011 Zweitplatzierte bei dem renommierten Adam New Zealand Play Award und erhielt den Sonderpreis für das beste von einer Frau verfasste Drama. Die Autorin lebt und arbeitet in Auckland.

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